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Cirsium - Blüten violett, Stängel im oberen Teil blattlos, nicht dornig geflügelt, Blätter unterseits dicht weißfilzig


 Cirsium heterophyllum (L.) Hill
(Verschiedenblättrige Kratzdistel)

VI - VIII, Moorwiesen, feuchte Bergwiesen, Gräben (600 - 2100 m)
                  Melag, Südtirol, Italien, ca. 1950 m ü.M. (10.08.2011)
                  Tschirn, Bergkehre, Oberfranken, 615 m ü.M. (28.05.2011)

Synonyme:
Alantdistel
Cirsium helenioides All. (Name in der Flora Europaea)
Carduus heterophyllus L.

English name:
Melancholy Thistle

Nom francais:
Cirse à feuilles variables

Nome italiano: 
Cardo con foglie variabili

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet Thüringer Wald, Sachsen, Bayerischer Wald; 
selten Alpen und Harz, Einzelfunde Vogelsberg, S-Brandenburg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hamburg: unbeständig, Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 1 (vom Aussterben bedroht), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain (Burgos, Navarra, Baskenland, Kantabrien)
France (Alpen, Pyrenäen), 
Italy (Aosta, Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul), 
Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Montenegro,
England, Ireland, Denmark, Belgium, Norway, Sweden, Finland, Czech Republic, Slovakia,  Poland, Romania, Estonia, Latvia, Lithuania, Belarus, Ukraine, Russia, Greenland

Etymologie:
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen und Krampfadern eingesetzt wurden
- heterophyllum: verschiedenblättrig

 

 

Pflanze bis 0,5 - 1,5 m groß

Stängel mit 1 oder mehreren Köpfchen

Köpfchen mit 200 - 300 purpurroten Röhrenblüten

 Hülle 20 - 30 mm lang, Hüllblätter aufrecht, anliegend, ohne helles Mittelfeld;
Dorn höchstens 1 mm lang

Stängel gerillt, spinnwebig graufilzig, ungeflügelt, ohne Dornen

Stängelblätter stängelumfassend, nicht am Stängel herablaufend

Stängelblätter ganzrandig oder fiderteilig gelappt, mit nach vorne gerichteten Abschnitten
am Rand fein stachelig gezähnt, oberseits kahl, grün

Blätter unterseits schneeweiß, filzig

Blätter am Stängelgrund gehäuft