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Crocus - Frühjahrsblüher, Blüten überwiegend weiß, Schlund weiß oder violett, Narbe mit 3 Ästen

Griffel kürzer als die Staubblätter
> 1


Photo und copyright Walter Obermayer

Griffel länger als die Staubblätter
> 2

 

1         Griffel kürzer als die Staubblätter


Crocus vernus
(L.) Hill
(Frühlings- Krokus
)


Photo und copyright Andrea Moro

IV - VI, Bergwiesen (700 - 2400 m)
              Saint Pierre de Chartreuse, Isère (Benoit Bock, Juni 2013)
              Graz, Schöckl, Österreich (Walter Obermayer März 2019)

Synonyme:
Frühlings- Safran,
Crocus albiflorus Kit., Crocus vernus subsp. albiflorus (Kit.) Ces.

English name:
Spring Crocus, White Crocus, White Saffron

Nom francais:
Crocus à fleurs blanches

Nome italiano: 
Zafferano selvatico

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Bayer. Alpen, selten Alpenvorland, sehr selten BW

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: gefährdet, 
Bayern: stark gefährdet, Baden-Württemberg: vom Aussterben bedroht

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland,
Spain (Gerona, Lleida, Huesca, Leon, Palencia, Kantabrien),
France (widespread), Italy (widespread)
Slovenia, Croatia,
?Bosnia & Hercegovina, Albania
Liechtenstein, Czech Republic, Slovakia, Hungary

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- vernus: Frühling

Einzige Krokusart, die in Deutschland heimisch ist!


 

 

 

 

Pflanze 5 - 10 cm groß


Photo und copyright Walter Obermayer

Blüten weiß, hellviolett oder 2-farbig


Photo und copyright Walter Obermayer

Perigonzipfel 25 - 30 mm lang, 10 - 12 mm breit,
vorne spitz oder abgerundet, innere und äußere Perigonzipfel +/- gleich groß


Photo und copyright Ernst Horak

Griffel kürzer als die Staubblätter


Photo und copyright Walter Obermayer

Schlund weiß, seltener auch hellviolett, behaart, Griffel mit 3 kurzen, vorne fransigen Ästen,
Filamente weiß, kahl, Staubbeutel 8 - 12 mm lang, ca. so lang wie die Filamente


Photo und copyright Walter Obermayer

Perigonröhre weiß oder violett oder im unteren Teil weiß, im oberen Teil violett, 
von 1 Hüllblatt (= Braktee) umgeben, welches manchmal länger als die Perigonröhre ist, Brakteole fehlend


Photo und copyright Walter Obermayer

Zwiebel mit 1 - 2 Blüten und 2 - 4 Blättern
4 Cataphylls, die im oberen Teil grün gestreift sind


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blätter 3 - 6 mm breit, weißer Mittelstreifen ca. 1/3 der Blattbreite


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blatter unterseits mit kantiger, breiter Mittelader


Photo und copyright Walter Obermayer

Prophyll vorhanden
Zwiebel mit +/- parallelen Fasern, ohne Ring am Grund


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

 

 

2        Griffel länger als die Staubblätter

Aus einer Zwiebel entspringt meist nur 1 Blüte, Knollenhülle am Grund in Ringe gespalten
Staubbeutel parallelrandig
> 3

   

Aus einer Zwiebel entspringen meist 2 Blüten, Knollenhülle am Rand ohne Ringe
Staubbeutel pfeilförmig
> 4

 
Photo und copyright Thomas Giannakis

 

3      Staubbeutel parallelrandig

 
Crocus chrysanthus 'Ladykiller' (Herb.) Herb 
(Kleiner Krokus 'Ladykiller')


'Ladykiller'

III - IV, Gärten, Parks, Gebüsche, Wälder (0 - 2200 m)
              Günzburg, Feuerbachstr., cult. (09.03.2012)

Synonyme:
Balkan- Krokus
Crocus annulatus Herb.

English name:
Snow Crocus

Verbreitung in Deutschland:
In BY, HE, NI, NW und SN lokal verwildert

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Serbia, Kosovo, North Macedonia, Albania; Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, N- Aegean Isl.),
Romania;
Bulgaria; Turkey; Russia

Eingebürgert in:
*Germany,
*England

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- chrysanthus: goldblütig

Die Wildform von Crocus chrysanthus hat gelbe Perigonblätter und kommt auf dem Balkan und in Griechenland vor. Es sind jedoch Hybride mit weißen Blüten und weißem Schlund im Handel z.B.
-
'Ladykiller': 


 

 

 

 

 

Pflanze 4 - 10 cm hoch
mit 4 - 8 Blättern

Blüten innen weiß mit weißem Schlund
Staubbeutel nicht pfeilförmig,
Narbe mit 3 Ästen

