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Medicago- Blüten gelb, Blütenstand gestielt, Hülsen schotenförmig, nicht stachlig


Frucht ca. 4 mal so lang wie breit
1

Seltene Endemiten der Inseln Samos Ikaria, Kastellorizo und Kalimnos
Frucht meist mehr als 10 mal so lang wie breit
4

 

 

1     Frucht ca. 4 mal so lang wie breit

Seltener Endemit der Pyrenäen
Blütenstand 3 - 7- blütig, Blüten 5 - 7 mm groß
Blätter eiförmig
> 2


Photo und copyright Franck Le Driant

Im Gebiet überall häufig
Blütenstand 8 - 20- blütig, Blüten 8 - 11 mm groß
Blätter länglich
> 3

 

2     Blütenstand 3 - 7- blütig, Blüten 5 - 7 mm groß, Blätter eiförmig


Medicago hybrida (Pourr.) Trautv.
(Pourrets Schneckenklee)


Photo und copyright Franck Le Driant

VII - VIII, Wälder, Bergwiesen (100 - 1500 m)
                       
Gavarnie, Hautes-Pyrénées (Franck Le Driant 29/07/2012)

Synonyme: 
Medicago pourretii Noulet; Trigonella hybrida Pourret; Melissitus hybridus (Pourr.) I.Y. Latsashvili; Medica pourreti Bub.; Medicago hybrida Trautv.

English name:
Hybrid Alfalfa

Nom francais:
Luzerne de Pourret

Weltweite Verbreitung:
France (Pyrenees, Corbieres), Spain (Lleida)

Eingebürgert in:
*USA

Etymologie:
- Medicago: aus Medien, dem Land der Meder im heutigen Iran, woher die Luzerne Medicago sativa stammt
- hybrida: Hybride, Bastard
- pourretii: benannt nach dem französischen Botaniker Pierre André Pourret (1754–1818).

 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß
niederliegend oder aufsteigend, kahl


Photo und copyright Franck Le Driant

Blütenstand 3 - 7- blütig, 
Blütenstandsstiel deutlich länger als der Blattstiel des zugehörigen Blattes

 

Blüten gelb oder orange, 5 - 7 mm
Kelchzähne lang und spitz, ca. so lang wie die Kelchröhre


Photo und copyright Franck Le Driant

Hülsen sichelförmig, zusammengedrückt, 8 - 12 mm lang, 4 - 5 mm breit
kahl oder mit 

 

Blättchen eiförmig, 6 - 15 mm lang, 5 - 11 mm breit, eiförmig
oberseits kahl, unterseits mit einigen langen, drüsenlosen Haaren
Nebenblätter pfeilförmig, gezähnt, spitz

 

 

 

3     Blütenstand 8 - 20- blütig, Blüten 8 - 11 mm groß, Blätter länglich


 Medicago falcata L.
(Sichel- Luzerne)

VI - IX, Trockenrasen, Wegränder, Brachland (0 - 1500 m)
               Reisensburg, Feldweg neben der Bahn, ca. 450 m ü.M (25.06.2006)

Synonyme:
Sichelklee, Sichel- Schneckenklee
Medicago sativa ssp. falcata (L.) Arcangeli (Name in Flora Gallica und Catalogue of Life)

English name:
Yellow Alfalfa

Nom francais:
Luzerne en faux

Nome italiano: 
Erba medica

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Süden (fehlt höhere Mittelgebirge), Mitte; zerstreut Osten, tiefe Lagen im Westen; Nordwesten, Schleswig-Holstein und Süderbergland nur Einzelfunde oder fehlend

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 2 (stark gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy,
Serbia & Kosovo, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Slovenia, Croatia, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete), 
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Bulgaria, Romania, Turkey, Russia, Belarus, Ukraine, 
Estonia, Latvia, Lithuania, European Moldavia, Armenia, Azerbaijan, Gruzia, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Turkmenistan, Tibet, China, Mongolia, Lebanon, Syria, Nepal, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, India, 
Morocco

Eingebürgert in:
*Alaska, *USA, *Canada
*Australia, *Tasmania, *Cape

Etymologie:
- Medicago: aus Medien, dem Land der Meder im heutigen Iran, woher die Luzerne Medicago sativa stammt
- falcata: sichelförmig

Bildet zusammen mit Medicago sativa den Bastard Medicago x varia.
Bei den heute in Mitteleuropa angebauten Luzernen handelt es sich wohl ausschließlich um Bastard-Luzernen. Blaublütige Formen nähern sich dabei Medicago sativa, Formen mit hohem Gelbanteil in der Blütenfarbe Medicago falcata. Die Annäherung der Sorten geht so weit, dass man morphologisch die reine Art nicht vom Bastard unterscheiden kann

