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Crocus - Frühjahrsblüher, Blüten weiß oder blauviolett, mit dunklen Streifen, Griffel orange, Staubblätter schwarz
- Verbreitung: Rhodos, Symi, Karpatos, Ikaria, Samos, Lesbos -

Die folgenden Arten werden in Strids "Atlas Hellenic Flora" Band 2 S. 859 (2024) als Synonyme von Crocus biflorus ssp. nubigena angesehen.
Der Schlüssel ist entnommen aus "World of Crocuses" (2017) von Janis
Ruksans.

Endemit in Rhodos und Symi
Laterale Kanäle der Blätter unterseits ohne Rippen
> 1
Verbreitung: Karpathos, Ikaria, Chios, Lesos, Samos, Türkei
Laterale Kanäle der Blätter unterseits mit Rippen
> 2

 

1      Endemit in Rhodos und Symi, Laterale Kanäle der Blätter unterseits ohne Rippen


Crocus rhodensis Ruksans
(Rhodischer Krokus)


Photo und copyright Eleftherios Katsillis

II - IV, Bergwiesen, steinige Hänge (400 - 2300 m)
             Profitis Ilias, Rhodos, 610 m ü.M. (
Eleftherios Katsillis 29.01.2025)
             Profitis Ilias, Rhodos (Vasso Galata 27.12.2022)

Synonyme:
Keine

English name:
Rhodian Crocus

Weltweite Verbreitung:
Rhodos, Symi

2n = 20

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- rhodensis: aus Rhodos

 


 

Pflanze 8 - 15 cm hoch
zur Blütezeit mit 3 - 4 Blättern, die mehrfach länger als die Blüten sind


Photo und copyright Eleftherios Katsillis

Perigonblätter 19 - 28 mm lang, lanzettlich, innen weiß oder hellviolett, 
untereinander +/- gleich,
Schlund gelb,


Photo und copyright Eleftherios Katsillis

Perigonblätter außen mit 3 schwarzvioletten Streifen, die die Spitze des Perigonblattes erreichen


Photo und copyright Vasso Galata

Antheren 9 - 10 mm lang gelb, schwarz berandet oder im oberen Teil schwarz


Photo und copyright Eleftherios Katsillis

Filamente  hellgelb, 4 - 5 mm lang
Griffel gelb oder orange, ca. so lang wie die Antheren, in 3 Äste geteilt


Photo und copyright Vasso Galata

Perigonröhre weißlich oder violett, nach oben dunkler werdend, von 2 +/- gleichen Hüllblättern umgeben, 3 Cataphylls, Prophyll fehlend


Photo und copyright Vasso Galata

Blätter weniger als 1 mm breit, oberseits mit schmalem Mittelstreifen, 
laterale Kanäle unterseits ohne Rippen

 

Knolle 10 - 17 mm im Durchmesser, Knollenhülle hart, lederig, mit basalen Ringen, welche wenige kleine Zähne aufweisen, Nacken 4 - 5 mm lang

 

 

 

2        Verbreitung: Karpathos, Ikaria, Chios, Lesos, Samos, Türkei, Laterale Kanäle der Blätter unterseits mit Rippen

Endemit in Karpathos
Schlund im unteren Teil gelb
untere Basalringe der Knollen mit Zähnen
> 3

 

Endemit in Ikaria
Schlund im unteren Teil gelb
untere Basalringe der Knollen ohne Zähne
> 4


Photo und copyright Jānis Rukšāns

Endemit in Chios, Lesbos
Schlund im unteren Teil schwarz
Basalringe der Knollen mit +/- gleichen Zähnen
> 5

 

Endemit in Samos
Schlund im unteren Teil schwarz
Basalringe der Knollen mit ungleichen Zähnen
> 6


Photo und copyright Jānis Rukšāns

 

3        Endemit in Karpathos, Schlund gelb, untere Basalringe der Knollen mit Zähnen


Crocus ruksanii Zubov
(Ruksans Krokus)


Photo und copyright 

II - IV, Bergwiesen, steinige Hänge (1100 - 1250 m)
             Kali Limni, Karpathos, 1120 m ü.M. (Dimitri Zubov 15.02.2016)

Synonyme:
Keine

English name:
Ruksan's Crocus

Weltweite Verbreitung:
Karpathos

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- ruksanii: benannt nach Jānis Rukšāns (*1946), lettischer Botaniker, Verfasser des Buches "World of Crocuses" (2017)

