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Gattung: Lophiolepis (Kratzdistel)

Die Arten gehörten früher zur Gattung Cirsium (Kratzdistel) und werden bei einigen Florenwerken (z.B. Kew) immer noch dort eingeordnet.
Die Ausgliederung erfolgte 2022 durch die Publikation
"Towards a monophyletic classification of Cardueae: restoration of the genus Lophiolepis (= Cirsium p.p.) and new circumscription of Epitrachys" von Emanuele Guacchio et al.

 Zur Gattung Lophiolepis gehören 104 Arten.
Im Schlüssel sind 

Blüten weiß
> 1


Photo und copyright Franck Le Driant

Blüten rotviolett
> 2

 

1        Blüten weiß


Lophiolepis ferox (L.) Del Guacchio, Bureš, Iamonico & P.Caputo
(Wilde Kratzdistel)


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

V - VIII, Bergwiesen, Brachland (500 - 1500 m)
                

Synonyme:
Cirsium ferox (L.) DC. (name bei Kew)
Cnicus ferox L., Carduus ferox (L.) Vill.
 (Name bei World Plants)

English name:
Wild Thistle

Nom francais:
Cirse féroce

Nome italiano: 
Cardo molto spinoso

Weltweite Verbreitung:
Spain (Albacete, Burgos, Guadalajara, Heusca, La Rioja, Soria, Teruel, Saragossa)
France ( Isere, Hautes- Alpes, Alpes-de-Haute- Provence, Alpes- Maritimes, Ardeche, Drome, Vaucluse, Gard, Aveyron, Var, Bouches-du-Rhone, Gard, Herault, Pyrénées-Orientales
Italy ( Piemont, Lombardei)

Etymologie:
- Lophiolepis: abgeleitet von lophos = Schopf und lepis = Schuppe
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen und Krampfadern eingesetzt wurden
- ferox: wild, trotzig

 

 

 

 

Pflanze 60 - 100 cm hoch
verzweigt, Zweige mit mehreren dicht stehenden Köpfchen am Ende der Verzweigungen


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blüten weiß, Hülle eiförmig, 25 - 45 mm im Durchmesser,
Hüllblätter aufrecht abstehend, im vorderen Abschnitt linealisch, bedornt


Photo und copyright Franck Le Driant

Köpfchen von 10 - 20 aufrecht stehenden, linealischen, dornigen  Außenhüllblättern umgeben, 
Außenhüllblätter so lang oder länger als die Hülle


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Blätter gefiedert, Fiederabschnitte linealisch


Photo und copyright Franck Le Driant

Blätter behaart, Fiederabschnitte in einen 6 - 10 mm langen Dorn auslaufend


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

 

 

 


Lophiolepis eriophora (L.) Del Guacchio, Bureš, Iamonico & P.Caputo
(
Wollköpfige Kratzdistel)

VII - IX, Ruderalstellen, Wegränder, Wiesen (0 - 2300 m)
                Sinabronn, Baden- Württemberg, ca. 600 m ü.M. (07.08.2010)

Synonyme:
Cirsium eriophorum (L.) Scop. (Name bei Kew)
Carduus eriophorus L.

English name:
Wooly Thistle

Nom francais:
Cirse aranéeux, Cirse laineux

Nome italiano: 
Cardo lanoso

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig vom Harz über Thüringen, Franken bis Neckarbecken, Schwäbische Alb, Hegau; Alpen sehr zerstreut; isoliert Saar; selten Oberrheinebene; Einzelfunde Sachsen, Z-Hessen, Niederbayern 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Hessen: 4 (potentiell gefährdet), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain (Huesca, Lleida, Leon, La Rioja, Navarra, Palencia, Saragossa, Baskenland, Kantabrien), 
France (widespread), Italy (widespread), 
Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S-Pindos, N-Pindos, E-Central, N-Central, N-East)
England, Ireland, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Turkey

Etymologie:
- Lophiolepis: abgeleitet von lophos = Schopf und lepis = Schuppe
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen und Krampfadern eingesetzt wurden
- eriophorum: Wolle tragend

 

 

Pflanze 60 - 250 cm hoch
verzweigt, Zweige mit 1 oder mehreren Köpfchen am Ende der Verzweigungen

Blüten 25 - 45 mm lag, rotviolett, Hülle eiförmig, 40 - 70 mm im Durchmesser,
Hüllblätter abstehend, im vorderen Abschnitt linealisch, bedornt, dicht spinnwebig behaart

Köpfchen von 3 - 4 linealischen oder fiederspaltigen dornigen  Außenhüllblättern umgeben, 
Außenhüllblätter abstehend oder aufrecht, so lang oder länger als die Hülle

Früchte 5 mm lang, 2 mm breit, Pappus 17 - 30 mm lang, fiedrig

Stängel wollig behaart, nicht dornig geflügelt

Blätter tief fiederspaltig, mit linealischen Abschnitten

Fiederabschnitte in einen kurzen gelben Dorn auslaufend
oberseits grün, unterseits weißfilzig

Grundblattrosette im Juni