Äußere Perigonblätter mit kräftiger violetter Zeichnung

  

Perigonröhre mit 2 Hüllblättern (Braktee und Brakteole),
Brakteole zungenförmig, schmaler als die Braktee, deutlich länger als die Niederblätter
Blätter 2,5 - 3 mm breit, mit weißem Streifen, +/- gewimpert

Knollenhülle häutig, in ganzrandige oder gezähnte Ringe gespalten

 

 

4      Staubbeutel pfeilförmig

Verbreitung: Italien (Friaul), Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien
seitliche Kanäle links und rechts des Blattkiels mit 2 Rippen
Äußere Perigonblätter meist weiß
5


Photo und copyright Andrea Moro

Verbreitung im Gebiet: Mazedonien, Nordgriechenland
seitliche Kanäle links und rechts des Blattkiels ohne Rippen
Äußere Perigonblätter außen violett
> 6


Photo und copyright Thomas Giannakis

 

5      Blüten weiß, am Grund zuweilen blau überlaufen


Crocus weldenii Hoppe & Fürnr.
(Weldens Krokus)


Photo und copyright Andrea Moro

II - III, Trockenrasen, steiniges Brachland (100 - 750 m)
             Basovizza, Friaul (Andrea Moro 08.03.2020)

Synonyme:
Crocus biflorus subsp. weldenii (Hoppe & Fürnr.) B.Mathew,
Crocus pallidus Kitan. & Drenk.

English name:
Welden's Crocus

Nome italiano: 
Zafferano di von Welden

Verbreitung in Deutschland:
In BY und TH lokal verwildert, meist auf oder nahe Friedhöfen

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Italy (Friaul), 
Slovenia;
Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo;
Albania

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- weldenii: benannt nach Franz Ludwig von Welden (1782 - 1853), geb. in Laupheim (Baden- Württemberg), später österreichischer Oberkommandierender der Armee

 

 

 

Pflanze 5 - 10 cm groß
mit 4 - 6 Blättern, Blätter zur Blütezeit kürzer als die Blüten


Photo und copyright Andrea Moro

Perigonblätter weiß, die äußeren manchmal mit violetter Zeichnung


Photo und copyright Andrea Moro

Blüten mit weißem oder grauem Schlund


Photo und copyright Andrea Moro

Narbe länger als die Staubblätter, mit 3 Ästen, Staubbeutel gelb, +/- pfeilförmig, 5 - 12 mm lang, Filamente weiß oder cremefarben, 2 - 5 mm lang, Schlund kahl


Photo und copyright Andrea Moro

Perigonröhre mit 2 Hüllblättern (Braktee und Brakteole),
Brakteole kaum kleiner als die Braktee


Photo und copyright Andrea Moro

Blätter 2,5 mm breit, oberseits mit weißem Streifen, 
seitliche Kanäle links und rechts des Kiels mit 2 Rippen


Photo und copyright Andrea Moro

Knollenhülle häutig, +/- glatt, ohne Ringe, unten fein fransig
Nacken der Hülle mit kräftigen Fasern


Photo und copyright Andrea Moro

 

 

6     Blüten innen weiß, außen dunkelviolett


Crocus alexandri Nicic ex Velen.
(Alexanders Krokus
)


Photo und copyright Thomas Giannakis

II - IV, Bergwiesen, steinige Hänge (900 - 1000 m)
             Mt. Falakro, Nordgriechenland (Thomas Giannakis 11.03.2023)

Synonyme:
Crocus biflorus subsp. alexandri (Nicic ex Velen.) B.Mathew

English name:
Alexander's Crocus

Weltweite Verbreitung:
Macedonia, Greece (N- East: nur Mt. Falakro)
Bulgaria

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- alexandri: benannt nach Alexander der Große (356 v. Chr. - 323 v.Chr.), makedonischer König und Feldherr

 

 

Pflanze 5 - 10 cm groß
mit 3 - 5 Blättern, Blätter zur Blütezeit meist kürzer als die Blüten,
Perigonblätter weiß, die äußeren mit violetter Zeichnung


Photo und copyright Thomas Giannakis

Narbe orange, länger als die Staubblätter, mit 3 Ästen, Staubbeutel gelb, +/- pfeilförmig, 8 - 14 mm lang, Filamente weiß, 3 - 7 mm lang, Schlund kahl, weiß oder grau


Photo und copyright Tony Goode

Perigonröhre grau, mit 2 Hüllblättern (Braktee und Brakteole),
Brakteole kaum kleiner als die Braktee

  
Photo und copyright Tony Goode

Blätter 2 mm breit, oberseits mit weißem Streifen, bewimpert
seitliche Kanäle links und rechts des Kiels ohne Rippen

 

Knollenhülle häutig, +/- glatt, mit gezähnten Ringen