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Gattung: Minuartiella (Miere)

In der Publikation "Maximum polyphyly: Multiple origins and delimitation with plesiomorphic characters require a new circumscription of Minuartia (Caryophyllaceae)" (2014) von Markus S. Dillenberger & Joachim W. Kadereit wurden die Arten der Gattung Minuartiella aus der Gattung Minuartia ausgegliedert. 

Die Arten der Gattung Minuartiella haben lanzettliche oder eilanzettliche Blätter, 5 weiße Kronblätter, 5 Kelchblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel,
Kelchblätter spitz, mit 5 - 7 Adern, länger als die Kronblätter, Blütenstiele drüsig, Brakteen in 2 oder 3 Paaren, breiter als die unteren Stängelblätter, 2n =32

Zur Gattung gehören 6 Arten.
Im Schlüssel ist 1 Art enthalten.


Minuartiella brachypetala (Kamari) P.Caputo & al

(Kurzkronige Miere)


Photo und copyright Fanourios-Nikolaos Sakellarakis

VI - VIII,  Felsen (1650 - 1750 m)
                  Vatochorion, Mt. Boutsi (Fanourios-Nikolaos Sakellarakis 15.06.2016)

Synonyme:
Minuartia graminifolia subsp. brachypetala Kamari (Name in der Flora Hellenica)

Mcneillia graminifolia subsp. brachypetala (Kamari) Dillenb. & Kadereit

English name:
Short- petalled Sandwort

Weltweite Verbreitung:
Greece (N- Central)

Etymologie: 
- Minuartiella: Kleine Minuartia
- Mcneillia: Benannt nach John McNeill (*1933), englischer Botaniker und Spezialist für Nelkengewächse
- brachypetala: brachys = kurz; petala = Kronblätter

Die Pflanze kommt nur in der Gipfelregion des Mt. Boutsi südwestlich des Dorfes Vatochorion vor. 
Die Beschreibung ist der Flora Hellenica (S. 190) entnommen.

 

 

 

 

 

Pflanze 4 - 20 cm hoch
bildet auf Felsen dichte Matten

 

Blütenstand dicht, 3 - 6- blütig, Blütenstiele kürzer als die Kelch, dicht drüsig,
Brakteen eilanzettlich, 4 - 6,5 mm lang, 3 mm breit, mit vielen Adern und breitem Hautrand
Kelchblätter spitz, 7 - 10 mm lang, 2 mm breit, breit lanzettlich, dicht drüsig behaart, 7 - 9- aderig, mit breitem weißlichem Hautrand


Photo und copyright Fanourios-Nikolaos Sakellarakis

Blüten mit 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel
Kronblätter weiß, 6 - 8 mm lang, ganzrandig, kürzer oder höchstens so lang wie die Kelchblätter


Photo und copyright Fanourios-Nikolaos Sakellarakis

Kapsel kürzer als die Kelchblätter,
Samen am Rücken mit einem Kamm langer Papillen

 

Stängel im oberen Teil dicht drüsig behaart, im unteren Teil kahl oder spärlich drüsig,
mittlere Stängelblätter 9 - 18 mm lang, linealisch, aufrecht, +/- kahl, den Stängel ca. 2,5 mm einhüllend 

 

Grundblätter und Blätter der sterilen Sprosse grasähnlich, 8 - 40 mm lang, 2 - 3 mm breit,
mit 7 - 11 Adern, +/- steif, spärlich drüsig