Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Crocus - Herbstblüher, Blüten überwiegend violett, hellblau oder rosa,innere und äußere Perigonblätter +- gleich groß, Staubbeutel gelb, Griffel orange, vielästig, Blätter zur Blütezeit vorhanden

Die nachfolgenden Arten werden beschrieben und abgegrenzt in der Publikation 
"Crocus cobbii Kerndorff , Pasche & Harpke species nova (Liliiflorae, Iridaceae) and its relatives" (2022) von Helmut Kerndorff & Dörte Harpke.
Die Arten unterscheiden sich genetisch und morphologisch, wobei einige Merkmale nur mikroskopisch zu erkennen sind (Oberfläche der Knollenhülle, Samenoberfläche)

Verbreitung: Marokko
Griffeläste ca. so lang wie die Antheren
> 1
Verbreitung: Spanien, Portugal
Griffeläste länger als die Antheren
> 2


Photo und copyright Jesús Vílchez

 

1      Verbreitung: Marokko, Griffeläste ca. so lang wie die Antheren


Crocus salzmannii J. Gay
(Salzmanns Krokus)


Photo und copyright 

IX - XII, Wiesen (100 - 1900 m)
               Tanger, Marokko 

Synonyme:
Crocus serotinus ssp. salzmannii (J. Gay) Mathew (Name in der Flora Iberica)

Weltweite Verbreitung:
Morocco

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- salzmannii: benannt nach Philipp Salzmann (1781 - 1851), deutscher Botaniker der die Floren von Spanien, Nordafrika und Brasilien studierte

 

 

 

 

Pflanze 8 - 15 cm groß
Blätter zur Blütezeit vorhanden

 

Blüte violett, mit weißem oder hellgelbem Schlund, 
Perigonblätter fein geadert, 30 mm lang, 11 mm breit, +/- gleich

 

Griffel orange, 10 - 25- ästig, Griffeläste ca. so lang wie die Antheren
Griffel mit 2 - 3 Hierarchieebenen

 

Antheren gelb oder orange, pfeilförmig, 9 - 16 mm lang, 
Filamente 6 - 10 mm lang, hellgelb, kahl

 

Perigonröhre weiß, violett oder grau, im oberen Teil dunkler
von der grünlichen, membranösen Braktee umgeben, Brakteole fehlend oder sehr klein

 

Zwiebel mit 4 - 8 Blättern, Blätter 2 - 3 mm breit, kahl, oberseits mit weißem Mittelstreifen
laterale Kanäle unterseits nicht gerippt

 

Knolle 15 - 18 mm lang, bildet manchmal Stolonen, 
Knollenhülle im unteren Teil parallelfaserig, oben +/- mit Queradern, Fasern dünn


Photo und copyright Tony Goode

 

 

2       Verbreitung: Spanien, Portugal, Griffeläste länger als die Antheren

Verbreitung: Algarve, Cadiz, Huelva, 
auf sandigen Böden (Pinienwälder, Küstenphrygana)
Knollenhülle grob netzfaserig
> 3


Photo und copyright Tony Goode

Verbreitung: Portugal (Estremadura, Tras-os-Montes), Spanien (Leon)

Knollenhülle parallelfaserig oder fein netzfaserig
> 4


Photo und copyright Tony Goode

 

3        Knollenhülle grob netzfaserig, mit dicken Fasern


Crocus serotinus Salisb.
(Spätblühender Krokus)

'
Photo und copyright Thomas Muer

IX - X, Pinienwälder, sandige Küstenphrygana (0 - 1900 m)
            Puerto del Bujeo, Cadiz (Thomas Muer 13.10.2001)
            Coto Donana, Huelva

Synonyme:
Spanischer Herbstkrokus
Crocus autumnalis Mill.,Crocus colchiciflorus Reut.

English name:
Late Crocus

Nome espagnol:
Azafrán de Otoño

Weltweite Verbreitung:
Portugal (Algarve), 
Spain (Cadiz, Huelva)

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- serotinus: spätblühend

 

 

Pflanze 8 - 15 cm groß


Photo und copyright Miguel Porto

Blätter zur Blütezeit vorhanden


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Blüte violett, mit weißem oder hellgelbem Schlund, 
Perigonblätter fein geadert, 25 - 38 mm lang, 8 - 13 mm breit, +/- gleich


Photo und copyright Jesús Vílchez

Griffel orange, vielästig, länger als die Antheren


Photo und copyright Jesús Vílchez

Antheren gelb, 8 - 15 mm lang, Filamente 5 - 8 mm lang, hellgelb, kahl


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Perigonröhre weiß, violett oder grau, im oberen Teil dunkler
von der grünlichen, membranösen Braktee umgeben, Brakteole fehlend oder sehr klein


