Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Silene - Blüten mit Nebenkrone, Kronblätter weiß, tief 2- spaltig, unterseits weißlich oder rosa,
Kelch drüsig behaart, Blätter lanzettlich

Blüten nickend
Staubblätter und Griffel weit aus der Kronröhre ragend
> 1

Blüten +/- aufrecht
Staubblätter und Griffel in der Kronröhre eingeschlossen
> 2

 

1      Blüten nickend, Staubblätter und Griffel weit aus der Kronröhre ragend

 

 

 


Silene viridiflora L.
(Grünblütiges Leimkraut)


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

VII - VIII, Wälder, buschige Hänge (0 - 1500 m)
                  
Vernouillet, Eure et Loir, Frankreich (Benoit Bock, Mai 2007)
                   Osogovo- Ponikva, Nordmazedonien (Trajche Dimitrovski 10.07.2022)

Synonyme:
Silene amana Boiss.

English name:
Green- flowered Catchfly

Nom francais:
Silène à fleurs vertes

Nome italiano: 
Silene a fiori verdastri

Weltweite Verbreitung:
Austria (Steiermark),
Spain (Barcelona, Gerona), 
France
(Var, Ardeche, Lozere, Herault), Corsica,
Italy
(widespread), Sardinia, Sicily, 
Slovenia;
Croatia; Montenegro; Serbia; Kosovo; North Macedonia; Albania; 
Greece
(Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, N- Aegean Isl.)
Slovakia; Hungary; Romania; Bulgaria; Turkey;  Moldova; Crimea; Syria

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- viridiflora: grünblütig

 

 


             

 

 

Pflanze 60 - 90 cm hoch, aufrecht,
 Blütenstand gestreckt, rispig, "mehrstöckig", aus einem endständigen und mehreren gegenständigen Seitenzweigen bestehend


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Blütenstandsachse und Stängel im oberen Teil dicht drüsig behaart,
Teilblütenstände 1 - 4- blütig, nicht nickend, Blüten gestielt, Brakteen kürzer als die Blütenstiele


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Blüten zwittrig, 5 Kronblättern, 10 Staubblätter, 3 Griffel, mit Nebenkrone,
Platte der Kronblätter innen weiß, 5 - 6 mm lang, tief eingeschnitten


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Staubblätter und Griffel deutlich länger als die Kronröhre


Photo und copyright Šarić Šemso

Platte der Kronblätter oft nach innen gerollt, unterseits grünlich, gelblich oder rötlich


Photo und copyright Trajche Dimitrovski

Kelch 15 - 17 mm lang, zur Blütezeit schmal walzlich, am Grund +/- verschmälert, dicht drüsig behaart, mit 10 deutlichen Adern, Adern im unteren Teil ohne Quernerven, 


Photo und copyright Trajche Dimitrovski

Kelchzähne 4 mm lang, pfriemlich, oft ungleich lang, 
Blütenstiele 15 - 40 mm lang, Brakteen klein


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Kapsel 14 - 15 mm lang, 8 - 11 mm breit, eiförmig,
Karpophor kräftig, kurz (1,5 - 2 mm), kahl


Photo und copyright Trajche Dimitrovski

Kapsel mit 6 Zähnen aufspringend


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Kapsel vielsamig


Photo und copyright Šarić Šemso

Samen 0,9 - 1 mm lang, warzig


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Mittlere Stängelblätter gegenständig, elliptisch


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Stängel im unteren Teil filzig, nicht drüsig behaart


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Grundblätter spatelförmig, lang gestielt, in Rosetten


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

 

 

 

 

 

 


Silene nutans L.
(Nickendes Leimkraut)

V - VIII, Felsfluren, Trockenwiesen (0 - 2000 m)
                Hürben, Charlottenhöhle, Baden- Württemberg, 488 m ü.M. (28.05.2014)

Synonyme:
Lychnis nutans (L.) Scop, Otites nutans (L.) Opiz

English name:
Nottingham Catchfly, Eurasian Catchfly

Nom francais:
Silène penché

Nome italiano: 
Silene pendente

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Baden-Württemberg, Bayern, Franken, S-Thüringen; restlicher Osten und SO-Niedersachsen zerstreut; Rheinland-Pfalz und Saarland sehr zerstreut, Schleswig-Holstein selten, fehlt Nordwesten und Niederrhein 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 3 (gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France,  Italy, Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, 
Canary Isl., England, Belgium, Netherlands, Denmark, Finland, Sweden, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Norway, Poland, Romania, Bulgaria, Crimea, Baltic States, Russia, Ukraine, 

