Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Quercus - Fruchtbecher ohne lang ausgezogenen Schuppen, 
Blätter sommergrün, stumpf gelappt, unterseits kahl

Blattlappen zur Blattspitze nicht kleiner werdend, vorne schwach zugespitzt
mit Buchtennerven
> 1


Photo und copyright Andrea Moro

Blattlappen zur Blattspitze kleiner werdend, vorne rund
ohne Buchtennerven
2

 

1     Blattlappen zur Blattspitze nicht kleiner werdend, vorne schwach zugespitzt, mit Buchtennerven


Quercus dalechampii Ten.
(Dalechamps Eiche)


Photo und copyright Andrea Moro

V, Wälder, Parkbaum
     Rom, Parco della Valle della Caffarella, Italien (Andrea Moro 02/06/2017)

Synonyme:
Quercus aurea (Wierzb. ex Rachel) Kotschy; Quercus petraea var. dalechampii (Ten.) Cristur.; Quercus robur var. aurea Wierzb. ex Rachel; Quercus robur var. cuneata A.DC.; Quercus robur var. dalechampii (Ten.) Fiori & Paol.; Quercus sessiliflora var. aurea (Wierzb. ex Rachel) A.DC.; Quercus sessiliflora var. macroloba Borbas; Quercus sessilis var. aurea (Wierzb. ex Rachel) Schur; Quercus sessilis var. macroloba (Borbas) Balat.; Quercus x kanitziana f. apatini Erdesi

English name:
Dalechamp's Oak

Nom francais:
Chêne Dalechamp

Nome italiano:
Quercia di Dalechamp

Weltweite Verbreitung:
Italy

Etymologie:
- Quercus: lat. Eiche
- dalechampii: benannt nach dem französischen Botaniker Jacques Daléchamps (1513 - 1588).

Beschreibung der Art: Prof. Dr. Denes Barta "Quercus dalechampii"

Die Verbreitungsangaben sind sehr unterschiedlich: Auf Altervista und in der Flora Europaea werden außer Italien auch Österreich, Tschechien, Balkan und Griechenland angegeben. Sowohl in der Österreich- Flora als auch in Vascular plants of Greece wird darauf hingewiesen, dass Quercus dalechampii weder in Österreich noch in Griechenland vorkommt.

 

 

 

 

Baum, bis 35 m hoch


Photo und copyright Andrea Moro

Pflanze einhäusig:
Männliche Blüten hängenden Kätzchen

 

Weibliche Blüten zu 2 - 5 Blüten an den Triebenden oder in den Blattachseln


Photo und copyright Andrea Moro

Früchte +/- sitzend, Fruchtbecher dickwandig,
Fruchtschuppen groß, mit gewölbtem Rücken

 

Blattknospen behaart, Triebe mit zahlreichen, großen Korkzellen


Photo und copyright Andrea Moro

Blätter elliptisch, oft tief geteilt, deutlich gestielt, 
Blattlappen zur Blattspitze nicht kleiner werdend, vorne schwach zugespitzt, 


Photo und copyright Andrea Moro

Blätter mit Buchtennerven d.h. 
die Blattader endet nicht in einem Blattlappen, sondern in einer Blattbucht


Photo und copyright Andrea Moro

Borke im Alter tief rissig


Photo und copyright Andrea Moro

 

 

2     Blattlappen zur Blattspitze kleiner werdend, vorne rund, ohne Buchtennerven

Blätter unterseits kahl
Fruchtbecher dickwandig, Fruchtschuppen mit deutlich gewölbtem Rücken
> 3


Photo und copyright Mustafa Gökmen

Blätter in den Nervenwinkeln oft bleibend behaart
Fruchtbecher dünnwandig, Fruchtschuppen wenig gewölbt
> 4


Photo und copyright Michael Hassler

 

3     Blätter unterseits kahl, Fruchtbecher dickwandig, Fruchtschuppen mit deutlich gewölbtem Rücken


Quercus polycarpa Schur
(Siebenbürgische Eiche)


Photo und copyright Mustafa Gökmen

V, Wälder (200 - 750 m)
      Altinhüseyin, Türkei, ca. 1600 m ü.M. (Mustafa Gökmen 21.09.2019)

Synonyme:
Dschorochs Eiche
Quercus petrae ssp. polycarpa (Schur) Soó (Name im Catalogue of Life und in VPG)
Quercus petraea ssp. iberica (Steven ex M.Bieb.) Krassiln.,
Quercus petraea ssp. medwediewii (A.Camus) Menitsky (Name in der Flora von Österreich)
Quercus dschorochensis K.Koch; Quercus iberica Steven ex M.Bieb.; Quercus petraea ssp. dshorochensis (K.Koch) Menitsky;  

English name:
Dschoroch's Oak

Weltweite Verbreitung:
Austria, 
Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia,
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, W- Aegean Isl., N- Aegean Isl.)
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Bulgaria, Romania, Turkey

Etymologie:
- Quercus: lat. Eiche
- polycarpa: vielfrüchtig
- iberica:
bezieht sich auf den antiken georgischen Staat Iberien im Kaukasus.
-
Siebenbürgen ist ein historisches Gebiet im heutigen Rumänien.

