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Crocus - Frühjahrsblüher, Perigon +/- violett, ohne dunkle Streifen, Griffel orange, Schlund gelb, Blätter 3 - 6 mm breit

Verbreitung: Serbien, Nordmazedonien
Perigonzipfel am Grund mit braunem Fleck
> 1


Photo und copyright Steve Garvie


Knollenhülle fein netzfaserig
Perigonzipfel am Grund gelb oder grau, ohne braunen Fleck
> 2


Photo und copyright Sotiria Giannakopoulou

 

1        Perigonzipfel am Grund mit braunem Fleck


Crocus rujanensis Randjel. & D.A.Hill
(Mt. Rujan Krokus)


Photo und copyright Steve Garvie

III - IV, Steinige Hänge, Wiesen, Wälder (350 - 750 m)
              Rujan Planina, Serbien

Synonyme:
Keine

English name:
Mt. Rujan Crocus

Weltweite Verbreitung:
Serbia, N- Macedonia

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- rujanensis: benannt nach dem Mt. Rujan (Rujan Planina), ein Berg in Südserbien, in der Nähe der Stadt Bujanovac

 

 

 

Pflanze 5 - 10 cm hoch
entwickeln zur Blütezeit 3 - 5 Blätter, die die Perigonzipfel erreichen können


Photo und copyright Steve Garvie

Perigonblätter 25 - 35 mm lang, 13 - 15 mm breit, innen hellviolett, ohne deutliche Adern,
Schlund gelb, kahl


Photo und copyright Steve Garvie

Antheren gelb, 10 - 16 mm lang, Filamente gelb, kahl, 6 - 10 mm lang, 
Griffel orange, mit drei 4 - 7 mm langen Ästen, die vorne erweitert und gefranst sind,
meist deutlich länger als die Antheren


Photo und copyright Steve Garvie

Äußere und innere Perigonblätter außen hellblauviolett, 
am Grund mit einem braunem Fleck


Photo und copyright Steve Garvie

Perigonröhre im unteren Teil weiß, im oberen graulila, von 2 +/- gleichen Hochblättern umgeben, mit 3 weißlichen Cataphylls, Prophyll fehlend

 

Blätter 2 - 3 mm breit, oberseits mit weißem Mittelstreifen,
laterale Kanäle unterseits abgerundet und nach innen gebogen, ohne Rippen

 

Knolle bis 30 mm im Durchmesser, Knollenhülle grob netzfaserig, ohne Basalringe, 
Nacken 2 - 3 mm lang, borstig

 

 

 

2         Perigonzipfel am Grund gelb oder grau, ohne braunen Fleck

Verbreitung: Kroatien, Herzegowina, Montenegro, Albanien
Knollenhülle grob netzfaserig
> 3

 

Verbreitung: Mazedonien, Albanien, Griechenland
Knollenhülle fein netzfaserig
> 4

 

3      Verbreitung: Kroatien, Herzegowina, Montenegro, Albanien, Knollenhülle grob netzfaserig


Crocus dalmaticus Vis.
(Dalmatischer Krokus)

Photo und copyright Milenco Tomic

II - IV, Steinige Hänge, Wiesen (300 - 2000 m)
             Prenj, Herzegowina, 1150 m ü.M. (Milenco Tomic 19.02.2025)

Synonyme:
Crocus reticulatus var. dalmaticus (Vis.) Herb.

English name:
Dalmatian Crocus

Weltweite Verbreitung:
Croatia, Montenegro, Hercegovina, Albania

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- dalmaticus: aus Dalmatien (= Küstenstreifen an der kroatischen Adria, der von Zadar im Norden bis Dubrovnik im Süden reicht)

 

 

 

Pflanze 5 - 10 cm hoch
zur Blütezeit mit 3 - 5 Blätter, die die Perigonzipfel nicht erreichen

 

Perigonblätter 15 - 35 mm lang, 10 - 15 mm breit, 
Schlund gelb, spärlich behaart, darüber kein weißer Streifen, im oberen Teil hellviolett


