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Cerastium - Zumindest einige Blüten mit 4 Kronblättern

Fruchtstiele länger als die Kelchblätter
> 1


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Fruchtstiele kürzer als die Kelchblätter
> 2


Photo und copyright Mathias Pires

 

1         Fruchtstiele länger als die Kelchblätter


Cerastium diffusum ssp. diffusum Pers.
(Gewöhnliches Viermänniges Hornkraut)


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

V- VII, Dünen, Sandstrände, Wiesen (0 - 1500 m)
             Thorup, Strand, Dänemark (JC Schou)
             La Faute sur Mer, Vendée (Benoit Bock März 2014)

Synonyme:
Cerastium tetrandrum Curtis

English name:
Fourstamen Chickweed

Verbreitung in Deutschland:
Nordseeinseln regelmäßig (Küsten dagegen nur sehr selten), adventive Einzelfunde nördliche Oberrheinebene 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Hamburg: R (sehr selten), Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Schleswig-Holstein: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
Portugal, Spain, Baleares, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Croatia, 
Madeira, England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Sweden, Norway, Faroer Isl., 
Hungary, Poland, Turkey, Ukraine, Crimea, Iran

Eingebürgert in:
* Australia, *USA

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- diffusum: ausgebreitet

Die in Griechenland gefundenen und als Cerastium diffusum bestimmten Pflanzen gehören zu Cerastium glutinosum.

Cerastium diffusum ssp. gussonei hat 5 Kronblätter

 

 

 

Pflanze 4 - 15 cm groß


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Blütenstand dichasial verzweigt, 4 - 10- blütig
Blütenstiele drüsig behaart, länger als der Kelch, Tragblätter krautig, ohne Hautrand


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Blüten weiß, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 4 Griffel, 4 Staubblätter, selten einige Blüten 5- zählig, Kronblätter 2-spaltig, etwas kürzer als Kelchblätter


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

 Kelchblätter 4 - 8 mm lang, spitz, hautrandig, drüsig behaart
3 mal so lang wie breit


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Kapsel zylindrisch, membranös, 5 - 10 mm lang, 
länger als der Kelch, mit 8 - 10 Zähnen öffnend


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Samen 0,4 - 0,7 mm lang, gelblich oder braun, mit stumpfen Warzen

 

Blätter und Stängel drüsig behaart
Blätter 5 - 20 mm lang, lanzettlich bis eiförmig


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

 

 

2         Fruchtstiele kürzer als die Kelchblätter

Fast alle Blüten mit 4 Kronblättern
Kelchblätter 5 - 6 mm, Kapsel 5 - 7 mm
> 3


Photo und copyright Sebastien Traclet

Einige Blüten mit 4, andere mit 5 Kronblättern
Kelchblätter 7 - 9 mm, Kapsel 7 - 8 mm
> 4

 

 

3     Fast alle Blüten mit 4 Kronblättern, Tragblätter vollständig krautig


Cerastium siculum Guss.
(
Sizilianisches Hornkraut)


Photo und copyright Mathias Pires

V- VII, Ruderalstellen, steiniges Brachland, Strände (0 - 800 m)
             Les Enfores, Bouches-du-Rhônes, Frankreich (Mathias Pires März 2016)

Synonyme:
Cerastium pumilum ssp. siculum (Guss.) Maire

English name:
Sicilian Chickweed

Nom francais:
Céraiste de Sicile

Nome italiano:
Peverina siciliana

Weltweite Verbreitung:
France (Var, Bouches-du-Rhone), Corsica, 
Italy (Toskana, Umbrien, Marken, Latium, Abruzzen, Molise, Apulien, Basilikata), Sicily, 
Libya, Algeria, Morocco

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- siculum: aus Sizilien

Die in Deutschland gefundenen als Cerastium siculum bestimmten Pflanzen gehören entsprechend der Publikation "Cerastium siculum in Deutschland ist C. subtetrandrum" zu Cerastium subtetrandrum.

