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Cirsium - Blüten violett, Hülle 10 - 15 mm im Durchmesser, Stängel dornig, geflügelt, 
Blätter fiederteilig oder gelappt, behaart, oberseits ohne steife Borsten

Hüllblätter ohne deutliche weiße oder violette Öldrüsenbänder
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Hüllblätter mit weißen oder violetten Öldrüsenbänder
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1      Hüllblätter ohne deutliche weiße oder violette Öldrüsenbänder


 Cirsium creticum (Lam.) d´Urv.
(Kretische Kratzdistel)

VII - VIII, Ruderalstellen, Wegränder (0 - 1200 m)
                   Moraitika, Korfu, 5 m ü.M. (25.08.2010)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Carduus creticus Lam.

English name:
Cretan Thistle

Weltweite Verbreitung:
Corsica,
Italy
(
Emilia Romagna, Toskana, Latium, Umbrien, Marken, Abruzzen, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata, Kalabrien), Sicily
Croatia, Serbia & Kosovo, Albania, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete)
Romania, Bulgaria, Turkey, Iran, Lebanon, Libya

Etymologie:
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen und Krampfadern eingesetzt wurden
- creticum: aus Kreta

 

 

Pflanze 50 - 100 cm hoch

Blüten violett 14 - 17 mm lang, Blütenstand verzweigt, 
Verzweigungen enden in einem einzelnen Köpfchen oder einer 2 - 13 köpfigen Traube

Hülle eiförmig, 12 - 17 mm lang, 7 - 10 mm breit, 
je nach Unterart: äußere Hüllblätter mit stechendem, 1 - 2 mm langem Dorn, mittlere Hüllblätter mit schwachem 0 - 1 mm langem Dorn

Oder: Äußere Hüllblätter mit kräftigem 1 - 3 mm langem Dorn, mittlere Hüllblätter mit flachem, 4 - 7 mm langem Dorn


Photo und copyright Giorgi Faggi

Früchte 3 - 4 mm lang, Pappus 10 - 13 mm lang, federig

 

Stängel dornig geflügelt

Blätter linealisch oder breit lanzettlich, mit dreieckigen Fiederabschnitten, die in 5 - 15 mm lange Dornen enden, beiderseits behaart

 

 

2        Hüllblätter mit weißen oder violetten Öldrüsenbänder

Verbreitung im Gebiet: Portugal, Spanien, SW-Frankreich
Stängel nur im unteren Teil dornig, 
Fiederabschnitte der unteren Blätter dreieckig, mit bis zu 20 mm langen Dornen
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Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock


Stängel fast bis zum Blütenstand dornig, 
Fiederabschnitte der unteren Blätter gelappt, mit 2 - 6 mm langen Dornen
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3      Stängel nur im unteren Teil dornig, Fiederabschnitte der unteren Blätter dreieckig, mit bis zu 20 mm langen Dornen


Cirsium pyrenaicum (Jacq.) All.
(Pyrenäen- Kratzdistel)


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

VI - IX, Feuchte Wiesen, Ufer, Röhrichte (200 - 2000 m)
              
Enciso, La Rioja (Benoit Bock Juli 2021)

Synonyme:
Cirsium flavispina Boiss. ex DC. (Name in der Flora Europaea)
Carduus pyrenaicus Jacq.

English name:
Pyrenean Thistle

Nom francais:
Cirse des Pyrénées

Weltweite Verbreitung:
Portugal (Douro Litoral), Spain (widespread),
France (Pyrénées-Atlantiques)
Morocco

Etymologie:
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen und Krampfadern eingesetzt wurden
- pyrenaicum: aus den Pyrenäen

 

 

Pflanze 30 - 150 cm hoch
Stängel im oberen Teil beblättert, nicht dornig geflügelt


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Stängel verzweigt, Köpfchen am Ende der Verzweigungen einzeln oder in Gruppen


Photo und copyright Jesús Vílchez

Blüten violett, 13 - 17 mm lang, Hülle eiförmig 11 - 15 mm lang, 6 - 15 mm breit
Hüllblätter anliegend, mit kleinen dornigem Spitzchen, +/- kahl, mit deutlichen weißen Öldrüsenbändern


Photo und copyright Jesús Vílchez

Früchte 3 - 4 mm lang, 1 - 1,5 mm breit, Pappus 8 - 12 mm lang, federig


Photo und copyright Jesús Vílchez

Stängel im unteren Teil (rechts) dornig geflügelt
Blätter oberseits kahl oder schwach spinnwebig behaart, 
unterseits spinnwebig behaart, seltener auch kahl


Photo und copyright Jesús Vílchez

Blätter ledrig, gelappt, mit dreieckigen Abschnitten, 
die in 7 - 20 mm lange Dornen auslaufen


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blätter oberseits kahl oder schwach spinnwebig behaart,
unterseits spinnwebig behaart, selterner auch kahl

 

 

 

4     Stängel fast bis zum Blütenstand dornig, Fiederabschnitte der unteren Blätter gelappt, mit 2 - 6 mm langen Dornen


 Cirsium palustre (L.) Scop.
(Sumpf- Kratzdistel)

VII - IX, Feuchtwiesen, Wälder (400 - 1900 m)
                Reisensburg, Donauweiher, 442 m ü.M. (02.07.2010)
                Günzburg, Legoland, 493, m ü.M. (31.07.2007)

Synonyme:
Carduus palustris L. 

English name:
Marsh Thistle

Nom francais:
Cirse des marais

Nome italiano: 
Cardo di palude

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal (Beira Alta, Beira Litoral, Estremadura, Minho, Tras-os-Montes), 
Spain (Avial, Baracelona, Burgos, Gerona, Huesca, Lleida, Leon, La Rioja, Madrid, Navarra, Salamanca, Segovia, Soria, Zamora, Kantabrien, Baskenland, Galizien), Andorra, 
France (widespread), Italy (widespread), 
Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Albania, 
England, Ireland, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Norway, Sweden, Finland, Czech Republic, Slovakia, Poland, Hungary, Romania, Estonia, Latvia, Lithuania, Belarus, Moldova, Ukraine, Russia,

Eingebürgert in:
*New Zealand, *Canada, *USA

Etymologie:
- Cirsium: abgeleitet von griech. kirsion = Distel; Der Distelname beruht auf dem griechischen Wort kirson = Krampfader, da die Pflanzen früher als Heilmittel gegen geschwollene Venen und Krampfadern eingesetzt wurden
- palustre: Sumpf

 

 

 

 

Pflanze bis 2,5 m groß, schmal

Stängel fast bis zum Blütenstand bedornt
Köpfchen am Ende der Verzweigungen zu 2 - 8 gehäuft, sitzend oder kurz gestielt

Hüllblätter mit weißen oder violetten Öldrüsenbänder

Hülle 10 - 15 mm lang, 6 - 12 mm breit,
Hüllblätter anliegend, lanzettlich, meist rot überlaufen mit kurzer abstehender Dornenspitze

Köpfchenstiel spinnwebig behaart, dornenlos

Röhrenblüten violett, 10 - 15 mm lang, vom Pappus umgeben


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Früchte 3 - 4 mm lang, 1,5 mm breit, glatt, kahl, weißlich


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Pappus federig

Köpfchenboden behaart


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel geflügelt, mit langen Dornen, oft rot überlaufen

Obere Stängelblätter, schmal, gelappt

Untere Blätter fiederteilig, Fiederabschnitte gelappt

Blätter oberseits kurzhaarig, auf der Mittelader auch mit langen, abstehenden Haaren
unterseits mit langen abstehenden Haaren