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Cirsium - Blüten gelblich oder weiß, Blätter unterseits nicht weißfilzig

Blattzipfel mit langen stechenden Dornen
> 3

Blattzipfel mit kurzen Dornen
> 4

 

3      Hochblätter fiederspaltig, Blattzipfel mit langem Dorn


Cirsium spinosissimum (L.) Scop
(Alpen- Kratzdistel)

VII - VIII, Felsen, Felsschutt (1400 - 2400 m)
                   Oberstdorf, Fellhorn, Bayern, ca. 2000 m ü.M. (14.07.2007)

Synonyme:
Cnicus spinosissimus L. 

English name:
Spiniest Thistle

Nom francais:
Cirse très épineux

Nome italiano: 
Cardo spinosissimo

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland,
France (Haute- Savoie, Savoie, Isere, Drome, Hautes- Alpes, Alpes-de-Haute- Provence, Alpes- Maritimes), 
Italy (Aosta, Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul), 
Slovenia

Etymologie:
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen und Krampfadern eingesetzt wurden
- spinosissimum: sehr dornig

 

 

 

 

Pflanze 0,15 - 0,60 m groß

Röhrenblüten blassgelb

Hochblätter fiederspaltig, 
 hartdornig, bleichgrün

Blätter kahl oder zerstreut behaart, länglich, fiederspaltig- gelappt

Blattzipfel spreizend, dornig- gewimpert, mit einem langen,  starken Dorn endigend

 

 

4     Hochblätter eiförmig, ungeteilt, Blattzipfel mit kurzen Stacheln

Pflanze klebrig
Blüten zitronengelb, Köpfchen ohne Hochblätter
> 5

Pflanze nicht klebrig
Blüten hellgelb, Köpfchen von Hochblättern umgeben
> 6

 

5     Pflanze klebrig, Blüten zitronengelb, ohne Hochblätter


 Cirsium erisithales (Jacq.) Scop.
(Klebrige Kratzdistel)

VII - IX, Laubwälder, Wiesen, Ufer (500 - 2000 m)
                Lecco, Grigna-Massiv, Lombardei, ca. 1400 m ü.M. (10.08.2012)
                Karersee, Südtirol, 1540 m ü.M. (08.08.2013)

Synonyme:
Carduus erisithales Jacq.

English name:
Yellow Thistle

Nom francais:
Cirse érisitale

Nome italiano: 
Cardo zampa d'orso

Weltweite Verbreitung:
Austria, Switzerland, 
Spain (Barcelona, Gerona), 
France (widespread), 
Italy (
Aosta, Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul, Ligurien, Emilia Romagna, Toskana, Latium, Umbrien, Marken, Abruzzen)
Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, 
Poland, Slovakia, Hungary, Romania, Belarus, Moldova, Ukraine

Etymologie:
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen und Krampfadern eingesetzt wurden
- erisithales: reich blühend

 

 

 

 

 

Pflanze 0,5 - 1,5 m groß
im oberen Drittel oft ohne Blätter

Körbchenstand mit mehreren einkörbigen, oft überhängenden Ästen, 

Körbe meist ohne oder mit kleinen, schmal linealischen Hochblättern

Blüten zitronengelb

Hüllblätter ganzrandig, stark klebrig

Stängel klebrig- weich behaart

Stängelblätter tief fiederteilig, schwach dornig
am Grund halbstängelumfassend

Grundblätter fiederteilig, baldrianähnlich

 

 

6     Pflanze nicht klebrig, Blüten hellgelb, von gelbgrünen Hochblättern umgeben

Verbreitung: Österreich, Norditalien, Slowenien
Pflanze behaart
Köpfchen von linealischen Hüllblätter umgeben
> 


Photo und copyright Uwe Grabner

Weit verbreitete, häufige Art
Pflanze +/- kahl
Köpfchen von breiten Hüllblättern umgeben
> 

 


Cirsium carniolicum Scop.
(Krainer Kratzdistel)


Photo und copyright Uwe Grabner

VI - VIII, Feuchte Wiesen, Wälder (500 - 1800 m)
                  
Petzen, Kärnten, Österreich, ca. 1800 m ü.M. (Uwe Grabner 19.07.2016)
                  Urdos, Pyrénées-Atlantiques, ca. 1600 m ü.M. (Jean-Luc Tasset 08.07.2004)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Carduus carniolicus (Scop.) Pers.

English name:
Carniolic Thistle

Nome italiano: 
Cardo della Carniola

Weltweite Verbreitung:
Austria, 
Spain (Huesca), France (
Hautes-Pyrénées, Pyrénées-Atlantiques)
Italy (Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul), 
Slovenia

Etymologie:
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen
- carniolicum: aus der Krain (die Krain war ein historisches Gebiet und Herzogtum, welches im heutigen Slowenien liegt)

 

 

Pflanze 60 - 120 cm hoch


Photo und copyright Uwe Grabner

Stängel und Köpfchenstiele behaart
Köpfchen zu 2 - 7 knäulig gehäuft


Photo und copyright Uwe Grabner

Köpfchen von linealischen, bedornten und behaarten Hüllblätter umgeben


Photo und copyright Uwe Grabner

Blüten 17 - 21 mm lang, gelblich


Photo und copyright Uwe Grabner

Früchte 5 - 7 mm lang, Pappus 14 - 21 mm lang, federig


Photo und copyright Dijana Dubrovic

Stängelblätter kleiner als die Grundblätter, gezähnt oder gelappt, behaart
schwach bedornt


Photo und copyright Dijana Dubrovic

Stängelblätter stängelumfassend, Grundblätter gestielt, Dornen 2 - 8 mm lang


Photo und copyright Dijana Dubrovic

 

 

 

 

 


Cirsium oleraceum (L.) Scop.
(Kohl- Kratzdistel)

VI - IX, Feuchte Wiesen, Wälder (0 - 1800 m)
              Günzburg, Birket, c. 450 m ü.M. (04.09.2014)

Synonyme:
Cnicus oleraceus L. 

English name:
Cabbage Thistle

Nom francais:
Cirse maraîcher

Nome italiano: 
Cardo giallastro

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet, nur Nordwesten und Niederrhein selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: V (Vorwarnliste), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain (Burgos, Baskenland), 
France (widespread), 
Italy
(Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul, Ligurien, Emilia Romagna, Toskana, Latium, Marken, Abruzzen), 
Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, 
England, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Norway, Sweden, Finland, 
Czech Republic, Slovakia, Poland, Hungary, Romania, Bulgaria, Estonia, Latvia, Lithuania, Belarus, Moldova, Ukraine, Russia

Etymologie:
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen
- oleraceus: gemüseartig

 

 

Pflanze 0,5 - 1,7 m groß

Köpfchen zu 2 - 6 knäulig gehäuft

Blüten gelblich

Hochblätter gelbgrün, eiförmig, weichdornig, ungeteilt

Hüllblätter nicht klebrig

Pappus gefiedert

Obere Blätter stängelumfassend, ungeteilt oder gelappt, +/- kahl
am Rand mit größeren und kleineren Dornen


Photo und copyright Andrea Moro

Blätter unterseits kahl


Photo und copyright Andrea Moro

Grundblätter rosettig, fiederteilig

 

 

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