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Cistus - Blüten weiß, 5 Kelchblätter, Blätter lanzettlich oder elliptisch, sitzend

Verbreitung im Gebiet: Frankreich (Gard, Aveyron, Ardeche)
Narbe auf einem +/- langen, deutlichen Griffel
> 1

 


Narbe +/- auf dem kugeligen Fruchtknoten sitzend
> 2


Photo und copyright Andrea Moro

 

1     Narbe auf einem +/- langen, deutlichen Griffel


Cistus pouzolzii
(Pouzolz- Zistrose)

 

VI - VII, Schieferhaltige Hänge
                

Synonyme:
Cistus varius Pourr. (Name in der Flora Europaea)
Cistus x varius Pourr. (syn. Cistus x florentinus Lam.) ist der Bastard Cistus monspeliensis und Cistus salviifolius. Dieser Bastard besitzt jedoch einen kurzen Griffel, da beide Elternarten kurzgriffelig sind und stellt damit kein Synonym von Cistus pouzolzii dar.

English name:
Pouzolz Rockrose

Nom francais:
Ciste de Pouzolz

Weltweite Verbreitung:
France (Gard, Aveyron, Ardeche), 
Algeria, Morocco

Benannt nach dem französischen Botaniker Pierre Marie Casmir de Pouzolz (1785–1858).

 

 

 

20 - 80 cm großer Strauch

 

Blütenstand einseitswendig, 2- 8- blütig, Blüten gestielt

 

Stängel und Blütenstiele mit Sternhaaren und langen einfachen Haaren

 

Blüten weiß, 2 cm im Durchmesser
mit 5 zerknitterten Kronblättern und 100 - 120 Staubblättern, Narbe auf einem +/- langen, deutlichen Griffel

 

Kelch mit 5  ovalen Kelchblättern, Kelchblätter länger als die Blütenstiele

 

Kapsel zierlich, fizig behaart, 5- fächerig

 

Blätter gegenständig, sitzend, eiförmig, 3- nervig, graufilzig

 

 

 

2     Narbe +/- auf dem kugeligen Fruchtknoten sitzend

Pflanze auch im oberen Teil verholzt
Äußere Kelchblätter am Grund breit keilig
Blätter +/- linealisch
> 3


Photo und copyright Andrea Moro

Pflanze nur am Grund verholzt, blütentragende Sommertriebe krautig
Äußere Kelchblätter am Grund herzförmig
Blätter oval- lanzettlich
> 4


Photo und copyright Andrea Moro

 

3      Blätter +/- linealisch


Cistus monspeliensis L.
(Montpellier- Zistrose)


Photo und copyright Michael Hassler

IV - V, Phrygana (0 - 100 m)
             Possidi, Halbinsel Kassandra, Chalkidiki (19.08.2017)
             Lassithi- Hochebene, Kreta (Michael Hassler 08.04.2007)

Synonyme:
Französische Zistrose
Cistus affinis Bertol. ex Guss.; Cistus collinus Salisb.; Cistus olbiensis Huet & Hanry; Cistus oleaefolius Mill.; Cistus porquerollensis Hanry & Huet; Cistus valentinus Pourr. ex Nym.; Stephanocarpus monspeliensis Spach; Cistus florentinus Lam.

English name:
Montpellier Rockrose, Narrow- leaved Rockrose

Nom francais:
Ciste de Montpellier

Nome italiano: 
Cisto di Montpellier

Weltweite Verbreitung:
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania,
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- East), Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete
Malta, Tunisia, Algeria, Morocco, Turkey, Cyprus, Madeira, Canary Isl., 

Eingebürgert in:
*USA

 

 

30 - 100 cm großer Strauch


Photo und copyright Andrea Moro

aufrecht, klebrig

Blütenstand 2- 8- blütig, Blüten gestielt


Photo und copyright Andrea Moro

Stängel und Blütenstiele locker mit langen abstehenden Haaren behaaart


Photo und copyright Andrea Moro

Blüten weiß, mit gelbem Basalfleck, 2 - 3 cm im Durchmesser
mit 5 zerknitterten Kronblättern und 100 - 120 Staubblättern, Griffel sehr kurz


Photo und copyright Andrea Moro

Kelch mit 5 gleich aussehenden, am Grund keiligen Kelchblättern


Photo und copyright Andrea Moro

Blütenstiele dicht langhaarig

Kapsel zierlich, +/- kahl

Samen kantig, kahl

Blätter linealisch- lanzettlich, 15 - 40 mm lang, 4 - 8 mm breit


Photo und copyright Andrea Moro

Stängel behaart

Blätter gegenständig, sitzend


Photo und copyright Andrea Moro

Blätter oberseits grün, runzlig, +/- kahl

Blätter unterseits mit deutlichem Nervennetz, am Rand +/- umgerollt

 