Crocus ruksanii wird beschrieben in der Publikation "NEW CROCUS SPECIES FROM THE SOUTH-EASTERN AEGEAN, KARPATHOS, ISLAND, GREECE" von Dimitri Zubov (2017) in International Rock Gardener 90, Juni 2017


 

Pflanze 8 - 15 cm hoch
zur Blütezeit mit 4 Blättern, die länger als die Blüten sind

 

Perigonblätter 18 - 30 mm lang, 5 - 10 mm breit, lanzettlich, innen weiß oder hellviolett, 
untereinander +/- gleich, Schlund gelb, im unteren Teil nicht dunkelviolett

 

Perigonblätter außen weißlich oder hellblau, mit 3 schwarzvioletten Streifen

 

Antheren 9 - 11 mm lang, gelb, mit schwarzen oder garuen Konnektiven, Filamente 5 - 9 mm lang, gelb, Griffel gelb oder orange, ca. so lang wie die Antheren, in drei 4 - 6 mm lange Äste geteilt, die vorne kaum erweitert und schwach aufgesplittet

 

Perigonröhre weißlich oder violett, gestreift, von 2 Hüllblättern umgeben, Brakteole schmaler als die Braktee, mit 3 - 4 grünlich Cataphylls, Prophyll fehlend

 

Blätter 1 mm breit, oberseits mit schmalem Mittelstreifen, 
laterale Kanäle unterseits mit Rippen

 

Knolle 10 mm im Durchmesser, Knollenhülle hart, lederig, mit basalen Ringen, 
untere Basalringe ohne Zähne, Nacken 3 mm lang

 

 

4      Endemit in Ikaria, Schlund im unteren Teil gelb, untere Basalringe der Knollen ohne Zähne


Crocus harveyi Ruksans
(Harveys Krokus)


Photo und copyright Stefan Hertel

II - IV, Bergwiesen, steinige Hänge (400 - 650 m)
             Plagia Pass, Ikaria, 540 m ü.M. (Janis Ruksans 07.03.2016)

Synonyme:
Keine

English name:
Harvey's Crocus

Weltweite Verbreitung:
Greece (Ikaria)

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- harveyi: benannt nach Marcus Harvey (1952 - 2016), aus Tasmanien stammenden Botaniker, der die Pflanze zuerst in Ikaria entdeckt hat. Freund von Janis Ruksans.

Crocus harveyi wird beschrieben in der Publikation TWO NEW CROCUS SPECIES ALLIED TO Crocus nubigena FROM THE EASTERN AEGEAN Islands" von Janis Ruksans (2017) in International Rock Gardener 90, Juni 2017

 

Pflanze 8 - 15 cm hoch
zur Blütezeit mit 3 - 4 Blättern, die so lang oder länger als die Blüten sind


Photo und copyright Stefan Hertel

Perigonblätter 20 - 25 mm lang, 7 - 9 mm breit, lanzettlich, innen weiß oder hellviolett, 
untereinander +/- gleich, Schlund gelb, im unteren Teil nicht dunkelviolett


Photo und copyright Stefan Hertel

Äußere Perigonblätter außen weißlich oder hellblau, mit schwarzvioletten Streifen


Photo und copyright Stefan Hertel

Antheren 9 - 10 mm lang,  schwarz, Konnektiv schwarz, Filamente 5 - 8 mm lang, gelborange
Griffel orange, kürzer oder länger als die Antheren, in 3 - 8 Äste geteilt, die vorne +/- erweitert und fransig sind


Photo und copyright Stefan Hertel

Perigonröhre weißlich, gestreift, von 2 Hüllblättern umgeben, Brakteole schmaler als die Braktee, mit 3 grünlichen Cataphylls, Prophyll fehlend

 

Blätter 1,5 - 2 mm breit, oberseits mit schmalem Mittelstreifen, 
laterale Kanäle unterseits mit Rippen


Photo und copyright Stefan Hertel

Knolle 10 - 12 mm im Durchmesser, Knollenhülle hart, lederig, mit basalen Ringen, Basalringe ohne oder mit sehr kleinen Zähnen, Nacken 6 - 10 mm lang


Photo und copyright Jānis Rukšāns

 

 

5      Endemit in Chios, Lesbos, Schlund im unteren Teil schwarz, Basalringe der Knollen mit +/- gleichen Zähnen


Crocus nubigena Herb.
(Wolkenkind- Krokus)


Photo und copyright Savvas Zafeiriou

II - IV, Bergwiesen, steinige Hänge (650 - 1850 m)
             Mt. Olympos, Lesbos, ca. 700 m ü.M. (
Savvas Zafeiriou 26.01.2025)

