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Sorbus-  Kronblätter weiß, ausgebreitet, 
Blätter nicht gelappt oder gefiedert, mit mehr als 5 Paar Seitennerven, unterseits weißfilzig

- Sorbus aria agg. = Gattung: Aria (mit ca. 50 Kleinarten) - 

Blätter am Grund abgerundet
7 - 14 cm lang, mit 11 - 15 Nervenpaaren
> 1

Zumindest einige Blätter am Grund keilig
4 - 11 cm lang, mit 4 - 11 Nervenpaaren
> 2


Photo und copyright Michael Hassler

 

1     Blätter am Grund abgerundet, 7 - 14 cm lang, mit 11 - 15 Nervenpaaren


Sorbus aria (L.) Crantz
(
Gewöhnliche Mehlbeere)

V,  Felsige Trockenrasen, Waldränder (0 -1200 m)
      Mönchsdeggingen
      Schaifhausen, NSG Ehrenbürg
      Badberg, Kaiserstuhl

Synonyme:
Aria edulis (Willd.) M. Roem. (Name im Catalogue of Life)
Aria nivea Host, Crataegus aria L., Pyrus aria (L.) Ehrh. 

English name:
Common Whitebeam

Nom francais:
Alisier blanc

Nome italiano: 
Sorbo montano

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet RP über HE bis Thüringer Wald, Schwarzwald, Schwäbische Alb, bayr. Alpen und Alpenvorland; sonst synanthrop (u. a. ST, HH). 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: 0 (ausgestorben), Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: evtl. zu erwarten [Neophyt], Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Macedonia, Albania, Greece, 
Belgium, Luxembourg, England, Bulgaria, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Ukraine

Eingebürgert in:
Denmark*, Ireland*, Northern Ireland*, Norway*, Sweden*, USA*, Canary Isl.*

Es werden viele Sorten gepflanzt, die auch andere Sorbusarten mit einbeziehen!

Die Blattform ist sehr variabel z.B.
Forma longifolia: Blätter länglich
Forma: cyclophylla: Blätter rundlich
Forma obtusa: Blätter vorne stumpf

 

 

 3 - 20 m hoher Baum, auf Felsen auch als Strauch

Blütenstand trugdoldig, mit 15 - 20 Blüten
Blütendurchmesser: 1,2 - 1,5 cm

Blüten weiß, Kelch filzig behaart 

Früchte klein (8 - 15 mm groß)

anfangs filzig behaart

Reife Früchte länglich-eiförmig, reif korallenrot, mehlig

Blätter am Kurztrieb mit 10 - 14 Nervenpaaren, die spitzwinklig vom Hauptnerv abgehen

Blätter eiförmig, gesägt, jung filzig, 7 - 14 cm lang
Blattrand doppelt oder periodisch gesägt, Blattzähne so lang oder länger als breit, etwas gebogen und zur Blattspitze zeigend

Blattunterseite weiß filzig

Knospe im März

 

 

2     Blätter am Grund keilig, 4 - 11 cm lang, mit 4 - 11 Nervenpaaren

Die meisten Blätter am Kurztrieb rhombisch, +/- zugespitzt, vorne oft schwach gelappt
> 3


Photo und copyright Michael Hassler

Die meisten Blätter am Kurztrieb vorne abgerundet, +/- gleichmäßig gezähnt
> 4


Photo und copyright Michael Hassler

 

3     Blätter am Kurztrieb rundlich, schwach gelappt


Sorbus danubialis (Jav.) Karpati
(
Donau- Mehlbeere)


Photo und copyright Michael Hassler

V, Waldränder, felsige Trockenrasen
     Neuburg (Michael Hassler 17.05.2008)
     Frankenalb z.B. Schlaifhausen, Gipfel des Rodensteins
     Unterfranken z.B. Veitshöchheim
     Botanischer Garten Regensburg

Synonyme:
Aria danubialis (Jáv.) Sennikov & Kurtto (Name im Catalogue of Life)
Pyrus danubialis (Jav.) M.F.Fay & Christenh.; Sorbus graeca var. apiculata (Jáv.) Kovanda

English name:
Danube Whitebeam

Verbreitung in Deutschland:
S-Frankenalb (Regensburg bis Eichstätt), nördlich bis untere Vilstal, nordwestlich bis Weißenburg

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, 
Czech Republic, Hungary, Romania, Slovakia, Ukraine

 

 

 

 1 - 4 m hoher Strauch, seltener auch bis 5 m hoher Baum


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand, 4 cm im Durchmesser
Blüten weiß


Photo und copyright Michael Hassler

Früchte rundlich, mit zahlreichen kleinen Lentizellen

Blätter am Kurztrieb rundlich, vorne meist zugespitzt, mit keiligem Grund, Blattrand in der unteren Hälfte ganzrandig, am Vorderrand schwach gelappt


