Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Crocus - Frühjahrsblüher, Perigon +/- violett, im Schlund violett oder weiß, äußere Perigonblätter ohne Streifen,
Griffel länger als die Staubblätter, Knollenhüllen parallelnervig

Verbreitung im Gebiet: Österreich, Balkan
Perigonblätter am oberen Rand mit dunkler Zeichnung
> 1

 
Photo und copyright Hans Schön


Perigonblätter am oberen Rand ohne dunkle Zeichnung
> 2


Photo und copyright Michael Hassler

 

1      Perigonblätter am oberen Rand mit dunkler Zeichnung


Crocus heuffelianus
Herb. 
(Heuffels Krokus
)


Photo und copyright Hans Schön

II - IV, Wiesen, Wälder (0 - 1000 m)
             San Floriano del Collio, Friaul (Andrea Moro 28.03.2005)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Eichenwald- Krokus, Illyrischer Krokus
Crocus exiguus Schur,
Crocus albiflorus subsp. heuffelianus (Herb.) Suess.

English name:
Heuffel's Crocus

Nome italiano: 
Zafferano di Heuffel

Weltweite Verbreitung:
Austria,
Italy (Venetien, Friaul),

Slovenia;
Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo; North Macedonia; 
Czech Republic;
Slovakia; Hungary; Romania; Ukraine

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- heuffelianus: benannt nach János Heuffel (1800- 1857), slowakisch- österreichischer Botaniker

Sorten:
'Carpathian Wonder': Perigonblätter weiß mit blauvioletter V- förmiger Zeichnung

 

 

Pflanze 10 - 20 cm groß


Photo und copyright Hans Schön

Blüten hellviolett oder weiß, Perigonblätter mit dunkler Zeichnung


Photo und copyright Andrea Moro

Schlund kahl, Griffel mit 3 vorne fransigen Ästen,
Staubbeutel ca. so lang wie die Filamente


Photo und copyright Andrea Moro

Perigonröhre zumindest im oberen Teil violett, von 1 Hüllblatt (Braktee) umgeben,
Brakteole fehlend


Photo und copyright Andrea Moro

Zwiebel meist mit 1 Blüte und 2 - 3 Blättern,
Blätter 3 - 7 mm breit, weißer Mittelstreifen schmal


Photo und copyright Hans Schön

Zwiebel mit +/- parallelen Fasern, ohne Ring am Grund, Prophyll vorhanden

 

 

 

2      Perigonblätter am oberen Rand ohne dunkle Zeichnung

2n = 8, Fransen der Griffeläste 0,04 - 0,09 mm lang
Perigonröhre im sichtbaren Teil oben dunkel violett, unten weiß
> 3

2n = 16, Fransen der Griffeläste 0,07 - 0,18 mm lang
Perigonröhre im sichtbaren Teil meist hellviolett
> 4


Photo und copyright Andrea Moro

 

3      Perigonröhre im oberen Teil meist dunkel violett, im unteren weiß


Crocus neapolitanus (Ker Gawl.) Loisel. 
(
Neapolitanischer Krokus)

III - V, Wiesen, Wälder (300 - 1500 m)
             Günzburg, Feuerbachstr., cult. (06.03.2025)

Synonyme:
Crocus purpureus Weston (Name in der Exkursionsflora von Österreich)
Crocus vernus subsp. neapolitanus (Ker Gawl.) Asch. & Graebn., Crocus albiflorus subsp. neapolitanus (Ker Gawl.) Suess., Crocus napolitanus Mord. Laun et Louis

English name:
Naples Crocus

Nome italiano: 
Zafferano napoletano

Weltweite Verbreitung:
Italy
(Latium, Abruzzen, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata, Kalabrien),
Croatia

Eingebürgert in:
*Austria (Niederösterreich, Wien), *England

2n = 8

Diese Sippe gelangte aus Neapel zu Clusius nach Wien, wo sie als Zierpflanze Verbreitung fand und in Niederösterreich verwilderte.

