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Silene - Blüten eingeschlechtlich, Kronblätter rot/rosa, tief 2- spaltig, 5 Griffel, Kapsel mit 10 Zähnen öffnend
Kelch behaart, bauchig

Endemit in Nordportugal und Avila (Spanien )
Pflanze stinkend, Blüten weiß oder hellrosa
Stängel, Blütenstiele und Blätter dicht drüsenhaarig
> 1


Photo und copyright Paulo Araujo


Pflanze nicht stinkend, Blüten rosa oder rot
Stängel, Blütenstiele und Blätter mit langen drüsenlosen Haaren
> 2

 

1      Endemit in Nordportugal und Avila (Spanien), Pflanze stinkend, Blüten weiß oder hellrosa, Stängel, Blütenstiele und Blätter dicht drüsenhaarig


Silene marizii G. Sampaio
(Mariz' Lichtnelke)


Photo und copyright Paulo Araujo

IV - VIII, Granitfelsen (600 - 1500 m)
                 Puerto de Menga, Avila (Jose Quiles)

Synonyme:
Melandrium viscosum Mariz; Melandrium glutinoum Rouy;
Silene dioica ssp. glutinosa (Rouy) Franco

English name:
Mariz's Campion

Weltweite Verbreitung:
Portugal (Baixo Alentejo, Beira Litoral, Douro Litoral, Minho)
Spain (Avila)

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- marizii: benannt nach Joaquim de Mariz (1847–1916), portugiesischer Botaniker

Weitere zweihäusige Silene- Arten mit 5 Griffeln und 10- zähnig aufspringenden Kapseln sind:
- Silene dioica: (Blüten rosa, Platte der Kronblätter deutlich ausgerandet)
- Silene diclinis (Endemit in Valencia, Blüten dunkelrosa, Platte der Kronblätter nur wenig ausgerandet)

 

 

 

Pflanze 15 - 60 cm hoch
aufrecht oder aufsteigend, stinkend


Photo und copyright Carlos Aguiar

Blütenstand dichasial verzweigt, wenigblütig,
Brakteen eilanzettlich, drüsig behaart


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Blüten zweihäusig eingeschlechtlich, 5 Kronblätter, mit Nebenkrone,
Platte der Kronblätter weiß oder hellrosa, 5 - 10 mm lang, tief 2- teilig,
Männliche Blüten mit 10 Staubblättern


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Kelch der männlichen Blüten walzlich, 10 - 15 mm lang, mit 10 erhabenen Rippen, 
dicht drüsig behaart, Kelchzähne schmal dreieckig


Photo und copyright Paulo Araujo

Weibliche Blüten mit 5 Griffeln


Photo und copyright Carlos Aguiar

Kelch der weiblichen Blüten bauchig, 10 - 20 mm lang, mit 20 Adern


Photo und copyright Paulo Araujo

Kapsel eikugelig, 12 - 15 mm lang, mit 10 Zähnen aufspringend
Karpophor sehr kurz (1 - 2 mm)


Photo und copyright Joao Almeida

Samen 1,5 - 1,7 mm lang, mit stumpfen Warzen

 

Stängelblätter gegenständig, sitzend, lanzettlich


Photo und copyright Paulo Araujo

Untere Blätter eilanzettlich, bis 170 mm lang, 35 mm breit, lang gestielt


Photo und copyright Paulo Araujo

 

 

2       Pflanze nicht stinkend, Blüten rosa oder rot, Stängel, Blütenstiele und Blätter mit langen drüsenlosen Haaren

Endemit in Valencia (Spanien)
Platte der Kronblätter ausgerandet
3


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo


Platte der Kronblätter tief eingeschnitten
4

 

3     Endemit in Valencia (Spanien), Platte der Kronblätter ausgerandet


Silene diclinis (Lag.) Lainz
(Eingeschlechtliche Lichtnelke)


Photo und copyright Santiago González Torregrosa

VI- VIII,  Brachland, Äcker (0 - 1700 m)
                 Barx, Valencia (Santiago Gonzalez Torregrosa)

Synonyme:
Lychnis diclinis Lag.

English name:
Unisexual Campion, Unisexual Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Spain (Valencia)

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- diclinis: eingeschlechtlich

Weitere zweihäusige Silene- Arten mit 5 Griffeln und 10- zähnig aufspringenden Kapseln sind:
- Silene dioica: (Blüten rosa, Platte der Kronblätter deutlich ausgerandet)
- Silene latifolia: (Blüten weiß, Platte der Kronblätter deutlich ausgerandet)
- Silene marizii: (Blüten weiß oder hellrosa, dicht drüsenhaarig)

 

Pflanze 10 - 20 cm hoch


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Blüten meist einzeln in der Achsel eines Blattpaares,
Blüten 7 - 40 mm lang gestielt, Brakteen linealisch- lanzettlich, ca. so lang die Blütenstiele


Photo und copyright Santiago González Torregrosa

Blüten zweihäusig getrenntgeschlechtlich, 5 Kronblätter, mit Nebenkrone,
Platte der Kronblätter dunkelrosa, ausgerandet


Photo und copyright Santiago González Torregrosa

Männliche Blüten mit 10 verborgenen Staubblättern, Platte der Kronblätter 7 - 11 mm lang


