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Silene - Kronblätter weiß, tief 2- spaltig, ohne Nebenkrone, Kelch behaart oder drüsenhaarig,
Teilblütenstände locker, lang gestielt, Blüten gestielt, Stängel und Blätter kahl oder kurzhaarig
- Verbreitung: Griechenland -

Teilblütenstände mehrblütig
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Teilblütenstände meist 1- blütig
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Photo und copyright Thomas Muer

 

1        Teilblütenstände mehrblütig


Silene italica (L.) Pers.
(Italienisches Leimkraut)


Photo und copyright Andrea Moro

V- VII,  Waldränder, Wiesen (0 - 1500 m)
               Mt. Parnassos, Sterea Ellas, Griechenland, 1450 m (14.06.2019)
               Varese Ligure, Ligurien, Italien (Julia Kruse 08.05.2016)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Cucubalus italicus L.; Silene pilosa (Willd.) Sprengel

English name:
Italian Campion, Italian Catchfly

Nom francais:
Silène d'Italie

Nome italiano: 
Silene italiana

Verbreitung in Deutschland:
War längere Zeit in Mainfranken etabliert, scheint dort aber wieder erloschen. Neuerdings ein Fund in Mittelfranken. Weitere Adventivfunde in BW, MV, NI und SH

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Spain (La Rioja, Kantabrien), 
France (widespread), Italy (widespread), Sardinia, Sicily, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades), 
Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Cyprus, Crimea, Ukraine, Turkestan, Iran, Israel, Lebanon, Syria

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland
*England

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- italica: aus Italien

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm groß
Blütenstand wenigblütig, Stängel mit 2 - 3 Internodien


Photo und copyright Julia Kruse

Äste der Blütenstände symmetrisch, gegenständig
Untere Teilblütenstände lang gestielt, mehrblütig

Blüten zwittrig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, ohne Nebenkrone, 
Platte der Kronblätter tief eingeschnitten

    
Photo und copyright Julia Kruse

Platte der Kronblätter oberseits weiß


Photo und copyright Franck Le Driant

Platte der Kronblätter unterseits mit hellvioletten, grauen oder grünen Nerven
Nagel der Kronblätter meist gewimpert


Photo und copyright Julia Kruse

Kelch 14 - 24 mm lang, schmal walzlich, am Grund gestutzt, mit 10 hervortretenden Adern,
Kelchzähne breit hautrandig


Photo und copyright Andrea Moro

Kelch zerstreut drüsig- kurzhaarig, am Grund gestutzt
1 - 2 mal so lang wie das Karpophor


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Kapsel eiförmig, 8 - 13 mm lang, mit 6 Zähnen aufspringend
Karpophor 3 - 10 mm lang, behaart

 

Stängel im oberen Teil fast kahl, obere Stängelblätter linealisch

Stängel im unteren Teil dicht kurzhaarig, aber nicht graufilzig


Photo und copyright Julia Kruse

Untere Blätter elliptisch, mit 0,2 mm langen Haaren,
Grundblätter sptelförmig, lang gestielt


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Pfalnze mit zahlreichen, +/- kriechenden vegetativen Sprossen

Blätter unterseits behaart


Photo und copyright Andrea Moro

 

 

2        Teilblütenstände meist 1- blütig

Endemit in Kreta
Teilblütenstände lang gestielt
Stängel und Blätter dicht grauhaarig, vegetative Sprosse kurz, nicht kriechend
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Photo und copyright Thomas Muer

Endemit in Mazedonien, Albanien, Nordgriechenland
Obere Teilblütenstände kurz gestielt
Stängel und Blätter grün, kurz behaart, vegetative Sprosse fehlend
> 4


Photo und copyright Thomas Muer

 

3        Endemit in Kreta, Teilblütenstände lang gestielt


Silene sieberi Fenzl
(Siebers Leimkraut)


Photo und copyright Thomas Muer

V- VIII, Felsen, Schluchten (400 - 1800 m)
               Imbros- Schlucht, Kreta (Thomas Muer 20.05.2021)

Synonyme:
Silene caesia Sieber ex Boiss.

