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Salix - Bäume oder Sträucher > 2 m, Zweige aufrecht, nicht bläulich- weiß bereift, 
Blätter runzlig, breit eiförmig, 50 - 100 mm lang, unterseits behaart

Endemit in Kalabrien
Entrindetes Holz mit undeutlichen Striemen
Blätter mit 10 - 14 Nervenpaaren, Nebenblätter groß
> 1

 

Weit verbreitete und häufige Art
Entrindetes Holz ohne Striemen
Blätter mit 7 - 10 Nervenpaaren, Nebenblätter klein oder fehlend
> 2

 

1       Endemit in Kalabrien, Blätter mit 10 - 14 Nervenpaaren, Nebenblätter groß


 Salix oropotamica S. Brullo, F. Scelsi & G. Spampinato
(Gebirgsfluss- Weide)

 

III- IV, Bachufer (1200 - 1500 m)
             Gambarie, Nationalpark Aspromonte, Kalabrien (Scelsi & Spampinato26.4.1994)

Synonyme:
Keine

English name:
Mountain- stream Willow

Nome italiano: 
Salice dei fiumi montani

Weltweite Verbreitung:
Italy (Kalabrien)

Etymologie:
- Salix: römischer Name für Weide
- oropotamica: griech. "oros" = Berg; potam = Wasserlauf, Fluss

Salix oropotamica wird beschrieben in der Publikation "Salix oropotamica (Salicaceae), a new species from S. Italy" (1995) von Salvatore Brullo, Fabrizio Scelsi & Giovanni Spampinato.

 

 

 

 

Bis 4 - 8 m hoher Strauch oder Baum

 

Junge Triebe behaart, graugrün, ältere Triebe kahl

 

Kätzchen vor dem Laubaustrieb erscheinend ("= Palmkätzchen")
Junge männliche Kätzchen eiförmig, 2 - 3 cm lang

 

Männliche Blüten mit 2 Staubblättern in der Achsel eines Tragblattes,
Tragblatt unten grün oben rotbraun, bebärtet, 1 zylindrisches ca. 0,8 mm langes Nektarium

 

Weibliche Kätzchen aufrecht, zylindrisch, 2 - 4 cm lang,

 

Früchte behaart, gestielt, Griffel fehlend, Narben 2- teilig

 

Blätter 5 - 10 cm lang, 3 - 5 cm breit, mit 10 - 14 Nervenpaaren, Rand gezähnt, oberseits dunkelgrün, runzlig, am Grund keilig, vorne +/- spitz

 

Blattunterseite bleibend dicht filzig behaart

 

Nebenblätter 5 - 16 mm groß, länger als der Blattstiel, am Rand gezähnt

Entrindetes Holz mit undeutlichen Striemen

 

 

 

2        Blätter mit 7 - 10 Nervenpaaren, Nebenblätter klein oder fehlend


 Salix caprea L.
(Sal- Weide)

III- IV, Wälder, Kiesgruben, Dämme (0 - 1800 m)
              Günzburg, Wertstoffcontainer, ca. 450 m ü.M. (27.03.2010 blühend)

Synonyme:
Palm- Weide, Kätzchen- Weide
Salix alniformis Gand.

English name:
Goat Willow

Nom francais:
Saule des chèvres

Nome italiano: 
Salice delle capre

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Italy, Sicily, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Greece (S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), 
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Finland, Norway, Sweden, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Baltic States, Russia, Ukraine, Crimea, Mongolia

Eingebürgert in:
*Australia,
*USA, *Canada

Etymologie:
- Salix: römischer Name für Weide
- caprea: Ziege (Blätter werden gern von Ziegen gefressen)

Wissenswertes:
- Aufgrund ihrer frühen Blütezeit ab Anfang März ist die Sal-Weide eine wichtige, erste Futterpflanze für Insekten
- Zweige der männlichen Sal- Weide sind Bestandteil des "Palmbuschen", der am Palmsonntag durch die Straßen getragen wird

- Häufig sieht man Salix caprea 'Pendula', die Hänge-Kätzchen-Weide, die auf Stämmchen veredelt wird und lang herabhängende Triebe bildet:

 

 

Bis 10 m hoher Strauch 
oder kurzstämmiger Baum

Junge Triebe kurz behaart, graugrün

Kätzchen vor dem Laubaustrieb erscheinend ("= Palmkätzchen")

Junge männliche Kätzchen eiförmig, bis 2,5 cm lang

Männliche Blüten mit 2 Staubblättern in der Achsel eines Tragblattes,
Tragblatt unten grün oben rotbraun, bebärtet


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Weibliche Kätzchen aufrecht, elliptisch
ca. 4 cm lang, mit dem Laubaustrieb erscheinend

Fruchtknoten silbrig behaart, gestielt, Narben zusammengedrückt

Griffel 0,3 - 0,4 mm lang, 
Tragblätter behaart, im oberen Teil schwarzbraun, im unteren Teil hell


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter 5 - 10 cm lang, 3 - 6 cm breit, Rand gewellt und unregelmäßig grob gezähnt, wie ausgebissen scheinend, oberseits dunkelgrün, runzlig, in oder unterhalb der Mitte am breitesten, vorne stumpf

Blattunterseite bleibend dicht filzig behaart,  7 - 10 Nervenpaare

Nebenblätter klein oder fehlend

Rinde grau, mit Korkwarzen

Entrindetes Holz ohne Striemen