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Leinarten mit blauen Blüten und weichen Blatträndern

Kronblätter 25 - 40 mm lang, Kelchblätter 10 - 14 mm lang
Tragblätter breit hautrandig
> 1


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblätter 10 - 20 mm lang
Tragblätter nicht hautrandig
> 2

 

 

1     Kronblätter 25 - 40 mm lang, Kelchblätter 10 - 14 mm lang, Tragblätter hautrandig


Linum narbonense
(Französischer Lein)


Photo und copyright Michael Hassler

V - VIII,  Steinige Trockenrasen auf Kalk
                 Botanischer Garten München

Synonyme:
Spanischer Lein
Linum barrasii Pau; 
Linum reflexum Aiton; 
Linum laeve Reichb.; 
Linum paniculatum Moench

English name:
Blue flax

Weltweite Verbreitung:
Portugal, Spain, Baleares, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, 
*Switzerland, Algeria, Morocco

 

 

Pflanze 40 - 60 cm


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten heterostyl, meist kräftig blau, 
Kronblätter 25 - 40 mm lang, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblätter, Narben linealisch


Photo und copyright Michael Hassler

Kelchblätter lanzettlich, lang zugespitzt, 10 - 14 mm lang
am Rand häutig, Tragblätter häutig


Photo und copyright Michael Hassler

Kapsel 7 - 9 mm groß
Kapselzähne 2 - 2,5 mm lang geschnäbelt

 

Mittlere Stängelblätter 1 - 5 mm breit, 1- 3-nervig


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

2     Kronblätter 10 - 20 mm lang, Tragblätter nicht hautrandig

Griffel fast bis zur Spitze verwachsen
> 3

 

Griffel fast bis zum Grund frei
> 4

 

3     Griffel fast bis zur Spitze verwachsen


Linum hologynum
(Verwachsengriffliger Lein)

 

VI - VII,  Steinige Gebirgsrasen
                 Mount Chelmos
                 Pindos

Synonyme:
Linum monogynum Hort. ex Reichb.

Weltweite Verbreitung:
former Yugoslavia, Albania, Greece

Romania,
Bulgaria

 

 

Pflanze 10 - 40 cm
aufsteigend oder aufrecht

Blüten homostyl, blau, violett oder rosaviolett,
Kronblätter 10 - 20 mm lang, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblätter, Griffel fast bis zur Spitze verwachsen, Narben linealisch

Kelchblätter lanzettlich, lang zugespitzt, 5 - 8 mm lang
im unteren Teil mit kielartigem Mittelnerv

Kapsel 4 - 6 mm groß

Mittlere Stängelblätter 0,5 - 1 mm breit, linealisch
1-nervig

 

 

 

4     Griffel fast bis zum Grund frei

Blüten meist kräftig blau, Kronblätter 15 - 20 mm lang, Narben kopfig
Staubblätter nicht über dem Griffel zusammenneigend, Staubbeutel meist weiß
> 5

Blüten meist hellblau, Kronblätter 10 - 15 mm lang, Narben linealisch oder keulig
Staubblätter meist über den Griffel zusammenneigend, Staubbeutel oft blau
> 6

 

5     Staubblätter und Griffel verschieden lang


Linum perenne agg.
(Artengruppe Ausdauernder Lein)

VI - VII,  Halbtrockenrasen
                 Botanischer Garten Tübingen
                 Garchinger Heide (14.08.2010)
                 Darmstadt: Griesheimer Sanddüne

Zu den Arten der Artengruppe

 

 

Pflanze 30 - 80 cm

 Blüten meist kräftig blau, Kronblätter 15 - 20 mm lang,
Blüten homo- oder heterostyl,
Narben kopfig
Staubblätter nicht über dem Griffel zusammenneigend, Staubbeutel meist weiß

Hier: Staubblätter länger als die Griffel

Hier: Griffel länger als die Staubblätter

Hier: Griffel so lang wie die Staubblätter

Mittlere Stängelblätter wechselständig, 
linealisch- lanzettlich, bis 2,5 cm lang 

 

 

6     Staubblätter und Griffel +/- gleich lang

Stängelblätter 0,5 - 1 mm breit
Blütenstand wenigblütig, Kelchblätter 4 - 5 mm lang
Wildpflanze
> 7

Stängelblätter 2 - 3 mm breit
Blütenstand vielblütig, Kelchblätter 6 - 9 mm lang
Kulturpflanze
> 8

 

7     Stängelblätter 0,5 - 1 mm breit


Linum bienne
(Zweijähriger Lein)

V - VIII,  Trockenrasen
                 Monfalcone, NSG Schiavetti (Italien)