English name:
Sieber's Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Crete

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- sieberi: benannt nach Franz Wilhelm Sieber (1785 - 1844), in Prag geborener Forschungsreisender und Botaniker.

 

 

 

Pflanze 10 - 40 cm hoch

Blütenstand wenigblütig, locker, 
untere Teilblütenstände lang gestielt,  meist 1-blütig, Blütenstandsachse kahl, klebrig


Photo und copyright Thomas Muer

Blüten zwittrig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, ohne Nebenkrone, 
Platte der Kronblätter 5 - 8 mm lang,  tief eingeschnitten, oberseits weißlich, unterseits grünlich oder rotbraun

    

Kelch 19- 22 mm lang, schmal walzlich, am Grund gestutzt, mit 10 Adern, +/- spärlich mit kleinen Drüsenhaaren besetzt, Kelchzähne dreieckig, hautrandig


Photo und copyright Thomas Muer

Kapsel eiförmig, 10 - 13 mm lang, mit 6 Zähnen aufspringend
Karpophor 9 - 12 mm lang, behaart

 

Pflanze mit verholztem Wurzelstock und kurzen vegetativen Trieben, Stängel dicht grauhaarig, ohne Drüsenhaare, Stängelblätter gegenständig, linealisch, oft mit Blattbüscheln in den Achseln, untere Blätter und Grundblätter spatelig, dicht grauhaarig, ohne Drüsenhaare


Photo und copyright Thomas Muer

 

 

4        Endemit in Mazedonien, Albanien, Nordgriechenland, Obere Teilblütenstände kurz gestielt


Silene damboldtiana Greuter & Melzh.
(Damboldts Leimkraut)


Photo und copyright Thomas Muer

VII- VIII,  Felsige Hänge (1400 - 2100 m)
                   Pass Ohridsee- Prespasee, Nordmazedonien (Thomas Muer 30.05.2024)

Synonyme:
Silene italica var. allchariensis Degen & Dörfl.

English name:
Damboldt's Catchfly

Weltweite Verbreitung:
North Macedonia, Albania, Greece (N- Pindos, N- Central)

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- damboldtiana: benannt nach Prof. Dr. Jürgen Damboldt (1937-1978), deutscher Botaniker und Professor an der Universität Berlin

 

 

 

Pflanze 20 - 40 cm hoch
Blütenstand wenigblütig, Stängel mit 2 - 3 Internodien

 

Blütenstand traubig, mit 3 - 5 Paar Ästen, Äste 10 - 40 mm lang, meist einblütig, Blütenstiel sehr kurz, da die Brakteen kurz unterhalb der Blüten ansetzen

 

Blüten zwittrig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, ohne oder mit sehr kleiner Nebenkrone,  Platte der Kronblätter 5 - 7 mm lang, weiß, tief eingeschnitten, Kronblattlappen linealisch, abgerundet, Platte der Kronblätter unterseits grünlich oder rotbraun 

 
Photo und copyright Thomas Muer

Kelch 15 - 18 mm lang, schmal walzlich, am Grund gestutzt, mit 10 hervortretenden Adern,
mit kurzen, nicht drüsigen Haaren, Kelchzähne +/- spitz, hautrandig


Photo und copyright Thomas Muer

Kapsel eiförmig, 8 - 10 mm lang, mit 6 Zähnen aufspringend
Karpophor 8 - 9 mm lang, behaart

 

Stängel im oberen Teil klebrig, mit 5 - 8 Paar linealischen oder lanzettlichen Stängelblättern
Stängel im unteren Teil dicht kurzhaarig

Grundblätter 20 - 45 mm lang, 4 - 15 mm breit, spatelförmig, in den Stiel verschmälert,
meist mit Spitzchen

Pflanze ohne Blattrosetten tragende vegetative Sprosse