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Isatis
- Verbreitung: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien -

Verbreitung: Italien (Abruzzen, Basilikata), Mazedonien
Schoten 11 - 13 mm lang
> 1

Schoten 15 - 25 mm lang
> 4

 

1         Verbreitung: Italien (Abruzzen, Basilikata), Mazedonien, Schoten 11 - 13 mm lang

Endemit des Mt. Alpi, Basilikata (Italien)
Schoten abstehend
> 2
Verbreitung: Italien (Abruzzen), Mazedonien
Schoten hängend
> 3

 

 

2       Endemit des Mt. Alpi, Basilikata (Italien), Schoten abstehend


Isatis raimondoi Ten. ex Grande
(Raimondos Waid)


Photo und copyright 

VI - VII, Steinige Hänge, Felsen (1700 - 1850 m)
       
         Monte Alpi, Nationalpark Pollino, Basilikata (E. Di Gristina 11.07.2014)

Synonyme:
Keine

English name:
Raimondo's Woad

Nome italiano: 
Glasto di Raimondo

Weltweite Verbreitung:
Italy (Basilikata)

Etymologie:
- Isatis: Bezeichnung des Färber- Waid bei Hippokrates und Dioskurides
- Waid: von lat. vitrum = blaue Farbe
- raimondoi: benannt nach Francesco Maria Raimondo (*1944), italienischer Botaniker und Professor

Isatis raimondoi wird beschrieben in der Publikation "A new species of Isatis (Brassicaceae) from the Pollino National Park (Basilicata, S Italy)" (2015) von E. Di Gristina et al

 

 

 

 

Pflanze 40 - 90 cm hoch, 

Blütenstand schirmtraubig, anfangs dicht, später locker

 

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter gelb, 3 - 3,5 mm lang, Kelchblätter gelb, 2 - 2,5 mm lang

 

Blüten 7 - 10 mm lang lang gestielt, ohne Tragblätter

 

Schoten elliptisch, abstehend, 11 - 13 mm lang, 4 - 6 mm breit, kahl
vorne abgerundet oder ausgerandet, an der Basis verschmälert

 

Stängel kahl oder am Grund spärlich behaart
Stängelblätter 30 - 80 mm lang,, 5 - 15 mm breit, lanzettlich, beiderseits kahl, ganzrandig, spärlich behaart, mit abgerundeten Öhrchen pfeilförmig stängelumfassend

 

Grundblätter zur Blütezeit meist schon verwelkt, grün oder blaugrün,
80 - 130 mm lang, 25 - 50 mm breit, Blattstiel ca. so lang wie die Spreite, auf beiden Seite behaart

 

 

 

3      Verbreitung: Italien (Abruzzen), Mazedonien, Schoten hängend


Isatis pracox Kit. ex Tratt.
(Früher Waid)


Photo und copyright 

VI - VII, Steinige Hänge, Felsen (0 - 800 m)
                

Synonyme:
Keine

English name:
Early Woad

Nome italiano: 
Glasto precoce

Weltweite Verbreitung:
Italy (Abruzzen), 
Macedonia, 
Bulgaria, Hungary, Romania, Ukraine, Russia, Moldavia

Eingebürgert in:
*Madeira

Etymologie:
- Isatis: Bezeichnung des Färber- Waid bei Hippokrates und Dioskurides
- Waid: von lat. vitrum = blaue Farbe
- praecox: früh reifend

 

 

 

 

 

Pflanze 50 - 100 cm hoch

 

Blütenstand schirmtraubig, anfangs dicht, später locker
Blüten lang gestielt, ohne Tragblätter

 

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter gelb, 2,5 - 3 mm lang, 

 

Schoten hängend, 7 - 14 mm lang, 3 - 6 mm breit, ca. 2,5 so lang wie breit,
kahl oder behaart

 

Stängelblätter mit spitzen Öhrchn pfeilförmig stängelumfassend

 

 

 

4        Schoten 15 - 25 mm lang

Verbreitung: Frankreich (Hautes- Alpes), Nord- und Mittelitalien 
Pflanze 10 - 30 cm hoch

Schoten 2,5 mal so lang wie breit
> 5


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Weit verbreitete Art
Pflanze 40 - 120 cm groß, 
Schoten 3 - 5 mal so lang wie breit
> 6

 

5        Verbreitung: Frankreich (Hautes- Alpes), Nord- und Mittelitalien, Pflanze 10 - 30 cm hoch, Schoten 2,5 mal so lang wie breit


Isatis apennina Ten. ex Grande
(Apenninen- Waid)


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

VII - VIII, Steinige Hänge, Felsen (1800 - 2900 m)
                   
Ristolas, Monte Granero, Hautes-Alpes, 2800 m ü.M. (Franck Le Driant 30.07.2014)

