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Silene - Blüten weiß, zweihäusig eingeschlechtlich, Kronblätter tief 2- spaltig, 5 Griffel, 
Kelch bauchig, Kapsel mit 10 Zähnen aufspringend

Endemit in Nordportugal und Avila (Spanien )
Pflanze stinkend, Blüten weiß oder rosa
Stängel, Blütenstiele und Blätter dicht drüsenhaarig
Kelch der weiblichen Blüten mit 20 Adern
Kelch der männlichen Blüten 10 - 15 mm lang
> 1


Photo und copyright Paulo Araujo

Verbreitung; Balkan, Nordgriechenland
Pflanze nicht stinkend, Blüten weiß
Stängel, Blütenstiele und Blätter mit oder ohne Drüsenhaare
Kelch der weiblichen Blüten mit 10 Adern
Kelch der männlichen Blüten 8 - 11 mm lang
> 2


Photo und copyright Giorgos Pantakis

Weit verbreitete Art
Pflanze nicht stinkend, Blüten weiß
Stängel, Blütenstiele und Blätter mit oder ohne Drüsenhaare
Kelch der weiblichen Blüten mit 20 Adern
Kelch der männlichen Blüten 15 - 22 mm lang
> 3

 

1       Endemit in Nordportugal und Avila (Spanien), Kelch der männlichen Blüten 10 - 15 mm lang, dicht drüsig


Silene marizii G. Sampaio
(Mariz' Lichtnelke)


Photo und copyright Paulo Araujo

IV - VIII, Granitfelsen (600 - 1500 m)
                 Puerto de Menga, Avila (Jose Quiles)

Synonyme:
Melandrium viscosum Mariz; Melandrium glutinoum Rouy;
Silene dioica ssp. glutinosa (Rouy) Franco

English name:
Mariz's Campion

Weltweite Verbreitung:
Portugal (Baixo Alentejo, Beira Litoral, Douro Litoral, Minho)
Spain (Avila)

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- marizii: benannt nach Joaquim de Mariz (1847–1916), portugiesischer Botaniker

Weitere zweihäusige Silene- Arten mit 5 Griffeln und 10- zähnig aufspringenden Kapseln sind:
- Silene dioica: (Blüten rosa, Platte der Kronblätter deutlich ausgerandet)
- Silene diclinis (Endemit in Valencia, Blüten dunkelrosa, Platte der Kronblätter nur wenig ausgerandet)

 

 

 

Pflanze 15 - 60 cm hoch
aufrecht oder aufsteigend, stinkend


Photo und copyright Carlos Aguiar

Blütenstand dichasial verzweigt, wenigblütig,
Brakteen eilanzettlich, drüsig behaart


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Blüten zweihäusig eingeschlechtlich, 5 Kronblätter, mit Nebenkrone,
Platte der Kronblätter weiß oder hellrosa, 5 - 10 mm lang, tief 2- teilig,
Männliche Blüten mit 10 Staubblättern


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Kelch der männlichen Blüten walzlich, 10 - 15 mm lang, mit 10 erhabenen Rippen, 
dicht drüsig behaart, Kelchzähne schmal dreieckig


Photo und copyright Paulo Araujo

Weibliche Blüten mit 5 Griffeln


Photo und copyright Carlos Aguiar

Kelch der weiblichen Blüten bauchig, 10 - 20 mm lang, mit 20 Adern


Photo und copyright Paulo Araujo

Kapsel eikugelig, 12 - 15 mm lang, mit 10 Zähnen aufspringend
Karpophor 1 - 2 mm lang


Photo und copyright Joao Almeida

Samen 1,5 - 1,7 mm lang, mit stumpfen Warzen

 

Stängelblätter gegenständig, sitzend, lanzettlich


Photo und copyright Paulo Araujo

Untere Blätter eilanzettlich, bis 170 mm lang, 35 mm breit, lang gestielt


Photo und copyright Paulo Araujo

 

 

2         Verbreitung; Balkan, Nordgriechenland, Kapsel zerbrechlich, mit umgebogenen Zähnen, Kelch der männlichen Blüten 8 - 11 mm lang


Silene heuffelii Soó
(Heuffels Lichtnelke)


Photo und copyright Giorgos Pantakis

VII - VIII, Wälder (1000 - 1550 m)
                   Trachoni Waterfall, Nordgriechenland, 1100 m ü.M. (George Pantakis 12.05.2024)

Synonyme:
Lychnis nemoralis Heuff. ex Rchb., Melandrium nemorale (Rchb.) Rohrb.