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Kelch der männlichen Blüten schlank, 12 - 15 mm lang, 10 Adern, mit einigen langen Haaren, im oberen Teil mit Drüsenhaaren, Kelchzähne schmal dreieckig, spitz


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Blüten mit 5 Griffeln, Platte der Kronblätter 5 - 7 mm lang


Photo und copyright Antonio Gutierrez y Susana Fajarnés

Kelch bauchig, 8 - 10 mm lang, 20 Adern, 
mit vielen langen Haaren, ohne Drüsenhaare


Photo und copyright Antonio Gutierrez y Susana Fajarnés

Kapsel kugelig, 10 mm im Durchmesser, mit 10 Zähnen öffnend,
Karpophor weniger als 1 mm lang, Samen 1,5 - 1,7 mm lang, warzig, am Rücken konvex

 

Stängel mit langen, abstehenden, drüsenlosen Haaren
Blätter gegenständig, lanzettlich, behaart, bis 100 mm lang, 13 mm breit


Photo und copyright Santiago González Torregrosa

 

 

4      Platte der Kronblätter tief eingeschnitten

Krone rot
Blätter breit- eiförmig
> 5

Krone rosa
Blätter breit- lanzettlich
> 6

 

5        Blätter breit- eiförmig


Silene dioica (L.) Clairv.
(Rote Lichtnelke)

IV - IX, Wiesen, Wälder (300 - 2300 m)
              Günzburg, Auwald, ca. 450 m ü.M. (01.05.2024)

Synonyme:
Tag- Lichtnelke
Lychnis dioica L., Lychnis sylvestris Schkuhr, Lychnis rubra Patze, E.Mey. & Elkan

English name:
Red Campion, Red Catchfly

Nom francais:
Silène dioïque, Compagnon-rouge

Nome italiano: 
Silene dioica

Verbreitung in Deutschland:
Fast flächendeckend verbreitet, nur Brandenburg selten, Sachsen-Anhalt und Ostfriesland zerstreut

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Portugal, Spain, France, Italy, Slovenia; Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo; Macedonia; 
England, Ireland,  Belgium, Netherlands,  Denmark, Finland,  Norway, Sweden, Iceland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Baltic States, Russia, Ukraine, 
Morocco

Eingebürgert in:
*Australia, *Falkland Isl., *Chile, *Argentina, *Tierra del Fuego, 
*Canada, *USA

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen (Mischwesen aus Pferd und Mensch)
- dioica: zweihäusig

Weitere zweihäusige Silene- Arten mit 5 Griffeln und 10- zähnig aufspringenden Kapseln sind:
- Silene diclinis (Endemit in Valencia, Platte der Kronblätter nur wenig ausgerandet)
- Silene latifolia: (Blüten weiß, Platte der Kronblätter deutlich ausgerandet)
- Silene marizii: (Blüten weiß oder hellrosa, dicht drüsenhaarig)

Albinoform:

 

 

Pflanze 30 - 90 cm groß,

Blütenstand gabelig verzweigt

Krone zweihäusig getrenntgeschlechtig, 5 Kronblätter, mit hellerer Nebenkrone
Platte der Kronblätter rot, 18 - 25 mm breit, tief zweispaltig

Männliche Blüten mit 10 Staubblättern, Filamente fädlich, Antheren schlank, gelb

Kelch der männlichen Blüten walzlich, behaart, purpurn, mit 10 Nerven
Kelchzähne breit dreieckig

Weibliche Blüten mit 5 aus der Nebenkrone ragenden Griffeln

Fruchtknoten eiförmig,
Karpophor 1 - 2 mm, mit dem Kelch verwachsen

Kelch der weiblichen Blüten kugelig, mit 20 Nerven, 
auf der Schattenseite grün

Auf der Sonnenseite sind die Adern meist rot

Kapsel eiförmig, 

Kapsel öffnet mit 10 zurückgebogenen Zähnen


Photo und copyright Rene Rausch

Staubblätter ragen bei den männlichen Blüten nicht aus der Nebenkrone

Stängel behaart

Blätter gegenständig, breit- eiförmig, bis 14 cm lang und 6 cm breit, zugespitzt

Blätter beiderseits behaart

 

 

6     Blätter breit- lanzettlich


Silene x hampeana Meusel & K. Werner
(Bastard- Lichtnelke)

IV - IX, Wiesen, Wälder
              Parkplatz Basaltsee, Rhön, Bayern, 736 m ü.M. (01.06.2009)

Synonyme:
Silene x dubia (Hampe) Guin. & R.Vilm. non Herbich

English name:
Hybrid Campion

Nom francais:
Silène douteux

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut zwischen den Eltern

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
France, Serbia, Kosovo

Eingebürgert in:
*USA, *Canada

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen (Mischwesen aus Pferd und Mensch)
- hampeana: benannt nach
Ernst Georg Ludwig Hampe (1795 - 1880), deutscher Apotheker und Botaniker

Hybride Silene dioica x Silene latifolia

 

Pflanze 30 - 100 cm groß

Blüten zweihäusig getrenntgeschlechtlich,
Krone rosa 18 - 25 mm breit, 2-spaltig, am Grund mit Nebenkrone
Weibliche Blüte mit herausragenden Griffeln

Männliche Blüte: Staubblätter ragen nicht aus der Blüte
Kelchzähne spitz dreieckig

Blätter breit- lanzettlich, zugespitzt