Synonyme:
Alpen- Waid
Isatis allionii P.W. Ball (Name in der Flora Europaea),
Isatis alpina Vill. (Name in der Flora Gallica)

English name:
Alpine Woad, Apennine Woad

Nom francais:
Pastel des Alpes

Nome italiano: 
Glasto appenninico

Weltweite Verbreitung:
France (Hautes-Alpes),
Italy (Piemont, Lombardei, Marken, Umbrien, Latium, Abruzzen)

Etymologie:
- Isatis: Bezeichnung des Färber- Waid bei Hippokrates und Dioskurides
- Waid: von lat. vitrum = blaue Farbe
- apennina: aus den Apenninen

 

 

 

 

Pflanze 10 - 30 cm hoch, 
mit verzweigtem Rhizom, oft mit vegetativen Sprossen


Photo und copyright Franck Le Driant

Blütenstand schirmtraubig, anfangs dicht, später locker


Photo und copyright Franck Le Driant

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter gelb, 4 - 5 mm lang, Kelchblätter gelb, 2,5 - 3 mm lang


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blüten lang gestielt, ohne Tragblätter


Photo und copyright Franck Le Driant

Schoten hängend, 15 - 25 mm lang, 8 - 13 mm breit, ca. 2,5 so lang wie breit, geflügelt
am Grund und vorne abgerundet oder gestutzt, nicht öffnend, mit 1 Fruchtfach, welches 1 Samen enthält


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Stängel bläulich- grün bereift
Stängelblätter, 40 - 50 mm lang,, 10 - 20 mm breit, ganzrandig lanzettlich, beiderseits kahl, ganzrandig, pfeilförmig stängelumfassend


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

 

 

6      Pflanze 40 - 120 cm groß, Schoten 3 - 5 mal so lang wie breit


Isatis tinctoria L.
(Färber- Waid)

V - VII, Trockenrasen, Bahnanlagen, Wegränder (0 - 2100 m)
              Günzburg, Saatblumenfeld bei der Marienhöhle, ca. 450 m ü.M. (25.05.2020)

Synonyme:
Pastel, Deutsches Indigo
Isatis canescens DC. 

English name:
Dyer's Woad

Nom francais:
Pastel des teinturiers

Nome italiano: 
Glasto comune

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut Franken, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Kölner Bucht, Thüringer Becken, Schleswig-Holstein, Saarland; 
selten bayerisches Allgäu, Sachsen, fehlt Norden; nördliche Mitte meist nur Altfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: Neophyt, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: unbeständig, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain (widespread), 
France (widespread), Corsica, 
Italy (alle Regionen), Sardinia, Sicily, Malta, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), E- Aegean Isl., 
Canary Isl., England, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Finland, Sweden, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania,  Bulgaria, Turkey, Crimea, Baltic States, Russia, Belarus, Ukraine, China, Tibet, Kazakstan, Tajikistan, Uzbekistan, Korea, Mongolia, Japan, Iraq, Lebanon, Pakistan, India
Algeria, Morocco

Eingebürgert in:
*Peru, *Chile,  *Madeira, *Canada, *USA

Etymologie:
- Isatis: Bezeichnung des Färber- Waid bei Hippokrates und Dioskurides
- Waid: von lat. vitrum = blaue Farbe
- tinctoria: zum färben

Wissenswertes:
Aus dem Färberwaid wurde in Deutschland bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts Indigo (Indigoblau) gewonnen. 
Zur Geschichte und Herstellung von Indigo: Wikipedia

Im Gartenhandel wird häufig Isatis glauca (Herkunft: Türkei) verkauft, welche im Gegensatz zu Isatis tinctoria keine oder nur schwach ausgebildete Blattöhrchen besitzt.

 

 

 

Pflanze 40 - 120 cm groß,  
im oberen Teil oft ausladend verzweigt

Blütenstand traubig, Blüten, lang gestielt, ohne Tragblätter

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kron- und Kelchblätter schmal, 
Kronblätter 3,5 mm lang, Kelchblätter 2 - 2,5 mm lang


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schoten hängend, 15 - 25 mm lang, 3 - 5 mm breit, geflügelt
3 - 5 mal so lang wie breit, 

Reife Früchte schwarz, seitlich abgeflacht, geflügelt, nicht öffnend
mit deutlicher Mittelader, nur 1 Fruchtfach, welches 1 Samen enthält


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen eilänglich, glatt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel oft bläulich- grün bereift

Stängelblätter 30 - 240 mm lang, 10 - 60 mm breit, lanzettlich, beiderseits kahl, ganzrandig, pfeilförmig stängelumfassend

Grundblätter rosettig, bis 240 mm lang, 60 mm breit, ganzrandig oder unregelmäßig gzähnt


Photo und copyright Stefan Lefnaer