Eingebürgert in:
*USA

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- nutans: nickend

 

 


             

 

 

Pflanze 20 - 50 cm groß
aufrecht, Stängel meist unverzweigt

Blütenstand gestreckt, rispig, 
mit mehreren Seitenzweigen, an denen sich 2 - 5 Blüten besfinden

Blüten nickend,
Blütenstiele dicht drüsig, bis 25 mm lang, Brakteen lanzettlich

Blüten zwittrig, 5 Kronblättern, 10 Staubblätter, 3 Griffel
Staubblätter verschieden lang: 5 kurze und 5 lange, 


Photo und copyright Julia Kruse

Platte der Kronblätter oft nach innen gerollt, oberseits weiß, 
unterseits weiß, grünlich, gelblich oder rötlich


Photo und copyright Andrea Moro

Fruchtknoten mit 3 Griffel

Blüten mit Nebenkrone, Platte der Kronblätter tief 2- spaltig

Kelch 9 - 12 mm lang, zur Blütezeit schmal walzlich, dicht drüsig behaart,
mit 10 deutlichen Adern, Adern im unteren Teil ohne Quernerven, Kelchzähne kurz, spitz

Kapsel 7 - 13 mm lang, eiförmig, vielsamig, 


Photo und copyright Andrea Moro

Kapsel mit 6 Zähnen aufspringend


Photo und copyright Harald Geier

Stängel behaart, obere Stängelblätter linealisch- lanzettlich, sitzend,
untere Stängelblätter gegenständig, schmal lanzettlich, lang gestielt

Grundblätter spatelförmig, in Rosetten

 

 

2        Blüten +/- aufrecht, Staubblätter und Griffel in der Kronröhre eingeschlossen


Silene noctiflora L.
(Acker- Leimkraut)

VI - IX, Ruderalstellen, Äcker (0 - 1200 m)
              Peterswörth, Maisfeld, Bayern, ca. 450 m ü.M. (29.06.2007)

Synonyme:
Melandrium noctiflorum (L.) E. M. Fries

English name:
Night-flowering Catchfly

Nom francais:
Silène de nuit

Nome italiano: 
Silene con fiori nutturni

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Baden-Württemberg (außer Schwarzwald), Franken, Niederbayern, Thüringen, S-Sachsen-Anhalt, Restgebiet sehr zerstreut bis selten, fehlt (bis auf Einzelfunde) Nordwesten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 2 (stark gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland, 
France, Italy, Slovenia, Croatia, Montenegro, Serbia & Kosovo, Bosnia & Hercegovina,  
Greece (N- East)
Madeira, Belgium, Hungary, Netherlands, 
Czech Republic, Slovakia, Romania, Bulgaria, Turkey, 
Crimea, Baltic States, Russia, Ukraine, Kazakstan, China, Java, Iran, Iraq,

Eingebürgert in:
*England, *Ireland, *Denmark, *Iceland, *Norway, *Sweden, *Finland, *Poland, 
*Australia,*Canada, *Alaska, *USA

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- noctiflora: in der Nacht blühend

 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß
verzweigt, aber nicht gabelig

Blütenstand verzweigt, wenigblütig

Blüten tagsüber eingerollt, unterseits +/- gelblich

Blüten abends geöffnet, stieltellerförmig, zwittrig, 5 Kronblätter, mit Nebenkrone, 
Platte der Kronblätter 5  - 6 mm lang, oberseits weiß oder rosa, tief- 2- teilig

Blüten mit 10 Staubblätter 


Photo und copyright Stefan Lefnaer

und 3 Griffeln


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kelch der jungen Blüte länglich- zylindrisch, 10- rippig, 20 - 25 mm lang, stark klebrig
Kelchzähne lang und schlank

Kelch älterer Blüten +/- bauchig

Fruchtkapsel mit 6 Zähnen aufspringend, Zähne zurückgebogen

Samen nierenförmig, mit stumpfen Warzen


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel stark behaart, klebrig

Obere Stängelblätter lanzettlich, sitzend, drüsig behaart

Untere Blätter eilanzettlich oder eiförmig