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- neapolitanus: aus Neapel

Nach Ruksans 'World of Crocuses' S. 357 gehören die meisten Gartensorten, die als "Frühlings- Krokus" verkauft werden von den Merkmalen her (Griffel länger als die Staubblätter, Blätter 3 - 6 mm breit, Perigonröhre +/- violett, ohne Brakteole, Zwiebel mit parallelen Fasern, ohne Ring) zu Crocus neapolitanus. Besser wäre wohl die Bezeichnung Crocus x cultorum, da es es sich um Hybride handelt. Jährlich werden viele Millionen der Zwiebeln dieser Krokusse verkauft. Farblich sind diese Gartenkrokusse sehr unterschiedlich:

- Blüten dunkelviolett z.B. 'Ruby Giant':

- Blüten lavendelfarben z.B. 'Vanguard'

- Blüten gestreift z.B. 'Pickwick'

Blüten weiß (Albino) z.B. 'Jeanne d'Arc'

 

 

 

 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 20 cm groß
Zwiebel mit 1 - 2 Blüten und 2 - 4 Blättern

Blüten hell- oder dunkelviolett, Perigonzipfel 25 - 50 mm lang, 10 - 20 mm breit,
innere und äußere Perigonzipfel +/- gleich groß

Schlund weiß, behaart

Griffel mit 3 vorne fransigen Ästen, länger als die Staubblätter, Fransen der Griffeläste 0,04 - 0,09 mm lang, Filamente weiß, kahl, Staubbeutel 9 - 15 mm lang, meist länger als die Filamente

Perigonröhre weiß, im oberen Teil violett, von 1 Hüllblatt (= Braktee) umgeben,
Brakteole fehlend

Unreifer Fruchtknoten mit Samen ca. in der Mitte der Perigonröhre

Blätter 3 - 6 mm breit, weißer Mittelstreifen ca. 1/3 der Blattbreite

Blatter unterseits mit kantiger, breiter Mittelader

Laterale Kanäle auf der Blattunterseite breit und offen, ohne Rippen

Zwiebel mit +/- parallelen Fasern, ohne Ring am Grund, 

Prophyll vorhanden

 

 

4        Perigonröhre im oberen Teil meist hell violett, im unterirdischen Teil weiß


Crocus neglectus
Peruzzi & Carta
(Vernachlässigter Krokus
)


Photo und copyright Michael Hassler

II - IV, Wiesen, Parks (200 - 1000 m)
             Ruine Zavelstein bei Calw, Baden- Württemberg (Michael Hassler 15.03.2008)
             Husum, Schloss

Synonyme:
Toskanischer Frühlings- Krokus

English name:
Neglected Crocus

Nome italiano: 
Zafferano trascurato

Verbreitung in Deutschland:
In Deutschland seit mindestens dem frühen 19. Jahrhundert etabliert, bildet Massenvorkommen mit naturnaher Anmutung und dient als Touristenattraktion z.B. Zavelsteiner Krokuswiesen, Husumer Schlosspark

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Italy (Piemont, Lombardei, Ligurien, Emilia Romagna, Toskana, Umbrien, Marken)

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria,
*France (Elsass)

2n = 16

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- neglectus: vernachlässigt, übersehen

Crocus neglectus lässt sich von Crocus neapolitanus bzw. Crocus x cultorum eigentlich nur durch die unterschiedliche Chromsomenzahl unterscheiden

 

 

 

 

Pflanze 5 - 10 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten meist hellviolett, seltener weiß


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten hellviolett, Perigonzipfel 30 - 40 mm lang, innere und äußere Perigonzipfel +/- gleich groß, Schlund weiß, behaart, Griffel mit 3 vorne fransigen Ästen, länger als die Staubblätter, Fransen der Griffeläste 0,07 - 0,18 mm lang, Filamente weiß, kahl, Staubbeutel 11 - 14 mm lang, meist länger als die Filamente


Photo und copyright Andrea Moro

Perigonröhre basal weiß, im oberen Teil violett, von 1 Hüllblatt (= Braktee) umgeben,
Brakteole fehlend
, Blätter 3 - 6 mm breit, weißer Streifen schmal


Photo und copyright Andrea Moro

Prophyll vorhanden
Zwiebel mit +/- parallelen Fasern, ohne Ring am Grund,