Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Silene - Platte der Kronblätter rot/rosa, vorne schwach ausgerandet, Kelch drüsig, ohne lange Borsten

Verbreitung: Kreta, Karpathos, Kasos, Armathia
Kelch mit 15 - 20 Adern
> 1


Photo und copyright Nick Turland


Kelch mit 10 Adern
> 2

 

1     Kelch mit 15 - 20 Adern


Silene ammophila Boiss. & Heldr.
(Sandliebendes Leimkraut)


Photo und copyright Thanasis Papanikolaou

III- V, Sandstrände (0 - 10 m)
           
Palekastro, Kouremenos Beach, 2 m ü.M. (Nick Turland 19.03.2009)
            Karpathos, Limniatis Beach, 2 m ü.M. (Thanasis Papanikolaou 29.02.2020)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Pleconax ammophila (Boiss. & Heldr.) Sourková

English name:
Sand Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Crete, Karpathos, Kasos,
Armathia

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- ammophila: "ammo" = Sand; "philos" = Freund

Am Strand von Lentas (Südkreta) kommt eine weißblütige Sippe von Silene ammophila vor:


Photo und copyright Thomas Muer

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm groß


Photo und copyright Nick Turland

Blütenstände von Grund an verzweigt, wenigblütig, locker
Blüten zwittrig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel, mit deutlicher Nebenkrone
Platte der Kronblätter rosa 1 - 4 mm lang, schwach ausgerandet, Antheren kaum aus der Kronröhre ragend, Kelchzähne halb so lang wie die Kelchröhre


Photo und copyright Thanasis Papanikolaou

Kelch walzlich mit 15 - 20 Adern, 5 - 9,5 mm lang, drüsig behaart


Photo und copyright Nick Turland

Kapsel eilänglich, 3 - 7 mm lang, öffnet mit 6 Zähnen, Karpophor kurz
Samen 0,8 mm lang, mit flachem Rücken und gekielten Schultern


Photo und copyright Thanasis Papanikolaou

Blätter fleischig, spatelig, dick, mit drüsigen oder drüsenlosen Haaren,
obere Stängelblätter kleiner als die unteren


Photo und copyright Nick Turland

 

 

2      Kelch mit 10 Adern

Endemit der Inseln Ikaria und Tinos
Blütenstände meist wenigblütig
> 3

 

Häufige, weit verbreitete Art
Blütenstände meist vielblütig, oft Kissen bildend
> 4

 

3       Endemit der Inseln Ikaria und Tinos


Silene aegaea Oxelmann
(Ägäis- Leimkraut)


Photo und copyright 

III- VI, Straßenränder in Küstennähe (0 - 40 m)
              Evdilos, Ikaria (Snogerup 26.06.1993)

Synonyme:
Keine

English name:
Aegean Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Tinos, Ikaria

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- aegaea: aus der Ägäis

Aus Silene sedoides und Silene pentelica entstanden, allotetraploid.
Wächst zusammen mit Silene sedoides ssp. sedoides und wird leicht mit dieser Art verwechselt.

 

 

Pflanze 3 - 8 cm hoch
meist wenigblütig

Kronblätter hell- oder dunkelrosa, 2 - 3 mm lang, abgerundet oder gestutzt, 
Nebenkrone 1 - 1,5 mm lang, Antheren weiß, nicht aus der Kronröhre ragend

Welkende Kronzipfel nach oben zeigend

Kelch 6 - 8 mm lang, keulenförmig, mit kurzen Drüsenhaaren, 
Kelchzähne kurz, der häutige Rand mit zahlreichen drüsigen Haaren

 

Kapsel schmal eiförmig, dünnwandig, durchscheinend, 
4 - 5 mm lang, 1,5 - 3 mal so lang wie das Gonophor

Samen 0,7 - 0,8 mm lang, mit gerundete Schultern

Stängelblätter eiförmig, schwach drüsig behaart
Grundblätter 1 - 3 cm lang

 

 

 

4       Häufige, weit verbreitete Art


Silene sedoides Poiret
(Mauerpfeffer- Leimkraut)

III- VI, Sand- und Felsküsten (0 - 150 m)
             Kolymvari, Kreta (17.05.2016)
             Akrotiri Drapanos, Kreta (15.05.2016)
             Porto Kagio, Mani- Spitze (24.05.2018)
             Zarakes Beach, Euböa (16.06.2019)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Keine

English name:
Hairy Catchfly

Nom francais:
Silène faux orpin

Nome italiano: 
Silene con foglie di borracina

Weltweite Verbreitung:
Spain (Gerona), Baleares (Mallorca, Menorca),
France (Var, Bouches-du-Rhone), Italy (Toskana, Apulien), Sardinia, Sicily, Malta, 
Croatia, Albania, Greece
(Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, E- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E-Aegean Isl., Kiklades, Crete), 
Turkey, Cyprus, Israel, Lebanon,
Libya, Tunisia, Algeria, 

2n = 24

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- sedoides: ähnlich Sedum (Fetthenne)

 

 

Pflanze 5 - 20 cm groß
oft niedrige Kissen bildend

Blütenstände sparrig verzweigt

Blütenstand in der unteren Hälfte dichasial, die oberen Zweige +/- monochasial verzweigt

Kronblätter je nach Unterart hell- oder dunkelrosa, 


Photo und copyright Armin Jagel

Antheren kaum aus der Kronröhre ragend


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblattzipfel 1 - 4 mm lang, etwas ausgerandet, am Grund nicht verschmälert

Nebenkrone 0,7 - 2 mm lang, ohne dunklen Ränder

Kelch walzlich oder kegelförmig, 6 - 9 mm lang, stark drüsig behaart

Kapsel doppelt so lang wie das Gonophor
(Um Kapsel und Gonophor sehen zu können, müsste man den Kelch entfernen. Man kann jedoch auch am Kelch in etwa das die Lage von Kapsel und Gonophor abschätzen)

Kapsel öffnet mit 6 Zähnen

Stängel dicht drüsig behaart

Fruchtstiele dünn, meist länger als der Kelch

Blätter fleischig, drüsig behaart