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Crocus - Blüten gelb, äußere Kronblätter ohne oder mit undeutlicher Zeichnung, Griffel mit 3 Ästen

In Deutschland eingebürgerte Art
Hülle der Zwiebel netznervig
> 1


Hülle der Zwiebel häutig, parallelfaserig
> 2

 

1         Hülle der Zwiebel netznervig


Crocus ancyrensis
(Herb.) Maw
(Ankara- Krokus)

II - IV, Gärten, Rabatten
             Günzburg, Feuerbachstr., cult. (02.03.2012)

Synonyme:
Kleinasiatischer Krokus
Crocus reticulatus var. ancyrensis Herb.

English name:
Ankara Crocus

Verbreitung in Deutschland:
In NI (Göttingen) und SN (Freiberg) lokal verwildert

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Turkey

Eingebürgert in:
*Germany,
*England

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- ancyrensis: Ancyra ist der historische Name der Stadt Ankara (Türkei)

In der Türkei wächst die Pflanze um Bolu und nordöstlich von Ankara auf Bergwiesen und felsigen Hängen in Höhenlagen von 1000 - 1600 m.

 

 

 

Pflanze 5 - 12 cm groß
mit 3 - 7 Blätter

Blüten oft zu 2
Perigonröhre weiß oder hellgelb, mit 2 +/- gleichen Hüllblättern

Perigonblätter einfarbig gelb bis orange, auch am Grund ohne Zeichnung oder Flecken

Schlund gelb, kahl,
Narbe mit 3 Ästen, ca. so lang wie die Antheren

Antheren gelb, 8 - 13 mm lang, nicht pfeilförmig, d.h. die Seiten der Staubbeutel sind fast parallel, Filamente 2 - 4 mm lang, gelblich

Blätter 0,5 mm - 2 mm breit, oberseits mit weißem Mittelstreifen, unterseits gekielt

Zwiebelhülle netzfaserig, Nacken der Hülle aus kräftigen Fasern, bis 10 mm lang

 

 

2        Hülle der Zwiebel häutig, parallelfaserig

Griffel die Antheren überragend, mit 3 bis 5 mm langen orangen Ästen, 
Antheren nicht pfeilförmig, an der Basis oft schwarz
> 3


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Griffel meist kürzer als die Antheren, mit kurze Ästen, 
Antheren +/- pfeilförmig, an der Basis nicht schwarz
> 4


Photo und copyright Sotiria Giannakopoulou

 

3        Griffel die Antheren überragend, mit 3 bis 5 mm langen orangen Ästen, Antheren nicht pfeilförmig, an der Basis oft schwarz

 
Crocus chrysanthus (Herb.) Herb 
(Kleiner Krokus)


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

III - IV, Gebüsche, Wälder (0 - 2200 m)
               Sredna Gora, Bulgarien (Ivan Kostadinov 01.02.2025)

Synonyme:
Balkan- Krokus
Crocus annulatus Herb.

English name:
Snow Crocus

Verbreitung in Deutschland:
In BY, HE, NI, NW und SN lokal verwildert

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Serbia, Kosovo, North Macedonia, Albania;  
Greece (
Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, N- Aegean Isl.),
Romania;
Bulgaria; Turkey; Russia

Eingebürgert in:
*Germany,
*England

2n = 8

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- chrysanthus: goldblütig

Außer der Wildform von Crocus chrysanthus gibt es im Gartenhandel viele Sorten z.B. 
- 'Goldi Locks': Äußere Perigonblätter mit großem, braunen Fleck
- 'Gypsi Girl':
Äußere Perigonblätter mit kräftigen braunen Streifen
- 'Dorothy':
Äußere Perigonblätter schwefelgelb, mit feinen braunen Streifen
- 'Cream Beauty', 'Romance': Blüten hellgelb, ohne schwarzviolette Streifen 

 

 

 

 

Pflanze 4 - 10 cm hoch
mit 4 - 6 Blättern


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Blüten mit gelbem Schlund
Griffel die Antheren überragend, mit 3 bis 5 mm langen orangen Ästen, 
Antheren nicht pfeilförmig, an der Basis oft schwarz


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Äußere Perigonblätter außen gelb, am Grund manchmal mit grauem Fleck

   
Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Perigonröhre weiß, gelblich, grau oder violett, mit 2 Hüllblättern (Braktee und Brakteole),
Brakteole zungenförmig, schmaler als die Braktee, deutlich länger als die Niederblätter


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Blätter 2,5 - 3 mm breit, mit weißem Streifen, +/- gewimpert

 

Knollenhülle häutig, in ganzrandige oder gezähnte Ringe gespalten

 

 

 