Photo und copyright Michael Hassler

mit 7 - 9 Nervenpaaren, 6 - 8 cm lang


Photo und copyright Michael Hassler

Blattunterseite weiß filzig


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

4     Blätter am Kurztrieb vorne abgerundet, nicht gelappt

Verbreitung im Gebiet: Deutschland, Österreich
Scheinfrüchte mit viele, kleinen Lentizellen
Blätter mit 8 - 11 Nervenpaaren
> 5


Photo und copyright Michael Hassler

Verbreitung im Gebiet: Italien, Balkan, Griechenland
Scheinfrüchte mit wenigen, großen Lentizellen
Blätter schon früh ledrig, mit 7 - 9 Nervenpaaren
> 6


Photo und copyright Lena Alexiou

 

5     Verbreitung im Gebiet: Deutschland, Österreich, Blätter mit 8 - 11 Nervenpaaren


Sorbus collina M. Lepší et al.
(
Hügel- Mehlbeere)


Photo und copyright Michael Hassler

V, Waldränder, felsige Trockenrasen
     Kelheim, gegenüber Kloster Weltenburg
     Lochstadt, Donauhänge

Synonyme:
S. pannonica Kárpáti (Name in "Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft - Sonderband zur Gattung Sorbus")
Aria collina (M.Lepší, P.Lepší & N.Mey.) Sennikov & Kurtto (Name im Catalogue of Life)
Sorbus collina M. & P. Lepsi; Pyrus collina (M.Lepší, P.Lepší & N.Mey.) M.F.Fay & Christenh.

English name:
Hill Whitebeam

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Frankenalb, lokal SO-BY (Burghausen).

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria,
Czech Republic, Hungary

Die Art wurde früher als Sorbus pannonica bezeichnet. Sorbus pannonica wurde jedoch als triploider ungarischer Lokalendemit typifiziert (Somlyay & Sennikov 2015) und steht als Name für Bayerische Formen nicht mehr zur Verfügung. Sorbus collina steht zwischen Sorbus aria und Sorbus graeca.

 

 

 3 - 10 m hoher Strauch oder Baum


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand so breit wie hoch, gestielt, 6 cm im Durchmesser
Blüten weiß


Photo und copyright Michael Hassler

Früchte rundlich, mit vielen kleinen Lentizellen


Photo und copyright Michael Hassler

Zumindest einige Blätter am Kurztrieb vorne abgerundet 
("Tennisschläger"), oder sehr kurz bespitzt, rundlich bis eiförmig, mit keiligem Grund


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter auf der Oberseite anfangs dicht wollig behaart, 
später verkahlend


Photo und copyright Michael Hassler

Blattrand in der unteren Hälfte ganzrandig, zur Spitze hin breit gezähnt, 7 - 11 cm lang, mit 9 - 10 Nervenpaaren, Blattunterseite weiß filzig


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

6     Verbreitung im Gebiet: Italien, Balkan, Griechenland, Blätter mit 4 - 9 Nervenpaaren


Sorbus graeca
(Spach) Kotschy
(Griechische
Mehlbeere)


Photo und copyright Lena Alexiou

V- VI, Waldränder, felsige Trockenrasen (0 - 1400 m)
            Troodos- Gebirge, Zypern (Lena Alexiou Oktober 2015)

Synonyme:
Aria graeca (Spach) M. Roem. (Name im Catalogue of Life)
Sorbus cretica (Lindl.) Fritsch & Rech.; Sorbus meridionalis Simonk., Sorbus porrigens Hedl.
Sorbus aria ssp. cretica (Lindl.) Holmboe; Sorbus aria ssp. graeca (Spach) Nyman; Sorbus aria ssp. meridionalis (Simonk.) Murb.; Sorbus aria var. cretica (Lindl.) Halácsy; Sorbus aria var. cyclophylla C.K. Schneid.; Sorbus aria var. graeca (Spach) Griseb.; Sorbus aria var. meridionalis (Simonk.) Nyman, Sorbus umbellata subsp. meridionalis (Guss.) Vălev

English name:
Greek Whitebeam

Nome italiano: 
Sorbo greco

Weltweite Verbreitung:
Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Herzegovina, Serbia, Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania,
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, N- Central, N- East), Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., Crete
Bulgaria, Hungary, Poland, Romania, Slovakia, Azerbaijan, Algeria, Morocco, Tunisia, Armenia, Cyprus, Georgia [Caucasus], Lebanon, Northern Caucasus, Syria, Turkey, Turkmenistan

Einzige Sorbus- Art in Zypern.

 

 

 

 1 - 4 m hoher Strauch oder kleiner Baum

 

Blüten weiß, radförmig ausgebreitet,
Kelchzähne bleiben dicht weißfilzig

 

Früchte rundlich, rot, mit wenigen großen Lentizellen

Blätter am Kurztrieb oval oder fast kreisförmig, vorne meist stumpf, mit keiligem Grund, Blattrand im unteren Drittel fast ganzrandig, ansonsten grob doppelt gezähnt, nicht gelappt,
Blattzähne meist breiter als lang


Photo und copyright Lena Alexiou

Blattunterseite dick weißfilzig