Beschreibung der Art: Prof. Dr. Denes Barta "Quercus polycarpa"

 

 

 

 

 

Baum, bis 25 m hoch


Photo und copyright Mustafa Gökmen

Pflanze einhäusig:
Männliche Blüten hängenden Kätzchen
Weibliche Blüten in lang gestielten Ähren zu 2 - 5 Blüten an den Triebenden

 

Früchte +/- sitzend, Fruchtbecher dickwandig
Fruchtschuppen breit, am Rücken gewölbt


Photo und copyright Mustafa Gökmen

Junge Triebe mit dicht stehenden, elliptischen Korkzellen,
Blätter 7 - 11 cm lang, 5 - 7 cm breit, mit 6 - 8 breiten Lappen,


Photo und copyright Mustafa Gökmen

Blattlappen zur Blattspitze kleiner werdend, vorne rund, ohne Buchtennerven
Blattstiel 1,5 - 3,5 cm lang, rinnig, verkahlend


Photo und copyright Mustafa Gökmen

Blätter unterseits auch an den Blattnerven kahl

 

,

4     Blätter in den Nervenwinkeln oft bleibend behaart, Fruchtbecher dünnwandig, Fruchtschuppen wenig gewölbt


Quercus petraea Liebl.
(Trauben- Eiche)


Photo und copyright Michael Hassler

V, Wälder, Parks (0 - 1000 m)
     Paris (Jean- Luc Tasset September 2022, fruchtend)

Synonyme:
Quercus sessiliflora Salisb., Quercus sessilis J. F. Ehrh..
Quercus mas Thore (wird in der Flora Europae als eigene Art angegeben, im Catalogue of Life als Synonym von Quercus petrae, in der Flora Iberica nicht erwähnt, obwohl die Art in Spanien vorkommen soll)

English name:
Sessile Oak

Nom francais:
Chêne sessile

Nome italiano:
Quercia rovere

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet (nur Voralpenland, Z-Hessen, S-Eifel, N-Hunsrück, Nordwesten selten), fehlt in den Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, 
France, Corsica, Italy, Sicily, 
Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Macedonia, Montenegro, Bosnia & Hercegovina, Albania, Greece (N- Central, N- East)
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Baltic States, Russia, Belarus, Ukraine, Moldavia, Crimea, Iran, Lebanon

Etymologie:
- Quercus: lat. Eiche
- petrae: Felsen

Quercus robur und Quercus petrae kommen oft im gleichen Lebensraum vor und bilden fertile Hybride (= Quercus x rosaceae Brechst.) mit intermediären Merkmalen. Die Unterschiede zwischen Quercus robur und Quercus petrae sind in der Publikation "Traubeneiche und Stieleiche - zwei ungleiche Schwestern" tabellarisch zusammengefasst

 

 

 

Baum, bis 35 m hoch


Photo und copyright Andrea Moro

Pflanze einhäusig:
Männliche Blüten hängenden Kätzchen


Photo und copyright Andrea Moro

Weibliche Blüten sitzend, zu 2 - 5 an den Triebenden


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Früchte +/- sitzend, zu mehreren in Trauben (Name!), 


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Eichel 1/4 -1/3 vom Fruchtbecher (Cupula) umschlossen, Fruchtbecher dünnwandig
Fruchtschuppen klein, Rücken nicht gewölbt


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter 8 - 32 mm lang gestielt, Blattgrund nur wenig schmäler als die Mitte, keilförmig, selten geöhrt, regelmäßig und wenig tief gelappt, Blattlappen zur Blattspitze kleiner werdend, vorne rund


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Junge Triebe mit wenigen Korkzellen, alle Blattnerven münden in den Blattlappen,
ohne Buchtennerven


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blätter unterseits mit wenigen winzigen Sternhaaren (Lupe!), 
auf den Adern oder in den Nervenwinkeln meist etwas behaart


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Welke Blätter bleiben im Winter oft +/- lange am Baum (Name: Wintereiche)


Photo und copyright Andrea Moro