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Moehringia - Blüten mit 5 Kronblättern, Kronblätter länger als die Kelchblätter, Blätter linealisch, +/- kahl

Verbreitung: nur Lombardei
Blätter +/- stielrund, fleischig
> 1


Photo und copyright Giovanni Perico

Weiter verbreitete Arten
Blätter +/- flächig
2


Photo und copyright Norbert Griebl

 

1       Verbreitung: nur Lombardei, Blätter +/- stielrund, fleischig


Moehringia insubrica Degen
(Insubrische Nabelmiere)


Photo und copyright Giovanni Perico

V - VII, Felsen (200 - 2000 m)
               Borgo di Zorzino, Gardasee, ca. 180 m ü.M. (Giovanni Perico 31.03.2022)

Synonyme:
Moehringia bavarica ssp. insubrica (Degen) W. Sauer

English name:
Insubrian Sandwort

Nome italiano: 
Moehringia insubrico

Weltweite Verbreitung:
Italy (Lombardei)

2n = 24

Etymologie:
- Moehringia: benannt nach Paul Heinrich Gerhard Moehring (1720 - 1792), deutscher Arzt
- insubrica: Insubrien bezeichnet eine Region in Norditalien, die zwischen dem Fluss Po und den voralpinen Seen liegt.

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 20 cm hoch, aufrecht oder hängend, Polster bildend, vielästig
am Grund umgeben von vertrockneten, abgestorbenen Blättern, Wurzelstock verholzend


Photo und copyright Giovanni Perico

Blütenstand zymös, 3 - 7- blütig, Blütenstiele 10 - 25 mm lang, 2 Brakteen


Photo und copyright Giovanni Perico

Blüten bis 12 mm im Durchmesser, mit 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel
Kronblätter ganzrandig, 1,5 mal so lang wie die Kelchblätter, Fruchtknoten oberständig
Kelchblätter 3 - 4 mm lang


Photo und copyright Giovanni Perico

Kapsel kugelig, ca. 2,5 mm im Durchmesser, Samen schwarz, glatt, glänzend, am Nabel mit einem gefransten, weißen Anhängsel 

 

Stängel blaugrün, kahl, 
Blätter gegenständig, linealisch, fleischig, jung blaugrün bereift, kahl, 


Photo und copyright Giovanni Perico

Blätter 5 - 15 mm lang, 2 mm breit, stielrund, blaugrün, fleischig


Photo und copyright Giovanni Perico

 

 

2      Blätter +/- flächig

Pflanze 5 - 10 cm hoch, Kronblätter 2 - 4 mm lang
Blätter fädlich, nur 0,3 - 0,5 mm breit
3


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

Pflanze 10 - 20 cm hoch, Kronblätter 4 - 6 mm lang
Blätter 0,8 - 1,5 mm breit
> 4


Photo und copyright Norbert Griebl

 

3       Blätter fädlich, nur 0,3 - 0,5 mm breit


Moehringia glaucovirens Bertol.
(Blaugrüne Nabelmiere)


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

VI - VIII, Felsen (800 - 2300 m)
                 Magasa, Lombardei, 680 m ü.M. (Davide und Ruben Onofri 29.05.2019)

Synonyme:
Moehringia glauca Leybold, Arenaria glaucovirens (Bertol.) Fern.

English name:
Bluegrey Sandwort

Nome italiano: 
Moehringia verde-glauca

Weltweite Verbreitung:
Italy (Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien)

Etymologie:
- Moehringia: benannt nach Paul Heinrich Gerhard Moehring (1720 - 1792), deutscher Arzt
- glaucovirens: glauco = blau, virens = grün

Wissenswertes:
Moehringia glaucovirens kommt nur in 2 Gebieten in Norditalien vor:
- zwischen Gardasee und Iseosee
- im Pustertal/Boitetal

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 10 cm hoch, aufrecht, kleine Polster bildend, vielästig
am Grund umgeben von vertrockneten, abgestorbenen Blättern


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

Blütenstand zymös, 1 - 7- blütig, Blütenstiele 10 - 15 mm lang


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

Blüten 6 - 8 mm im Durchmesser, mit 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel
Kronblätter 2 - 4 mm lang, länger als die Kelchblätter, ganzrandig, am Grund mit tropfenähnlichen Auswüchsen


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

Kelchblätter 3 mm lang, mit schmalem Hautrand


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

Kapsel kugelig, ca. 2,5 mm im Durchmesser, öffnet sich mit 6 Zähnen, Samen nierenförmig, schwarz, glänzend, glatt, am Nabel mit einem weißen, stumpf 4- zähnigem, nicht gefransten Anhängsel 

 

Stängel kahl, dünn, zerbrechlich,
Blätter gegenständig, fädlich, 5 - 10 mm lang, nur 0,3 - 0,5 mm breit, kahl


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

 

 