Photo und copyright Milenco Tomic

Antheren gelb, 9 - 13 mm lang, Filamente weiß oder hellgelb, kahl, 4 - 7 mm lang, 
Griffel orange, mit 3 kurzen Ästen, die vorne etwas erweitert und gefranst sind, etwas länger als die Antheren

Äußere Perigonblätter außen silbrig- hellblau, heller als die inneren Perigonblätter

Perigonröhre im unteren Teil weiß, im oberen graulila, von 2 +/- gleichen Hochblättern umgeben, mit 3 weißlichen Cataphylls, Prophyll fehlend

Photo und copyright Milenco Tomic

Blätter 3 - 4 mm breit, oberseits mit weißem Mittelstreifen,
laterale Kanäle unterseits abgerundet, ohne Rippen

 

Knolle 8 - 16 mm im Durchmesser, Knollenhülle grob netzfaserig, ohne Basalringe, 
Nacken bis 8 mm lang, borstig

 

 

 

4      Verbreitung: Mazedonien, Albanien, Griechenland, Knollenhülle fein netzfaserig


Crocus nivalis Bory & Chaub.
(Schnee- Krokus)


Photo und copyright Sotiria Giannakopoulou

II - IV, Gebüsche, Parks, Gärten
             Günzburg, Feuerbachstr., cult. (09.03.2012)
            
Mt. Parnitha, Sterea Ellas (Sotiria Giannakopoulou 25.01.2015)

Synonyme:
Crocus sieberi ssp. sublimis (Herb.) Ruksans, Crocus sublimis Herb.,
Crocus sieberi subsp. nivalis (Bory & Chaub.) B.Mathew, 
Crocus atticus
(Boiss. & Orph.) Orph., Crocus atticus ssp. sublimis (Herb.) Rukšans

English name:
Three-coloured Crocus, Attic Crocus

Verbreitung in Deutschland:
In BY lokal verwildert.

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
N-Macedonia, Albania
Greece
(Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., E-Aegean Isl., Kiklades)
Bulgaria

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- nivalis: Schnee

- Wird im Gartenhandel als Crocus sieberi ssp. sublimis ‚Tricolor´ angeboten.
Diese Pflanzen weisen zwischen dem gelben Schlund und dem violetten Teil der Perigonzipfel einen deutlichen weißen Streifen auf, der bei den Wildpflanzen nicht oder nur angedeutet vorhanden ist:


Crocus sieberi ssp. sublimis ‚Tricolor´

Die Perigonröhre dieser Sorte ist braunrot


Photo und copyright Michael Hassler

- Wildpflanzen kommen in Griechenland aus Bergwiesen in Höhenlagen zwischen 1100 und 2800 m vor.
- nach Ruksans kommt Crocus nivalis nur auf der Peloponnes vor, während die Art nach Strids "Atlas Hellenic Flora" in vielen Teilen Griechenland verbreitet ist

 

 

Pflanze 5 - 10 cm hoch
mit 3 - 6 Blättern, die die Blüten am Ende der Blütezeit überragen

Perigonblätter bis 35 mm lang, 15 mm breit,
Schlund dottergelb, kahl oder behaart, im oberen Teil violett


Photo und copyright Sotiria Giannakopoulou

Antheren gelb, pfeilförmig, 9 - 15 mm lang, Filamente gelb oder weißlich, 5 - 8 mm lang, kahl, Griffel orange etwas länger als die Antheren, mit 3  kurzen Ästen, die vorne erweitert und gefranst sind

Perigon außen im unteren Teil gelb, darüber ein weißer Streifen, im oberen Teil violett

Perigonröhre im oberen Teil grau oder grünlich, seltener auch braunrot


Photo und copyright Sotiria Giannakopoulou

Perigonröhre von 2 +/- gleichen Hochblättern umgeben, 
3 - 5 Cataphylls, Prophyll fehlend


Photo und copyright Sotiria Giannakopoulou

Blätter 3 - 6 mm breit, oberseits mit weißem Mittelstreifen,
laterale Kanäle unterseits ohne Rippen

Knolle kugelig, Knollenhülle fein netzfaserig, Nacken fehlend oder sehr kurz