Synonyme:
Linum angustifolium
Adenolinum angustifolium Reichb.; Cathartolinum agreste Reichb.; Linum acuminatum Moench; Linum affine Panz. ex Schult.; Linum agrestre Brot.; Linum ambiguum Jordan; Linum angustifolium Hudson; Linum arvense Bub.; Linum austriacum Sims; Linum cribrosum Reichenb.; Linum hispanicum Mill.; Linum hohenackeri Boiss.; Linum humile Miller; Linum humile var. stenophyllum Boiss.; Linum marginatum Poir.; Linum multicaule Hedw. ex Steud.; Linum narbonense Desf.; Linum perenne Vill.; Linum pyrenaicum Pourr.; Linum tenuifolium With.; Linum usitasissimum var. humile (P. Mill.) Pers.; Linum usitatissimum Griseb.; Linum usitatissimum ssp. bienne (Mill.) Stankevicz; Linum usitatissimum ssp. humile (Mill.) Czernom.; Linum usitatissimum var. stenophyllum (Boiss.) K.H Rechinger; Linum usitatissimum ssp. angustifolium (Hudson) Thell.; incl. Linum bienne var. papillosum J. Molero & À.M. Romo; Homenaje Pedro Montserrat (Monogr. Inst. Pirenaico Ecol. (Jaca), 4): 272 (1988) [Spain]; incl. Linum bienne var. siculum (C.Presl) Giardina & Raimondo; Bocconea 20:12 (2007) [Sicily]; Linum siculum C. Presl

English name:
Pale flax

Weltweite Verbreitung:
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Malta, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, , Greece, Crete

Caucasus / Transcaucasus, England, Ireland, Bulgaria
Crimea, C-Asia, Turkestan, Libya, Tunisia, Algeria, Morocco, NW-Africa, *New Zealand, Turkey, Cyprus, E-Aegaean Isl., European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Syria, Afghanistan, *Haiti, *Dominican Republic, Azores, Madeira, Canary Isl., *Hawaii (*Maui (*Wailaulau)), *USA, *Canada

Wahrscheinlich handelt es sich um die Stammform des Kulturleins (Linum usitatissimum), da sie gleiche Chromosomenzahl aufweisen

 

 

Pflanze 10 - 60 cm
verzweigt, oft mit nichtblühenden Trieen


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten homostyl, meist hellblau, Kronblätter 10 - 15 mm lang, 2 - 3 mal so lang wie die Kelchblätter, Narben linealisch oder keulig
Staubblätter meist über den Griffel zusammenneigend, Staubbeutel oft blau

Kelchblätter eiförmig, zugespitzt, 4 - 5 mm lang
mit auffälligen stark ausgeprägtem Mittelnerv

Kapsel 4 - 6 mm groß

Kapselzähne ca. 1 mm lang geschnäbelt

Mittlere Stängelblätter 0,5 - 1 mm breit,
1- seltener 3-nervig

 

 

8     Stängelblätter 2 - 3 mm breit


Linum usitatissimum
(Saat- Lein)

VI - VII,  Kulturpflanze, Bienenweide
                 Günzburg, Apothekergarten Jaud
                 Botanischer Garten Ulm
                 Gundelfingen Mixfeld
                 Freihalden, Fahrradweg
                 Rosshaupten Bienenweide

Zu den Varietäten

English name:
Common flax

Heilpflanze des Jahres 2005. Nur in Kultur bekannt.

Der Gemeine Lein wurde zur Gewinnung seiner Bastfaser, des Flachses, aber auch wegen seiner ölhaltigen Samen (Leinsamen, Leinöl) angebaut.. Durch das Aufkommen der billigeren und leichter zu verarbeitenden Baumwolle gingen die Anbauflächen noch im 19. Jahrhundert stark zurück. In der Nachkriegszeit war 1957 in Westdeutschland und 1979 in Ostdeutschland der Leinanbau bis auf geringe Restflächen verschwunden. Der Anbau hielt sich in Westeuropa nur in Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden. Mit dem Verschwinden der Leinfelder sind auch sehr spezialisierte "Unkräuter", die früher in Leinfelder wuchsen verschwunden z.B. Gezähnter Leindotter (Camelina alyssum)

 

Pflanze 20 - 100 cm
Blütenstand reich verzweigt, vielblütig

Stängel unverzweigt

Blüten homostyl, Kronblätter 10 - 15 mm lang, 
meist himmelblau seltener blassrosa lila oder weiß,
Narben linealisch oder keulig
Staubblätter meist über den Griffel zusammenneigend, Staubbeutel oft blau

Kelchblätter hautrandig, bewimpert, nicht drüsig

Mittlere Stängelblätter grasähnlich,
3 - 4 cm lang