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Saponaria - Blüten rosa oder rötlich, Blätter eiförmig- spatelig, grün, einnervig

Sichtbarer Teil der Kronblattzipfel eiförmig, gleichmäßig verschmälert
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Sichtbarer Teil der Kronblattzipfel trommelschlägelförmig
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Photo und copyright Jan Thomas Johansson

 

1     Sichtbarer Teil der Kronblattzipfel eiförmig, gleichmäßig verschmälert


Saponaria ocymoides L.
(Rotes Seifenkraut)

IV - X, Felsfluren, Ufergeröll (0 - 1500 m)
             Ferrara di Monte Baldo, Italien (25.05.2015)

Synonyme:
Silene ocymoides E. H. L. Krause

English name:
Rock Soapwort

Nom francais:
Saponaire de Montpellier

Nome italiano: 
Saponaria rossa

Verbreitung in Deutschland:
Sehr lokal und selten zentrale Bayer. Alpen (nur um Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald); gelegentlich verwildert im Süden und der Mitte Deutschlands

Gefährdungsgrad in Deutschland:
Bayern: 1 (vom Asusterben bedroht)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica,Italy,  Sardinia, Slovenia

Eingebürgert in:
*England, *Czech Republic, Slovakia, *Denmark, 
*USA

Auch Zierpflanze mit mehreren Sorten:
'Splendens', 
'Rubra Compacta' 
'Karminkönigin'

Etymologie:
- Saponaria: sapo = Seife (die Wurzeln von Saponaria officinalis wurden früher als Waschmittel genutzt)
- ocymoides: basilikumähnlich (Basilikum = Ocimum basilicum)

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß

oft Rasen bildend

Blütenstände meist stark verzweigt, niederliegend, aufsteigend und aufrecht

Blütenstände zusammengesetzt, 2 - 4- fach dichasial verzweigt,
an den Zweigenden büschelig

Blüten mit 5 Kronblättern, 10 Staubblätter, 2 Griffel, mit kleiner, 2- zähniger Nebenkrone,
Kronblätter rot oder rosa, Staubbeutel blau

Sichtbarer Teil der Kronblattzipfel eiförmig, gleichmäßig verschmälert

Kelch röhrig verwachsen, drüsig behaart, ohne Längsrillen,
mit 5 kleinen Kelchzipfeln

Kapsel eiförmig, 5 mm im Durchemsser,
Samen ca. 2 mm lang

 

Stängelblätter eilanzettlich, 7 - 20 mm lang, 3 - 10 mm breit

Blätter einnervig, bewimpert

 

 

2     Sichtbarer Teil der Kronblattzipfel trommelschlägelförmig

Verbreitung: Cephalonia, Lefkada, Ithaka, Kalamos
Blätter meist kahl selten schwach drüsig
Blütenstiele kürzer als der Kelch
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Photo und copyright Michaela Sonnleitner floraionica.univie.ac.at

Verbreitung: Italien (Kalabrien, Molise), Albanien, Griechenland
Blätter am Rand meist deutlich drüsig behaart
Blütenstiele länger als der Kelch
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Photo und copyright Michael Hassler

 

3     Blütenstiele kürzer als der Kelch


Saponaria aenesia Heldr.
(Aeneas- Seifenkraut)


Photo und copyright Michaela Sonnleitner floraionica.univie.ac.at

IV - V, Felsfluren, Geröll (400 - 1600 m)
             Cephalonia (Michaela Sonnleitner 30.04.2011)

Synonyme:
Saponaria calabrica var. aenesia (Heldr.) Halacsy

English name:
Aenaes's Soapwort

Weltweite Verbreitung:
Lefkada, Ithaka, Cephalonia, Kalamos

Etymologie:
- Saponaria: sapo = Seife (die Wurzeln von Saponaria officinalis wurden früher als Waschmittel genutzt)
aenesia: Aeneas ist eine Person der griechischen und römischen Mythologie. Er gilt als Stammvater der Römer.

In der Flora Europaea und bei Altervista wird Saponaria aenesia als Synonyme von Saponaria calabrica angesehen.

 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß, 
Stängel meist niederliegend, schwach verzweigt

 

Blütenstand rispig, Blüten zu 1 - 3, lang gestielt, 
Blütenstiele kürzer als der Kelch
, Fruchtstiele meist zurückgebogen

 

Blüten hellrosa, mit Nebenkrone, Kronblattzipfel trommelschlägelförmig, da sich die Platte abrupt in den schmalen Nagel verschmälert, 2 Griffel, 10 Staubblätter, Kelch zu einer Röhre verwachsen, 6 - 7 mm lang, drüsig behaart, Kelchzähne kurz

 

Stängel oben drüsig behaart, im unteren Teil kahl
Blätter spatelig, sitzend, meist kahl selten schwach drüsig

 

 

 

 

 

 

4     Blütenstiele länger als der Kelch


Saponaria calabrica Guss.
(Kalabrisches Seifenkraut)


Photo und copyright Jan Thomas Johansson

VI - VII, Felsfluren, (500 - 1500 m)
                Metamorphosi, Mt. Tymfi Michael Hassler (07.06.2012)

Synonyme:
Saponaria graeca Boiss., Saponaria multiflora hort. ex Regel

English name:
Calabrian Soapwort

Nome italiano: 
Saponaria calabrese

Weltweite Verbreitung:
Italy (Molise, Kalabrien), Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central), Ionian Isl., W- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Crete
European Turkey

Etymologie:
- Saponaria: sapo = Seife (die Wurzeln von Saponaria officinalis wurden früher als Waschmittel genutzt)
- calabrica: aus Kalabrien (Süditalien)

 

Pflanze 10 - 30 cm groß, 
Stängel niederliegend bis aufsteigend, stark verzweigt


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand rispig, Blüten zu 1 - 3, lang gestielt, 
Blütenstiele aufrecht oder abstehend, länger als der Kelch, Fruchtstiele +/- aufrecht


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten dunkelrosa, mit Nebenkrone


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblattzipfel trommelschlägelförmig, da sich die Platte abrupt in den schmalen Nagel verschmälert, 2 Griffel, 10 Staubblätter, Kelch zu einer Röhre verwachsen, 10 - 12 mm lang, drüsig behaart, Kelchzähne kurz


Photo und copyright Jan Thomas Johansson

Stängel drüsig behaart, manchmal im unteren Teil kahl
Blätter spatelig, sitzend


Photo und copyright Jan Thomas Johansson