4      Griffel meist kürzer als die Antheren, mit kurze Ästen, Antheren +/- pfeilförmig, an der Basis nicht schwarz

Häufige Kulturpflanze
Äußere Perigonblätter und Perigonröhre mit Zeichnung
> 5

Wildpflanze (Griechenland, Balkan, Türkei)
Äußere Perigonblätter meist ohne Zeichnung
> 6


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

 

5       Häufige Kulturpflanze, Äußere Perigonblätter und Perigonröhre mit Zeichnung


Crocus x luteus Lam.
(Gelber Krokus)

II - IV, Gärten, Rabatten
             Günzburg, Feuerbachstr., cult. (19.03.2025)

Synonyme:
Crocus x stellaris Haw

English name:
Yellow Crocus

Nome italiano:
Zafferano ibrido giallo

Verbreitung in Deutschland:
Häufig als Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Nur als Kulturpflanze

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- luteus: gelb

Crocus x luteus ist die sterile Hybride Crocus flavus x Crocus angustifolius 
Mehrere Sorten:
z.B. 'Dutch Yellow', 'Gelber Riese', 'Yellow Mammoth',
'Stellaris':
Diese Hybriden sind seit dem Anfang des 17. Jahrhunderts bekannt. Sie haben größere Blüten und auf den äußeren Perigonblättern weisen eine Strichzeichnung auf.

Crocus x luteus ist die häufigste gelbe Krokussorte in Gärten.

 

 

 

 

Pflanze 5 - 15 cm hoch

Knollen oft mit mehreren Blüten, jede Blüte mit 4 - 6 bis zu 60 cm langen BlätternBlättern

Schlund und Perigonblätter innen gelb orange
Antheren pfeilförmig d.h. die Staubbeutel sind oben schmaler als unten
Filamente gelb, Griffel meist kürzer als die Antheren, mit 3 vorne erweiterten Ästen

Äußere Perigonblätter mit +/- deutlicher Zeichnung

Perigonröhre oben violett, oft gestreift, unten weißlich, 
mit 2 Hüllblättern, Brakteole meist etwas schmaler als die Braktee

Blätter oberseits mit schmalem weißen Streifen, laterale Kanäle weit geöffnet, nicht gerippt

     

Blätter werden von 3 - 4 Cataphylls umgeben, Prophyll fehlend, 

Knolle bis 19 mm im Durchmesser, Knollenhülle häutig, parallelfaserig

 

 

 

6      Wildpflanze (Griechenland, Balkan, Türkei), äußere Perigonblätter meist ohne Zeichnung


Crocus flavus ssp. flavus Weston
(Gold Krokus)


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

II - IV, Wälder, Wiesen (0 - 1000 m)
             Sliven Mountains, Bulgarien (Ivan Kostadinov 09.02.2025)

Synonyme:
Crocus aureus Sm.; Crocus maesiacus Ker-Gawl.

English name:
Yellow Crocus

Verbreitung in Deutschland:
Häufig als Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Greece (Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, N- Central, N- East), 
Romania, Bulgaria, Crimea, Turkey

Eingebürgert in:
*USA

Etymologie:
- Crocus: von griech. krokos = Safran
- flavus: gelb

Die Unterart Crocus flavus ssp atticus besitzt 6 kurze Griffeläste.

Die Wildart wird selten kultiviert. 
Im Handel ist fast nur noch die sterile Hybride Crocus × luteus Lam.

       

 

 

Pflanze 5 - 12 cm groß
mit 4 - 6 Blättern, Kronröhre weißlich


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Perigonblätter gelb oder orange, bis 35 mm lang, 6 - 12 mm breit, 
Schlund orange


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Äußere Perigonblätter ohne oder mit undeutlicher Zeichnung
Perigonröhre weißlich, mit 2 ungleichen Hüllblättern: Brakteole viel schmaler als die Braktee


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Antheren 8 - 15 mm lang, pfeilförmig d.h. die Staubbeutel sind oben schmaler als unten
Filamente gelb, 3 - 7 mm lang, kahl oder behaart
, Griffel meist kürzer als die Antheren, mit 3 kurzen, ganzrandigen Ästen


Photo und copyright Sotiria Giannakopoulou

Blätter 2,5 - 4 mm breit, am Rand papillös oder gewimpert, kürzer als die Blüte
oberseits mit schmalem weißen Streifen, laterale Kanäle weit geöffnet, nicht gerippt


Photo und copyright Ivan Kostadinov Иван Костадинов

Prophyll fehlend, 4 - 5 Cataphylls, Knolle bis 19 mm im Durchmesser, Knollenhülle häutig, parallelfaserig, Nacken der Hülle braun, 7 - 10 cm lang, aus vorjährigen Cataphylls bestehend