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Herniaria- Blüten mit 5 Kelchblättern, Kelch und/oder Blätter auf der Fläche behaart
- Verbreitung: Balkan, Griechenland -

Verbreitung: Griechenland, Kreta
Blätter 2 - 7 mm lang kahl oder spärlich bewimpert
> 1


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Verbreitung: Lesbos, Samos, Ikaria, Türkei, Zypern
Blätter 2 - 4 mm lang, die oberen kahl, am Rand bewimpert
> 2


Photo und copyright Sami Tamson

Weit verbreitete Arten
Blätter 4 - 12 mm lang, auf der Fläche meist behaart
> 3

 

1      Blätter 2 - 7 mm lang, kahl oder nur am Rand spärlich bewimpert


Herniaria parnassica Heldr. & Sart.
(Parnass- Bruchkraut)


Photo und copyright Fotis Samaritakis

V - VIII, Felsen (900 - 2600 m)
                Psiloritis, Kreta, ca. 2000 m ü.M. (Fotis Samaritakis 13.06.2021)
                Vevčani, Nordmazedonien, 1950 m ü.M. (Alexander Mrkvicka 13.07.2011)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Herniaria permixta Jan ex Nym.

English name:
Greek Rupturewort

Weltweite Verbreitung:
Albanien, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, N- Central, E- Aegean Isl.,
Crete)

Etymologie:
- Herniaria: lat. hernia = Bruch; wegen der angeblich heilenden Wirkung bei Hernien (Bruch)
- parnassica: benannt nach dem Mt. Parnassos (Gebirge in Griechenland)

Die Beschreibung der Art  und der Unterarten folgt der Flora Hellenica Band 1 S. 229

 

 

 

 

Pflanze Rasen bildend, 
Stängel niederliegend, 5 - 20 cm lang, am Grund +/- verholzt


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Blüten mit 5 Kelchblättern, 5 Staubblätter, 2 Griffel, Kronblätter fehlend oder rudimentär 
Kelchblätter 0,7 - 1 mm lang, mit zahlreichen Wimpern


Photo und copyright Fotis Samaritakis

Kapsel ca. so lang wie die Kelchblätter

Blätter 2 - 7 mm lang, auf der Fläche kahl, zumindest die jungen Blätter am Rand bewimpert, Wimpern nach vorne gekrümmt, dem Blattrand angedrückt


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

 

 

 

2     Blätter 2 - 4 mm, obere Blätter kahl, untere Blätter auf der Fläche behaart


Herniaria micrantha A. K. Jackson & Turrill
(Kleinblütiges Bruchkraut)


Photo und copyright Sami Tamson

IV - VII, Steinige Wiesen im Gebirge (400 - 1300 m)
                Troodos Mountains, Zypern (Sami Tamson)

Synonyme:
Keine

English name:
Small- flowered Rupturewort

Weltweite Verbreitung:
Lesbos, Samos, Ikaria
Zypern, Turkey

2n = 18

Etymologie:
- Herniaria: lat. hernia = Bruch; wegen der angeblich heilenden Wirkung bei Hernien (Bruch)
- micrantha: kleinstblütig

Die Beschreibung der Art folgt der Flora Hellenica Band 1 S. 229

 

 

Stängel niederliegend, bis 12 cm lang


Photo und copyright Sami Tamson

Blüten ca. zu 20 in sehr dichten Knäueln entlang der seitlichen Zweige
Blüten 1 - 1,5 mm im Durchmesser, 5 Staubblätter, Narbe sitzend, mit 2 spreizenden Narbenästen, Kelchblätter auch auf der Fläche mit 0,2 - 0,3 mm langen Haaren bedeckt

Früchte etwas länger als der Kelch

 

Blätter 2 - 4 mm lang, 1 - 2,5 mm breit, eilanzettlich, 1,5 - 2,5 mal so lang wie breit, die oberen Blätter kahl, am Rand bewimpert, die unteren Blätter behaart, mit  seidigen weißen Haaren am Rand, manchmal auch auf der Oberfläche


Photo und copyright Sami Tamson

Stängel kahl oder schwach mit kurzen Haaren behaart,
Internodien kurz

 

 

3      Weit verbreitete Arten, Blätter 4 - 12 mm lang, auf der Fläche behaart

Pflanze graugrün
Blätter 3 - 5 mal so lang wie breit, auf der gesamten Fläche dicht behaart
> 4