4       Pflanze 10 - 20 cm hoch, Kronblätter 4 - 6 mm lang, Blätter 0,8 - 1,5 mm breit

Blätter linealisch, bis 35 mm lang, 1 - 1,5 mm breit
5


Photo und copyright Norbert Griebl

Blätter lanzettlich, 5 - 11 mm lang, 2 - 3 mm breit
6


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

 

5      Blätter linealisch, bis 35 mm lang, 1 - 1,5 mm breit


Moehringia bavarica (L.) Gren.
(Steirische Nabelmiere)


Photo und copyright Norbert Griebl

VI - VIII, Felsen (200 - 2000 m)
                 Gratkorn, Steiermark, Österreich (Norbert Griebl 18.04.2014)

Synonyme:
Etschtaler Nabelmiere, Fleischige Nabelmiere
Moehringia ponae (Rchb.) Fenzl

English name:
Bavarian Sandwort

Nome italiano: 
Moehringia bavarese

Weltweite Verbreitung:
Austria (Steiermark), 
Italy (Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien), 
Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Macedonia, Montenegro, Albania

2n = 14

Etymologie:
- Moehringia: benannt nach Paul Heinrich Gerhard Moehring (1720 - 1792), deutscher Arzt
- bavarica: aus Bayern (diese Art fehlt jedoch in Bayern!)

Wissenswertes:
Die Steirische Nabelmiere wurde erstmals 1601 vom Apotheker Pona (1565–1630) aus Verona, der die Pflanze am Monte Baldo fand, erwähnt. Nach Gustav Hegi könnte das Artepitheton bavarica damit zusammenhängen, dass das untere Etschtal als Teil Tirols zeitweise zur Herrschaft der Wittelsbacher gehörte. Die Steirische Nabelmiere kommt im heutigen Bayern nicht vor.

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 20 (60) cm hoch, aufrecht, oder hängend, Polster bildend, vielästig
am Grund umgeben von vertrockneten, abgestorbenen Blättern, Wurzelstock verholzend


Photo und copyright Norbert Griebl

Blütenstand zymös, 3 - 7- blütig, Blütenstiele 10 - 25 mm lang, 2 Brakteen


Photo und copyright Norbert Griebl

Blüten bis 12 mm im Durchmesser, mit 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel
Kronblätter ganzrandig, doppelt so lang wie die Kelchblätter, Fruchtknoten oberständig


Photo und copyright Norbert Griebl

Kelchblätter 3 - 4 mm lang, mit schmalem Hautrand


Photo und copyright Norbert Griebl

Kapsel kugelig, ca. 3 mm im Durchmesser, öffnet sich mit 6 schwach nach außen gebogenen Zähnen, Samen nierenförmig, rotbraun bis schwarz am Nabel mit einem stark gefransten, grauen Anhängsel 

 

Stängel kahl, zerbrechlich,
Blätter gegenständig, linealisch, fleischig kahl, die oberen Blätter 10 - 35 mm lang, 1 - 1,5 mm breit, an der Spitze etwas verbreitert, untere Blätter , 3 - 7 mm lang, oberseits rinnig, unterseits gekielt


Photo und copyright Norbert Griebl

 

 

6       Blätter lanzettlich, 5 - 11 mm lang, 2 - 3 mm breit


Moehringia dielsiana Mattf.
(Diels' Nabelmiere)


Photo und copyright Alessandro Federici

IV - VIII, Felsen (1200 - 1400 m)
                 Pizzo Plagna, Bergamasker Alpen, 1300 m ü.M. (Davide Onofri 13.05.2017)

Synonyme:
Keine

English name:
Diels's Sandwort

Nome italiano: 
Moehringia di Diels

Weltweite Verbreitung:
Italy (Lombardei)

2n = 24

Etymologie:
- Moehringia: benannt nach Paul Heinrich Gerhard Moehring (1720 - 1792), deutscher Arzt
- dielsiana: benannt nach Friedrich Ludwig Emil Diels (1874-1945), deutscher Botaniker

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm groß
niederliegend, aufsteigend oder hängend, Polster bildend


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

Blüten einzeln oder in Zymen zu 2 - 5, Blütenstiele 10 - 15 mm lang, mit Brakteen


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

Blüten mit 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

Blüten mit 10 Staubblätter, 3 Griffel, Kronblätter weiß, ganzrandig, 4 - 6 mm lang,  
Kelchblätter grün, hautrandig, kürzer als die Kronblätter


Photo und copyright Davide und Ruben Onofri

Kapsel kugelig oder birnenförmig, 3 mm im Durchmesser, in den Kelch eingeschlossen
Samen 1,5 - 1,8 mm lang, schwarz, glänzend, glatt, Anhängsel groß, verzweigt, anfangs weiß, später braun


Photo und copyright Alessandro Federici

Blätter blaugrün, gegenständig, flächig, linealisch, 5 - 11 mm lang, 2 - 3 mm breit, 
fleischig, kahl, am Grund ohne Wimpern


Photo und copyright Alessandro Federici