 

4      Blätter oval- lanzettlich

Verbreitung: Albanien, Nordgriechenland
Sommerblätter zungenförmig, am Grund allmählich keilförmig verschmälert
> 5

 

Verbreitung: Portugal, Spanien
Sommerblätter oval- lanzettlich, am Grund +/- rasch verschmälert
> 6


Photo und copyright Andrea Moro

 

5     Verbreitung: Albanien, Nordgriechenland, Sommerblätter zungenförmig, am Grund allmählich keilförmig verschmälert


Cistus sintenisii
(Sintenis Zistrose)

 

VI - VII, Felsige Hänge auf Serpentin (1000 - 1500 m)
               Goulimis, Nordgriechenland
               Botanischer Garten München

Synonyme:
Cistus albanicus E. F. Warb. ex Heywood

English name:
Sintenis' Rockrose

Weltweite Verbreitung:
Albania, N-Greece

Benannt nach dem deutschen Botaniker Paul Ernst Emil Sintenis (1847 - 1907).
Das Areal von Cistus sintenisii überlappt nicht mit dem Vorkommen anderer Cistus- Arten.
Die in der
Flora Europaea gelistete Cistus albanicus wurde von Markgraf als Bastard von Cistus monspeliensis und Cistus salviifolius (Cistus x varius Pourr. syn Cistus x florentinus  Markgraf) beschrieben. Dies ist nicht richtig, da der Bastard wie seine Eltern auch im oberen Teil verholzt ist. Ein weiterer Unterschied zwischen Cistus sintenisii und Cistus x varius ist das Fehlen der Kapseln bei Cistus x varius, da dieser Bastard steril ist.

 

10 cm großer Halbstrauch
verholzte Äste niederliegend, mit aufsteigenden krautigen Blütentrieben

 

Blütenstand 2 - 5- blütig, meist ohne Hochblätter,
selten mit 1 - 2 Paar achselständiger, einblütiger Seitenästchen
Blütenstiele 5 - 20 mm lang

Blüten elfenbeinweiß, mit gelbem Basalfleck, 3 cm im Durchmesser
mit 5 zerknitterten Kronblättern vielen Staubblättern, Griffel sehr kurz (1 mm)

 

Kelch mit 5 Kelchblättern
Stängel und Blütenstiele locker mit langen abstehenden Haaren behaart

 

Kapsel breit eiförmig, ca. 8 mm lang, 5- fächerig, 
nur an der Spitze und am Grund behaart, vor allem im unteren Teil kahl, lackartig glänzend

 

Sommerblätter (= Blätter der krautigen Blütentriebe) zungenförmig, 40 - 60 mm lang,
3 - 5 mal so lang wie breit) am Grund allmählich keilförmig verschmälert, Nervatur kaum eingesenkt

Winterblätter ( Blätter der vorjährigen, verholzten Triebe) am Grund der krautigen Triebe stets erhalten, Nervatur stark eingesenkt, dadurch runzlig wirkend, elliptisch (1,5 - 2,5 mal so lang wie breit)

 

 

 

6     Verbreitung: Portugal, Spanien, Sommerblätter oval- lanzettlich, am Grund +/- rasch verschmälert


Cistus inflatus
(Aufgeblasene Zistrose)


Photo und copyright Andrea Moro

IV - VI, Phrygana (0 - 1 100 m)
              Botanischer Garten Padua (Andrea Moro 28.04.2005)

Synonyme:
Cistus hirsutus Lam.; Cistus laxus Brot. ex Nym., ; Cistus psilosepalus Sweet

English name:
Inflated Rockrose

Weltweite Verbreitung:
Portugal, Spain

Eingebürgert in:
*Australia, *Madeira

Cistus x laxus und Cistus psilosepalus sind eigentlich Namen für den Bastard Cistus inflatus x Cistus populifolius.

 

 

30 - 100 cm großer Strauch
aufrecht, etwas klebrig,
Blütenstand 1 - 5- blütig, Blüten gestielt


Photo und copyright Andrea Moro

Blüten elfenbeinweiß, mit gelbem Basalfleck, 4 - 6 cm im Durchmesser
mit 5 zerknitterten Kronblättern und 100 - 120 Staubblättern, Griffel sehr kurz


Photo und copyright Andrea Moro

Kelch mit 5 gleich aussehenden, am Grund herzförmigen Kelchblättern
Stängel und Blütenstiele locker mit langen abstehenden Haaren behaart


Photo und copyright Andrea Moro

Kapsel 5- fächerig, in die Kelchblätter eingeschlossen

 

Blätter gegenständig, sitzend, oval- lanzettlich, 20 - 600 mm lang, 5 - 20 mm  breit
auf beiden Seiten mit Sternhaaren und langen Haaren


Photo und copyright Andrea Moro