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Hesperis - Blüten weiß

Verbreitung: Balkan, Griechenland
Stängel und Blätter dicht drüsig behaart
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Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов


Stängel und Blätter behaart, aber ohne Drüsenhaare
2


Photo und copyright Jozef Limanek

 

1      Stängelblätter dicht drüsig behaart


Hesperis dinarica G. Beck
(Dinarische Nachtviole)


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

V- VIII, Wälder, Felsen, steinige Hänge, subalpine Wiesen (1500- 2500 m)
              
Rila-Gebirge, Bulgarien, ca. 2460 m ü.M. (Ivan Kostadinov September 2023)

Synonyme:
Hesperis degeniana Borbás, Hesperis australis F. Dvořák

English name:
Dinarian Dame's Rocket

Weltweite Verbreitung:
Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, 
Greece )S-Pindos, N-Pindos), 
Slovakia, Bulgaria

2n = 24

Etymologie:
- Hesperis: von griech hesperos = Abend (Blüten duften abends und in der Nacht, um nachtaktive Bestäuber anzulocken)
- Dame's: aus Damascus; Rocket: abgeleitet von Eruca
- dinarica: benannt nach dem Dinarischen Gebirge, welches sich von Nordost-Italien über Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro bis nach Albanien erstreckt

 

 

 

 

Pflanze aufrecht, 30 - 70 hoch
Blütenstand wenigblütig, anfangs dicht, später locker und verlängert


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter 6 Staubblätter 1 Griffel
Kronblätter weiß, 13 - 23 mm lang


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Kelchblätter 5 - 8 mm lang, ausgesackt, +/- drüsig und mit einigen langen Haaren behaart,
Blütenstiele aufrecht, 6 - 10 mm lang, meist länger als der Kelch


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Schoten aufrecht, 45 - 70 mm lang, 1 - 1,5 mm breit, +/- kahl
perlschnurartig, gerade oder gekrümmt


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Stängel und Blätter dicht drüsenhaarig
Stängelblätter 30 - 150 mm lang, 10 - 50 mm breit, eilanzettlich, gezähnt oder gekerbt, 
vorne, am Grund keilförmig oder gestutzt, sitzend oder halbstängelumfassend


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Untere Blätter gestielt, eilänglich, ganzrandig oder gezähnt, 
zur Blütezeit oft schon verwelkt


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

 

 

2        Stängel und Blätter behaart, aber ohne Drüsenhaare

Endemit in Südfrankreich
Stängelblätter halbstängelumfassend, buchtig gezähnt
> 3


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset


Stängelblätter kurz gestielt, mit 12 - 50 Paar kleinen Zähnchen
> 4


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

 

3      Endemit in Südfrankreich, Stängelblätter halbstängelumfassend, buchtig gezähnt


Hesperis inodora L.
(Geruchlose Nachtviole)


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

V- VII, Wälder, Gebüsche, Ruderalstellen (0 - 1200 m)
              
Tende, Alpes-Maritimes (Jean-Luc Tasset Juli 2005)

Synonyme:
Hesperis matronalis ssp. inodora (L.) P.Fourn. (Name bei Tela Botanica)

English name:
Odorless Dame's Rocket

Nom francais:
Julienne inodore

Weltweite Verbreitung:
France (Alpes-Maritimes)

Etymologie:
- Hesperis: von griech hesperos = Abend (Blüten duften abends und in der Nacht, um nachtaktive Bestäuber anzulocken)
- Dame's: aus Damascus; Rocket: abgeleitet von Eruca
- inodora: geruchlos

 

 

 

Pflanze aufrecht, 40 - 80 hoch

 

Blütenstand mit mehreren traubigen Teilblütenständen, 
anfangs dicht, später locker und verlängert, Blütenstiele länger als der Kelch

 

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter weiß, ca. 20 mm lang

 

Kelchblätter mit langen, drüsenlosen Haaren, +/- ausgesackt
Kelchblattrand weiß


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Schoten aufrecht, 3 - 4 cm lang, 2 mm breit


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Stängel kurzhaarig
Stängelblätter halbstängelumfassend, buchtig gezähnt


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Untere Blätter bis 160 mm lang, 30 mm breit eiförmig, gezähnt

 

 

 

4      Stängelblätter kurz gestielt, mit 12 - 50 Paar kleinen Zähnchen


Hesperis matronalis L.
(Gewöhnliche Nachtviole)


Photo und copyright Jozef Limanek

V- VII, Wälder, Gebüsche, Ruderalstellen (0 - 1200 m)
              
Terchová, Slowakei, ca. 600 m ü.M. (Jozef Limanek 05.06.2026)
              Bethmale, Ariège, Frankreich (Jean- Luc Tasset Juli 2016)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Antoniana sylvestris Bubani

English name:
Common Dame's Rocket

Nom francais:
Julienne des dames

Nome italiano: 
Violaciocca antoniana

Verbreitung in Deutschland:
Stabil eingebürgerter Neophyt

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: unbeständig, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: R (sehr selten), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Spain, France (widespread), Italy (widespread), Sicily, 
Slovenia
,
Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia, Kosovo, Macedonia, Albania, 
Greece (N- Pindos, N- East) 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Turkey, Ukraine, Crimea, Russia

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria, *Switzerland,
*England, *Belgium, *Denmark, *Netherlands, *Norway, *Sweden, *Finland,*Iceland, 
*China, *Pakistan, *Chile, *Argentina, *Canada, *USA

Etymologie:
- Hesperis: von griech hesperos = Abend (Blüten duften abends und in der Nacht, um nachtaktive Bestäuber anzulocken)
- Dame's: aus Damascus; Rocket: abgeleitet von Eruca
- matronalis: abgeleitet von matrona = Frau (die Pflanze wurde von Frauen oft als Zierpflanze in Bauern- oder Klostergärten kultiviert)

Die Pflanze ist oft auch in Saatmischungen enthalten und verwildert leicht

In Spanien kommt wild wohl nur die ssp. candida vor, während die ssp matronalis in vielen spanischen  Provinzen eingebürgert ist

 

 

 

Pflanze aufrecht, 40 - 80 hoch


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blütenstand mit mehreren traubigen Teilblütenständen, 
anfangs dicht, später locker und verlängert, Blütenstiele länger als der Kelch


Photo und copyright Jozef Limanek

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter weiß, ca. 20 mm lang


Photo und copyright Jozef Limanek

Kelchblätter mit langen, drüsenlosen Haaren, +/- ausgesackt
Kelchblattrand weiß


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Schoten aufrecht, 3 - 4 cm lang, 2 mm breit

 

Stängel kurzhaarig
Stängelblätter kurz gestielt, spitz, am Rand gezähnt


Photo und copyright Jozef Limanek

Untere Blätter bis 160 mm lang, 30 mm breit eiförmig, gezähnt


Photo und copyright Jozef Limanek