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Blätter bis 2 mm breit, kahl, oberseits mit weißem Mittelstreifen
laterale Kanäle unterseits nicht gerippt


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Knollenhülle grob netzfaserig, mit dicken Fasern


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

 

 

4      Knollenhülle fein netzfaserig oder parallelfaserig, Fasern dünn

Verbreitung: Portugal (Estremadura), Spanien
Griffel mit 2 - 3 Hierarchieebenen
> 5
Verbreitung Portugal (Tras-os-Montes), Kastilien
Griffel mit 3 - 4 Hierarchieebenen
> 6

 

5     Verbreitung: Portugal (Estremadura), Griffel mit 2 - 3 Hierarchieebenen


Crocus clusii J. Gay
(
Clusius' Krokus)

 

X - XII, Korkeichenwälder
              Serra de Sintra, Estremadura, Portugal

Synonyme:
Crocus serotinus subsp. clusii (J.Gay) B.Mathew (Name in der Flora Iberica)

English name:
Clusius's Crocus

Weltweite Verbreitung:
Portugal (Estremadura),
Spain (Cadiz, Avila, Leon, Madrid, Huesca, Palencia, Zamora, Asturien, Kantabrien)

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- clusii: benannt nach dem niederländischen Botaniker Charles de L'Ecluse (lat. Carolus Clusius), der von 1525 - 1609 lebte

Nach der Publikation  in der Publikation 
"Crocus cobbii Kerndorff , Pasche & Harpke species nova (Liliiflorae, Iridaceae) and its relatives"
kommt Crocus clusii nur in der Estremadura (Portugal) vor. In der Flora Iberica und bei Ruksans dagegen werden auch Vorkommen in Spanien gelistet.

 

 

Pflanze 8 - 15 cm groß
Blätter zur Blütezeit vorhanden

 

Blüte violett, mit weißem oder hellgelbem Schlund, 
Perigonblätter fein geadert, ca. 33 mm lang, 11 mm breit, +/- gleich

 

Griffel orange, vielästig, länger als die Antheren
Griffel mit 2 - 3 Hierarchieebenen

 

Antheren gelb oder orange, pfeilförmig, , 9 - 16 mm lang, 
Filamente 6 - 10 mm lang, hellgelb, kahl

 

Perigonröhre violett, im oberen Teil dunkler
von der grünlichen, membranösen Braktee umgeben, Brakteole fehlend oder sehr klein

 

Knolle mit 3 - 7 Blättern, Blätter 1 - 2 mm breit, kahl, oberseits mit weißem Mittelstreifen
laterale Kanäle unterseits nicht gerippt

 

Knollen 15 - 18 mm im Durchmesser, 
Knollenhülle im unteren Teil parallelfaserig, im oberen fein netzfaserig, Fasern dünn

 

 

 

6      Verbreitung Portugal (Tras-os-Montes), Kastilien, Griffel mit 3 - 4 Hierarchieebenen


Crocus cobbii Kerndorff, Pasche & Harpke
(Cobbs Krokus)


Photo und copyright 

X - XII, Wiesen, Wälder (auf humushaltigen Böden)
              Montalegre, Tras-os-Montes, Portugal

Synonyme:
Keine

English name:
Cobb's Crocus

Weltweite Verbreitung:
Portugal (Tras-os-Montes), 
Spain (Leon)

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- cobbii: benannt nach Ray Cobb (1922 - 2023), englischer Krokus- Spezialist

Crocus cobbii ist momentan nur von 2 Fundorten bekannt: Montalegre (Portugal) und Seoane (Kastilien)

 

 

Pflanze 8 - 15 cm groß
Blätter zur Blütezeit vorhanden

 

Blüte violett, mit weißem oder hellgelbem Schlund, 
Perigonblätter fein geadert, ca. 37 mm lang, 11 mm breit, +/- gleich

 

Griffel orange, 20 - 40- ästig, mit 3 - 4 Hierarchieebenen, länger als die Antheren,
Äste der 1. Ebene sind am längsten

 

Antheren gelb oder orange, 9 - 20 mm lang, Filamente 6 - 12 mm lang, hellgelb, kahl

 

Perigonröhre weiß, violett oder grau, im oberen Teil dunkler
von der grünlichen, membranösen Braktee umgeben, Brakteole fehlend oder sehr klein

 

Knolle mit 3 - 6 Blätter, Blätter 2 - 3 mm breit, kahl, oberseits mit weißem Mittelstreifen
laterale Kanäle unterseits nicht gerippt

 

Cataphylls weiß oder grün, Prophyll vorhanden
Knollen 15 - 20 mm im Durchmesser, Knollenhülle meist nur mit parallelen Fasern