Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Cerastium - Blüten weiß, 5 Kronblätter, Kronblätter deutlich länger als der Kelch, Blätter lanzettlich, mit einfachen Haaren
- Verbreitung: Griechenland, Balkan -

Kelchblätter, Stängel und achselständige Blattbüschel nicht filzig
> 1

Kelchblätter, Stängel und achselständige Blattbüschel filzig
> 2


Photo und copyright Mirko Ubović

 

1         Kelchblätter, Stängel und achselständige Blattbüschel nicht filzig


Cerastium banaticum ssp. speciosum (Boiss.) Jalas
(Prächtiges Banater Hornkraut)


Photo und copyright 

VI - VIII, Felsen, Schotterfluren (2600 - 2900 m)
                  

Synonyme:
Cerastium grandiflorum var. alpinum Boiss.
Cerastium speciosum (Boiss.) Hausskn., Cerastium balcanicum Vandas

English name:
Magnificent Banatian Chickweed

Weltweite Verbreitung:
North Macedonia, Albania
Greece
(Peloponnes, Sterea Ellas, S-Pindos, N-Pindos, E-Central, N- Central, N- East, W-Aegean Isl.
),
Bulgaria
, Turkey

2n = 72, 144, 126

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- banaticum: aus dem Banat (historische Region, die Teile des heutigen Rumänien, Serbien und Ungarn umfasste)
- speciosum: prächtig

Die andere Unterart Cerastium banaticum ssp. banaticum hat linealische Blätter

 

 

Pflanze 15 - 30 cm groß
rasig wachsend, behaart oder verkahlend, mit sterilen Sprossen

 

Blütenstand mit 3 - 7 Blüten
Tragblätter breit lanzettlich, mit breitem Hautrand

 

Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 5 Griffel, 10 Staubblätter
Kronblätter doppelt so lang wie die Kelchblätter, tief ausgerandet, 

 

Kelchblätter 6 - 8 mm lang, hautrandig, spitz, behaart

 

Kapsel gerade, doppelt so lang wie der Kelch, mit 10 Zähnen aufspringend

 

Stängel im oberen Teil mit weichen, langen, abstehenden Haaren
  Blätter grün, lanzettlich, bis 25 mm lang, 5 mm breit, kurzhaarig

 

Blätter der sterilen Triebe ähnlich den Stängelblättern

 

 

 

2       Kelchblätter, Stängel und achselständige Blattbüschel filzig

Verbreitung: Kososvo
Untere Tragblätter meist krautig
> 3
Weiter verbreitete Art
Untere Tragblätter meist hautrandig
> 4

 

 

3       Verbreitung: Kososvo, Untere Tragblätter meist krautig


Cerastium neoscardicum Niketic
(
Šar- Planina Hornkraut)


Photo und copyright 

VI - VIII, Felsen, Schotterfluren (1400 - 2100 m)
                 Prizren, Sar- Planina, Kosovo (07.08.1987)

Synonyme:
Keine

English name:
Šar- Planina Chickweed

Weltweite Verbreitung:
Kosovo

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- neoascardicum: neo = neu; scardicum abgeleitet von lat. Scardus (= Šar
- Planina Gebirge welches sich zwischen dem Kosovo und Nordmazedonien erstreckt)

Cerastium neoscardicum wird beschrieben in der Publikation "Cerastium neoscardicum, a new species of Ser. Alpina from Shar- Planina, Serbia" (1992) von Marjan Niketic.

Cerastium neoscardicum ist wahrscheinlich hybridogenen Ursprungs, entstanden aus Cerastium decalvans und Cerastium alpinum 

 

 

Pflanze 10 - 25 cm groß
locker rasig wachsend, mit sterilen Trieben

 

Blütenstand 3 - 10-blütig
Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 5 Griffel, 10 Staubblätter
Kronblätter deutlich länger als der Kelch, tief ausgerandet

 

Kelchblätter 7 - 8 mm lang, hautrandig, spitz, filzig, oft auch drüsig
Tragblätter eilanzettlich,  krautig

 

Kapsel gerade oder schwach gekrümmt, +/- zylindrisch, länger als der Kelch, 
mit 10 Zähnen aufspringend, Samen 1,3 - 1,8 mm lang, warzig

 

Stängel im unteren Teil verholzt, Nodien verdickt, 
im oberen Teil dicht filzig, oft auch drüsig, im unteren Teil spärlich behaart

 
Stängelblätter lanzettlich, 10 - 20 (30) mm lang, grün, spärlich bis dicht filzig behaart
die unteren mit Blattbüscheln in den Achseln

 

Blätter der sterilen Triebe filzig behaart, am Rand bärtig

 

 

 

4       Weiter verbreitete Art, Untere Tragblätter meist hautrandig


Cerastium decalvans Schloss. & Vuk.
(Kahlwerdendes Hornkraut)


Photo und copyright Mirko Ubović

VI - VIII, Felsen, Schotterfluren (1000 - 2300 m)
                 Thasos (Burkhard Biel 26.05.2019)
                  Masna Luka, Bosnien und Herzegovina, ca. 2000 m ü.M. (Mirko Ubovic 12.07.2025)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Balkan- Hornkraut,
Cerastium lanigerum Clementi

English name:
Balding Chickweed

Weltweite Verbreitung:
Slovenia, Croatia, Serbia, Kosovo, Montenegro, North Macedonia, Albania,
Greece
(Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, N- Central, N- East, N- Aegean Isl.)
Bulgaria

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- decalvans: kahl werdend (calvus = kahl)

 

 

Pflanze 10 - 35 cm groß
locker rasig wachsend, filzig behaart, manchmal verkahlend, mit sterilen Trieben


Photo und copyright Burkhard Biel

Blütenstand 2 - 20-blütig
Blüten weiß, 5 Kronblätter, 5 Kelchblätter, 5 Griffel, 10 Staubblätter
Kronblätter doppelt so lang wie der Kelch, tief ausgerandet


Photo und copyright Burkhard Biel

Kelchblätter 6 - 10 mm lang, hautrandig, spitz, filzig, manchmal auch drüsig
Tragblätter eilanzettlich, hautrandig


Photo und copyright Mirko Ubović

Kapsel gerade oder schwach gekrümmt, +/- zylindrisch, länger als der Kelch, 
mit 10 Zähnen aufspringend, Zähne aufrecht, am Rand umgerollt
Samen 1,2 - 1,6 mm lang, mit langen Warzen

Oberste Blätter klein, elliptisch oder lanzettlich

Stängel und Blätter filzig langhaarig, manchmal verkahlend
Mittlere und untere Stängelblätter lanzettlich, 8 - 28 mm lang, 3 - 8 mm breit
die unteren mit dicht filzigen Blattbüscheln in den Achseln


Photo und copyright Mirko Ubović