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Heliosperma - Blüten weiß, Blätter behaart
- Verbreitung: Balkan -

Folgende weißblütige Arten kommen auf dem Balkan (Kroatien, Bosnien, Herzegovina, Serbia, Kosovo, Montenegro, N- Mazedonien, Albanien) vor:
Heliosperma malyi (Neumayer) Degen, 
Heliosperma moehringiifolium Uechtr. ex Pancic, 
Heliosperma veselskyi Janka
Heliosperma monachorum Vis. & Pancic, 
Heliosperma chromodontum (Boiss. & Reut.) Jur., 
Heliosperma retzdorffianum K. Maly, 
Heliosperma oliverae Niketic & Stevan., 
Heliosperma tommasinii (Vis.) Rchb.

Heliosperma nikolicii (A.Seliger & Wraber) Niketic & Stevan.
Einige Arten sind verschlüsselt in der Publikation "
A new species of Heliosperma (Caryophyllaceae) from Serbia and Montenegro" (2007) von MARJAN NIKETIC und VLADIMIR STEVANOVIC
Nach dieser Publikation richtet sich der nachfolgende Schlüssel. 

Endemit der Prokletije Mountains
Untere Brakteen breiter als die mittleren Stängelblätter, 
obere Brakteen elliptisch, spitz oder stumpf
Kapsel 1 - 2 mm länger als der Kelch
Papillen auf dem Rücken der Samen 1/4 - 1/3 so lang wie der Samendurchmesser
> 1

Untere Brakteen so breit wie die mittleren Stängelblätter, 
obere Brakteen +/- lanzettlich, spitz
Kapsel 0,5 mm länger als der Kelch
Papillen auf dem Rücken der Samen 1/10 - 1/5 so lang wie der Samendurchmesser
> 2

 

1        Untere Brakteen breiter als die mittleren Stängelblätter, obere Brakteen elliptisch, spitz oder stumpf


Heliosperma oliverae Niketic & Stevan.
(Oliveras Strahlensame)


Photo und copyright 

VI - IX, Felsen (1900 - 2000 m)
              Prokletije Mountains, Montenegro

Synonyme:
Oliveras Leimkraut, 
Silene pusilla subsp. oliverae (Niketic & Stevan.)

English name:
Olivera's Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Kosovo, Montenegro, