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Unterarten von Iberis intermedia

Der Schlüssel richtet sich nach der Flora Gallica.
Die Unterarten unterscheiden sich morphologisch kaum, genetische Untersuchungen sind noch nicht durchgeführt worden.
Nach Einschätzung von Jean- Marc Tison gehört Iberis intermedia ssp. boppardensis zur ssp. violletii.

Blüten fast weiß
> 1

   
Photo und copyright Michael Hassler

Blüten rosa
> 4


Photo und copyright Christian Winter

 

1     Blüten fast weiß, Obere Stängelblätter breiter als 3 mm

Verbreitung: Boppard (Rheinland- Pfalz)
> 2
Verbreitung: Nordwestfrankreich (Seine-Maritime)
> 3

 

2     Verbreitung: Boppard (Rheinland- Pfalz)


Iberis intermedia ssp. boppardensis (Guers.)
(Bopparder Schleifenblume)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - IX, Weinberge, Felsschutt (ca. 200 m)
              Boppard, Bopparder Hamm, RP, ca. 200 m ü.M. (Günther Blaich 09.07.2018)
              Botanischer Garten Mainz (Günther Blaich 13.09.2018 fruchtend)

Synonyme:
Iberis boppardensis Jord.
Iberis linifolia ssp. boppardensis (Jord.) Korneck, 

English name:
Boppard Candytuft

Verbreitung in Deutschland:
Wenige kleine Vorkommen am Mittelrhein bei Boppard
"Bopparder Schleifenblume"

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland : 2 (stark gefährdet)
Rheinland- Pfalz:
2 (stark gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Germany

Die Sippe, die bei Boppard vorkommt besitzt einen länglich- traubigen Fruchtstand und müsste deswegen der Flora Gallica entsprechend als Iberis intermedia ssp. boppardensis (Jord.) Korneck angesprochen werden, da Iberis linifolia doldige Fruchtstände besitzt.

Bei Kew ist Iberis boppardensis Jord. ein Synonym für Iberis linifolia

Etymologie:
- Iberis: benannt nach Iberia, dem antiken Namen für Spanien (viele Arten dieser Gattung sind auf der Iberischen Halbinsel verbreitet)
- intermedia: mittlere (zwischen 2 Arten stehend)
- boppardensis: aus Boppard

 

 

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm groß
Blütenstand doldig


Photo und copyright Michael Hassler

Äußere Kronblätter hellviolett bis fast weiß


Photo und copyright Michael Hassler

Fruchtstand traubig, länger als breit, 


Photo und copyright Günther Blaich

Griffelbucht weit (100 - 110 °)


Photo und copyright Günther Blaich

Obere Stängelblätter lanzettlich, breiter als 3 mm, vorne +/- stumpf


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

3       Verbreitung: Nordwestfrankreich (Seine-Maritime)


Iberis intermedia ssp. intermedia (Guers.)
(Gewöhnliche Mittlere Schleifenblume)


Photo und copyright 

VI - IX, Steinige Hänge (100 - 200 m) 
              

Synonyme:
Iberis linifolia ssp. intermedia (Guers.) M. Kerguélen

English name:
Common Intermediate Candytuft

Nom francais:
Ibéris intermédiaire

Weltweite Verbreitung:
France (Departement Seine- Maritime)

Etymologie:
- Iberis: benannt nach Iberia, dem antiken Namen für Spanien (viele Arten dieser Gattung sind auf der Iberischen Halbinsel verbreitet)
- intermedia: mittlere (zwischen 2 Arten stehend)

 

 

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm groß
Blütenstand doldig

 

Äußere Kronblätter hellviolett bis fast weiß

 

Fruchtstand traubig, länger als breit, 

 

Griffelbucht weit (100 - 110 °)

 

Obere Stängelblätter lanzettlich, breiter als 3 mm, vorne +/- stumpf

 

 

 

4       Blüten rosa, obere Stängelblätter schmaler als 3 mm

Endemit des Departement Ain (Frankreich)
Pflanze 5 - 20 cm groß
> 5
Weit verbreitete Unterart
Pflanze 30 - 100 cm groß
> 6

 

5      Pflanze 5 - 20 cm groß


Iberis intermedia ssp. beugesiaca J.-M- Tison
(Bugey- Schleifenblume)


Photo und copyright 

IV - XI, Felsige Hänge (800 - 900 m)
              Nantua, Ain, Frankreich

Synonyme:
Keine

English name:
Buguy Candytuft

Nom francais:
Ibéris du Bugey

Weltweite Verbreitung:
France (Ain)

Etymologie:
- Iberis: benannt nach Iberia, dem antiken Namen für Spanien (viele Arten dieser Gattung sind auf der Iberischen Halbinsel verbreitet)
- intermedia: mittlere (zwischen 2 Arten stehend)
- beugesiaca: benannt nach der Region Bugey (Landschaft im Südosten des französischen Départements Ain)

 

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm groß

 

Äußere Kronblätter rosa

 

Fruchtstand kurz traubig, länger als breit

 

Fruchtstand locker traubig, Griffelbucht eng

 

Obere Stängelblätter lanzettlich, Blattränder nicht parallel

 

 

 

6     Pflanze 30 - 100 cm groß


Iberis intermedia ssp. violletii (Godr.) Valdes
(Viollet's Schleifenblume)


Photo und copyright Christian Winter

IV - XI, Kalkschutt, felsiger Hänge (100 - 1200 m)
             
Učka, Kroatien (Christian Winter 09.08.2011)
              Pagny la Blanche Côte, Meuse (Benoit Bock August 2005)

Synonyme:
Iberis linifolia ssp violletii (Soy.-Will. ex Godr.) Valdés (Name bei World Plants)
Iberis prostii Godr., Iberis contejeanii Billot, Iberis durandii Lorey & Duret,
Iberis divaricata Tausch

English name:
Viollet's Candytuft

Nom francais:
Ibéris de Violleti

Nome italiano:
Iberide a foglie strette

Weltweite Verbreitung:
Switzerland
Spain (Gerona, Teruel), 
France (widespread), Italy (nur Friaul)
Slovenia, Croatia

Etymologie:
- Iberis: benannt nach Iberia, dem antiken Namen für Spanien (viele Arten dieser Gattung sind auf der Iberischen Halbinsel verbreitet)
- intermedia: mittlere (zwischen 2 Arten stehend)
- violletii: benannt nach einem französischen Botaniker namens Viollet. Die Erstbeschreibung erfolgte durch Soyer-Willemet in Godrons Flore de Lorraine (1843). Soyer-Willemet widmete den Namen seinem Freund Viollet, der das Typusexemplar sammelte

Die Sippen aus Ostitalien, Slowenien und Kroatien wurden als Iberis divaricata Tausch bezeichnet. Sie sind aber identisch mit Iberis intermedia ssp. violletii. 

 

 

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß


Photo und copyright Christian Winter

Äußere Kronblätter rosa


Photo und copyright Christian Winter

Fruchtstand kurz traubig, länger als breit


Photo und copyright Christian Winter

Fruchtstand locker traubig, 


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Fruchtflügel spitz, Griffelbucht weit


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Obere Stängelblätter lanzettlich, Blattränder nicht parallel


Photo und copyright Christian Winter