Synonyme:
Crocus biflorus subsp. nubigena (Herb.) B.Mathew (Name bei VPG)

English name:
Cloud- born Crocus

Weltweite Verbreitung:
Greece (Lesbos),
Turkey

2n = 12

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- nubigena: lat. in den Wolken geboren (bezugnehmend auf die höheren Berglagen, in denen die Pflanze vorkommt


 

Pflanze 8 - 15 cm hoch
zur Blütezeit mit 4 - 5 Blättern, die länger als die Blüten sind

 

Perigonblätter 21 - 33 mm lang, 9 - 11 mm breit, lanzettlich, innen weiß oder hellviolett, 
untereinander +/- gleich, Schlund im oberen Teil gelb, im unteren Teil dunkelviolett


Photo und copyright Savvas Zafeiriou

Perigonblätter außen weißlich oder hellblau, mit 3 schwarzvioletten Streifen

 

Antheren 9 - 11 mm lang,  schwarz, +/- parallelrandig, Filamente 9 - 11 mm lang, gelb
Griffel gelb oder orange, ca. so lang wie die Antheren, in drei 4 - 6 mm lange Äste geteilt, die vorne kaum erweitert und fast ganzrandig sind


Photo und copyright Savvas Zafeiriou

Perigonröhre weißlich oder violett, nach oben dunkler werdend, von 2 Hüllblättern umgeben, Brakteole schmaler als die Braktee, mit 3 - 4 grünlich Cataphylls, Prophyll fehlend

 

Blätter bis 1,5 mm breit, oberseits mit schmalem Mittelstreifen, 
laterale Kanäle unterseits mit Rippen


Photo und copyright Savvas Zafeiriou

Knolle 15 - 20 mm im Durchmesser, Knollenhülle hart, lederig, mit basalen Ringen, Basalringe mit +/- gleichen Zähnen, Nacken 3 - 5 mm lang

 

 

 

6       Endemit in Samos, Schlund im unteren Teil schwarz, Basalringe der Knollen mit ungleichen Zähnen


Crocus seisumsiana Ruksans
(Seisums' Krokus)


Photo und copyright Stefan Hertel

II - IV, Bergwiesen, steinige Hänge (450 - 1100 m)
             Mt. Karvounis, Samos, 900 m ü.M. (Janis Ruksans 07.03.2017)

Synonyme:
Keine

English name:
Seisums's Crocus

Weltweite Verbreitung:
Greece (Samos)

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- seisumsiana: benannt nach Dr. Arnis Seisums (*1962), Botanischer Garten Lettland. Freund von Janis Ruksans.

Crocus seisumsiana wird beschrieben in der Publikation TWO NEW CROCUS SPECIES ALLIED TO Crocus nubigena FROM THE EASTERN AEGEAN Islands" von Janis Ruksans (2017) in International Rock Gardener 90, Juni 2017

 

Pflanze 8 - 15 cm hoch
zur Blütezeit mit 3 - 7 Blättern, die ca. so lang wie die Blüten sind


Photo und copyright Stefan Hertel

Perigonblätter 17 - 33 mm lang, 5 - 13 mm breit, lanzettlich, innen hellblau, 
untereinander +/- gleich, Schlund im oberen Teil gelb, im unteren Teil dunkelviolett (von oben manchmal sichtbar, besser zu sehen, wenn die Blüte geöffnet wird)


Photo und copyright Stefan Hertel

Perigonblätter außen hellblau, mit 3 - 5 schwarzvioletten Streifen, selten verlaufen die Streifen ineinander, so dass ein dunkler Fleck entsteht

 

Antheren 8 - 9 mm lang, gelb, Konnektive schwarz, basal mit 2 ca. 2mm langen Lappen, Filamente 5 - 6 mm lang, orangegelb, Griffel gelb oder orange, etwas länger als die Antheren, in drei 6 - 7 mm lange Äste geteilt, die vorne erweitert und +/- gefranst


Photo und copyright Stefan Hertel

Perigonröhre weißlich oder violett, meist gestreift, von 2 Hüllblättern umgeben, Brakteole schmaler als die Braktee, mit 3 - 4 grünlich Cataphylls, Prophyll fehlend

 

Blätter 1,5 - 2,5 mm breit, oberseits mit schmalem Mittelstreifen, 
laterale Kanäle unterseits mit Rippen


Photo und copyright Stefan Hertel

Knolle 10 - 15 mm im Durchmesser, Knollenhülle hart, lederig, mit basalen Ringen, Basalringe mit ungleichen Zähnen, Nacken 4 - 5 mm lang


Photo und copyright Jānis Rukšāns