 

 

Pflanze 4 - 12 cm groß


Photo und copyright Sebastien Traclet

Blütenstand mit einem dichten Dichasium am Ende jeden Zweiges


Photo und copyright Sebastien Traclet

Einige Blüten mit 4 andere mit 5 Kronblättern


Photo und copyright Sebastien Traclet

Kronblätter 2-spaltig, etwas kürzer als die Kelchblätter
Kelchblätter 5 – 6 mm, spitz, nur an der Spitze häutig, dicht drüsig behaart, mit wenigen drüsenlosen Haaren, die die Spitze nicht überragen (im Unterschied zu Cerastium glomeratum)


Photo und copyright Sebastien Traclet

  Kapsel 7 - 8 mm, länger als der Kelch, 10-zähnig,
Fruchtstiele kürzer als der Kelch, Tragblätter krautig, ohne Hautrand


Photo und copyright Mathias Pires

Stängel stark drüsig behaart, mit wenigen drüsenlosen Haaren
Blätter oval, 5 - 15 mm lang, behaart


Photo und copyright Sebastien Traclet

 

 

4     Einige Blüten mit 4, andere mit 5 Kronblättern


Cerastium subtetrandrum (Lange) Murb.
(
Vierzähliges Hornkraut)

 

V- VII, Salzbeeinflusste Straßenränder, Salzpionierrasen
              Tennenlohe bei Erlangen (Mario Schanz 25.04.2018)

Synonyme:
Öresund- Hornkraut,
Cerastium pumilum var. subtetrandrum Lange (Name in der Flora Europaea)
Cerastium diffusum subsp. subtetrandrum (Lange) P.d. Sell & Whitehead)

English name:
Tetramerous Chickweed

Verbreitung in Deutschland:
In Bayern bei Erlangen (Tennenlohe) an Straßenrändern gefunden (leg. M. Schanz 2018, als "C. siculum", det. Kleesadl nach Lippert & Meierott 2018). 

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Germany, SE-Austria, 
Denmark, S-Sweden, N-Poland, Slovakia, Hungary, NW-Serbia

2n = 72

Etymologie:
- Cerastium: abgeleitet von griech. keras = Horn (Kapseln sind bei vielen Arten der Gattung leicht gebogen und erinnern beim Herausragen aus dem Kelch an ein kleines Horn)
- subtetrandum: ähnlich tetrandum (tetrandum = mit 4 Staubblättern)

Cerastium subtetrandrum ist ein morphologisch zwischen Cerastium diffusum und Cerastium pumilum vermittelndes Hornkraut, dessen taxonomische Wertigkeit umstritten ist. In der Exkursionsflora von Österreich wird Cerastium subtetrandrum als Synonym von Cerastium pumilum geführt.

Die in Deutschland gefundenen als Cerastium siculum bestimmten Pflanzen gehören entsprechend der Publikation "Cerastium siculum in Deutschland ist C. subtetrandrum" zu Cerastium subtetrandrum. 

 

 

Pflanze 10 - 15 cm groß
unterste Blüten meist oberhalb der Stängelmitte

 

Blütenstiele meist kürzer als der Kelch
Blütenstand  knäulig wirkend

 

Blüten meist mit 5 Kronblättern, in jedem Blütenstand aber Blüten mit 4 Kronblättern,
4 oder 5 Kelchblättern, 4 - 5 Staubblätter, 4 - 5 Griffel

 

Kronblätter 2-spaltig, kürzer als die Kelchblätter, Kelchblätter 7 - 9 mm, spitz, dicht drüsig behaart, mit völlig kahler Spitze (im Unterschied zu Cerastium glomeratum)

  Kapsel 7 - 10 mm, länger als der Kelch, 10-zähnig,
Tragblätter krautig, ohne Hautrand

 

Blätter gegenständig, oval, 5 - 15 mm lang