English name:
Heuffel's Campion

Weltweite Verbreitung:
Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo; North Macedonia; Albania;
Greece (N- East),
Romania;
Bulgaria

2n = 24

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- heuffelii: benannt nach dem slowakisch- österreichischen Botaniker János Heuffel (1800- 1857).

Weitere zweihäusige Silene- Arten mit 5 Griffeln und 10- zähnig aufspringenden Kapseln sind:
- Silene dioica: (Blüten rosa, Platte der Kronblätter deutlich ausgerandet)
- Silene diclinis (Endemit in Valencia, Blüten dunkelrosa, Platte der Kronblätter nur wenig ausgerandet)

 

 

Pflanze 30 - 90 cm groß
verzweigt, aber nicht gabelig


Photo und copyright Giorgos Pantakis

Blüten zweihäusig eingechlechtlich, 5 Kronblätter, mit Nebenkrone,
Männliche Blüten mit 10 Staubblättern
, Weibliche Blüten mit 5 Griffeln
Platte der Kronblätter weiß, 4 - 6 mm lang, tief 2- teilig


Photo und copyright Giorgos Pantakis

Kelch von männlichen und weiblichen Blüten walzlich, 8 - 11 mm lang, mit 10 erhabenen Rippen, Kelchzähne schmal dreieckig

 

Kapsel eiförmig, 10 - 12 mm lang, dünn, zerbrechlich, Zähne zurückgebogen
Karpophor 1 - 2 mm lang, Samen schwarz, nicht bereift

 

Blätter eilanzettlich, größer als bei Silene latifolia, oft dünn und beim Trocknen durchscheinend und deutlich netznervig


Photo und copyright Giorgos Pantakis

 

 

3        Kapsel fest, Kelch der männlichen Blüten 15 - 22 mm lang


Silene latifolia Poir.
(Weiße Lichtnelke)

VI - IX, Ruderalstellen, Waldsäume, Äcker (0 - 2500 m)
              Reisensburg, Waldrand Herrnholz, ca. 450 m ü.M. (18.05.2007)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Lychnis divaricata Rchb., Lychnis alba Mill.

English name:
Wide- leaved Campion, White Campion

Nom francais:
Silène à feuilles larges, Silene blanc

Nome italiano: 
Silene a foglie larghe, Silene bianca

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Malta, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, W- Aegean Isl., N- Aegean Isl.),

Azores, Belgium, Denmark, Netherlands, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Turkey, Crimea, Baltic States, Russia, Iran, Iraq, Lebanon,
Morocco

Eingebürgert in:
*Great Britain, *Ireland, *Finland, *Norway, *Sweden, *Poland,
*Australia, 
*Canada, *USA, *Argentina, *Brazil, *Haiti, *New Guinea, *Greenland

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- latifolia: breitblättrig

In Deutschland kommt nur die ssp. alba vor!
Silene latifolia ssp. alba bildet mit der roten Lichtnelke eine Hybride: Silene x hampeana

Weitere zweihäusige Silene- Arten mit 5 Griffeln und 10- zähnig aufspringenden Kapseln sind:
- Silene dioica: (Blüten rosa, Platte der Kronblätter deutlich ausgerandet)
- Silene diclinis (Endemit in Valencia, Blüten dunkelrosa, Platte der Kronblätter nur wenig ausgerandet)

 

 

Pflanze 30 - 90 cm groß
verzweigt, aber nicht gabelig

Blüten zweihäusig eingechlechtlich, 5 Kronblätter, mit Nebenkrone,
Platte der Kronblätter weiß, 5 - 8 mm lang, tief 2- teilig

Nagel der Kronblätter schlank, vom Kelch verborgen

Männliche Blüten mit 10 Staubblättern

Weibliche Blüten mit 5 Griffeln

Kelch der männlichen Blüten 15 - 22 mm lang, mit 10 erhabenen Rippen, walzlich
Kelchzähne schmal dreieckig

Kelch der weiblichen Blüten bauchig, 20 - 30 mm lang, mit 20 Adern

Karpophor 1 - 2 mm lang

Kapsel eiförmig, 10 - 25 mm lang, mit 10 Zähnen aufspringend
Zähen aufrecht oder abspreizend

Samen ca. 1,5 mm lang, mit stumpfen Warzen, grau bereift


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängelblätter gegenständig, sitzend, lanzettlich

Untere Blätter eilanzettlich, bis 170 mm lang, 35 mm breit, gestielt