Photo und copyright Jan Thomas Johansson

Pflanze grün, 
Blätter 2 - 3 mal so lang wie breit, auf der Fläche teilweise +/- kahl
> 5

 

4      Pflanze graugrün, Blätter 3 - 5 mal so lang wie breit, auf der gesamten Fläche dicht behaart


Herniaria incana Lam.
(Graues Bruchkraut)

VII - X, Sandtrockenrasen, Bahnanlagen, Ruderalstellen (0 - 1700 m)
              Briancon, Seilbahn, Frankreich (17.08.2014)
              Briancon, Frankreich (Jan Thomas Johansson 09.07.2015)
              Arachova, Sterea Ellas, 1075 m (13.06.2019)

Synonyme:
Herniaria besseri Fisch. ex Hornem.; Herniaria densiflora F. N. Williams; Herniaria macrocarpa Sibth. & Sm.

English name:
Grey Rupturewort

Nom francais:
Herniaire blanchâtre

Nome italiano: 
Erniaria grigiastra

Weltweite Verbreitung:
France (widespread in S- France), 
Italy (Piemont, Marken, Umbrien, Latium, Abruzzen, Molise, Kalabrien)
Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, N- Aegean Isl., E-Aegaean Isl.), 
Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Russia, Ukraine, Crimea, Turkestan, Iran, Lebanon, Syria

Eingebürgert in:
*USA

Etymologie:
- Herniaria: lat. hernia = Bruch; wegen der angeblich heilenden Wirkung bei Hernien (Bruch)
- incana: grau

 

 

Pflanze 5 - 20 cm groß, graugrün

liegend oder aufsteigend

Blüten zu 3 - 6 im Knäuel


Photo und copyright Jan Thomas Johansson

Blüten mit 5 Kelchblättern und 5 Staubblättern

Kelchblätter borstig behaart (Borsten ca. 1/2 so lang wie die Kelchblätter), 
aber ohne Stachelborsten


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Kapsel kürzer als die Kelchblätter

Blätter lanzettlich, 4 - 12 mm lang, auf der Fläche behaart

 

 

5       Pflanze grün, Blätter 2 - 3 mal so lang wie breit, auf der Fläche teilweise +/- kahl


Herniaria hirsuta L.
(Behaartes Bruchkraut)

VII - IX, Trockenrasen, Bahnanlagen, Pflasterfugen, Felsen (0 - 2000 m)
                Githio, Flussufer, Peloponnes, 10 m ü.M. (23.05.2018)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Paronychia hirsuta E. H. L. Krause; Paronychia pubescens DC.

English name:
Hairy Ruptureworth

Nom francais:
Hernière velue

Nome italiano: 
Erniaria irsuta

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut nördliche Oberrheinebene, selten Kölner Bucht, südliche Oberrheinebene; restliche Mitte, Osten, Süden Einzelfunde, fehlt Norden, Südosten 

Gefährdungsgrad in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: unbeständig, Hamburg: unbeständig, Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben), Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Malta, Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo,  Macedonia, Montenegro, Bosnia & Hercegovina, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete), 
Madeira, Belgium, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Cyprus, Ukraine, Iran, Lebanon, Saudi Arabia, Syria, United Arab Emirates, Oman, Bahrain, Afghanistan, India, Pakistan, 
Algeria, Morocco

Eingebürgert in:
*England, *Netherlands, 
*Australia, *Argentina, *USA

Etymologie:
- Herniaria: lat. hernia = Bruch; wegen der angeblich heilenden Wirkung bei Hernien (Bruch)
- hirsuta: rauhaarig

 

 

Pflanze 5 - 20 mm hoch, grün
Internodien bis 16 mm lang

Blüten 1 - 2 mm im Durchmesser, Kelchblätter, 2 - 5 Staubblätter, 2 Griffel, 
Kelchblätter gleich, mit 0,3 - 0,75 mm langen steifen Haaren


Photo und copyright Jesús Vílchez

Kapsel kürzer als die Kelchblätter, von den Kelchblätter vollständig eingeschlossen
Samen glatt, glänzend braunschwarz


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter 4 - 11 mm lang, eilanzettlich, vorne meist zugespitzt, am Rand mit langen Wimpern, einige Blätter auf der Fläche behaart, andere +/- kahl

Pflanze stark verzweigt, mit kräftiger Wurze, nicht an den Nodien wurzelnd