 

 

Pflanze 20 - 60 cm groß
niederliegend oder aufsteigend, selten auch aufrecht

 
Photo und copyright Andrea Moro

Blütenstand kopfig, lang gestielt, mit 8 - 20 Blüten

Blüten gelb, 8 - 11 mm groß, 
Fahne mit braunen Adern, länger als die Flügel

Kelchzähne linealisch, etwas länger als die Kelchröhre

Frucht +/- sichelförmig gebogen, seltener gerade

   Hülsen 5 - 10 mm lang, 2,5 mm breit, ca. 4 mal so lang wie breit

Blätter dreizählig, Blättchen +/- länglich

Blättchen mit Spitzchen, schwach gesägt, mittleres Blättchen deutlich gestielt,
angedrückt behaart

 

 

4     Frucht meist mehr als 10 mal so lang wie breit

In Europa nur in Kastellorizo und Kalimnos
Hülsen gerade
Blütenstand 2 - 3- blütig, 1 - 3 cm lang gestielt
> 5
In Europa nur in Samos und Ikaria
Hülsen sichelförmig gekrümmt
Blütenstand 8 - 14- blütig, 3 - 4 cm lang gestielt
> 6

 

 

5      Hülsen gerade, Blütenstand 2 - 3- blütig, 1 - 3 cm lang gestielt


Medicago carica (Hub.-Mor.) E. Small
(Karischer Schneckenklee)


Photo und copyright 

III - V, Karstfelsen, steinige Hügel (0 - 1250 m)
             Kastellorizo

Synonyme: 
Trigonella carica Huber-Morath

English name:
Carien Medick

Weltweite Verbreitung:
Greece (Kastellorizo),
Turkey

Etymologie:
- Medicago: aus Medien, dem Land der Meder im heutigen Iran, woher die Luzerne Medicago sativa stammt
- carica: Karien ist eine antike Landschaft im Südwesten der Türkei.

In der Flora of Turkey als Trigonella carica beschrieben.

 

 

Pflanze 10 - 20 cm groß
aufsteigend oder aufrecht, angedrückt behaart

 

Blütenstand 2 - 3- blütig, 1 - 3 cm lang gestielt

 

Blüten gelb, 8 - 10 mm
Kelchzähne lang und spitz, ca. so lang wie die Kelchröhre

 

Hülsen gerade, aufrecht, zusammengedrückt, 20 - 35 mm lang, ca. 2,5 mm breit,
mit ca. 100 quer verlaufenden Nerven

 

Blättchen eiförmig, 5 - 9 mm lang, 3 - 7 mm breit, am Grund keilig, im vorderen Teil deutlich gesägt, Nebenblätter lanzettlich, gezähnt oder tief eingeschnitten

 

 

 

6     Hülsen sichelförmig gekrümmt, Blütenstand 8 - 14- blütig, 3 - 4 cm lang gestielt


Medicago phrygia (Boiss.) E. Small
(Phrygischer Schneckenklee)


Photo und copyright 

IV - VII, Eichenwälder, Steinige Hügel (700 - 1100 m)
                Samos

Synonyme: 
Telis aurantiaca Kuntze; Trigonella aurantiaca Boiss.; Trigonella mareschiana Hand.-Mazz.; Trigonella phrygia Boiss.

English name:
Phrygian Medick

Weltweite Verbreitung:
Greece (Samos, Ikaria),
Turkey, Iran, Iraq, Syria

Etymologie:
- Medicago: aus Medien, dem Land der Meder im heutigen Iran, woher die Luzerne Medicago sativa stammt
- phrygia:
Phrygien ist eine antike Landschaft im Westen der Türkei.

In der Flora of Turkey als Trigonella aurantiaca beschrieben.

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß
niederliegend oder aufsteigend, angedrückt behaart

 

Blütenstand 8 - 14- blütig, 3 - 4 cm lang gestielt

 

Blüten gelb oder orange, 7 - 10 mm
Kelchzähne lang und spitz, ca. so lang wie die Kelchröhre

 

Hülsen sichelförmig, zusammengedrückt, 10 - 30 mm lang, ca. 1 mm breit,
mit 6 Samen

 

Blättchen eiförmig, 5 - 9 mm lang, 3 - 7 mm breit, am Grund keilig, im vorderen Teil deutlich gesägt, Nebenblätter lanzettlich, gezähnt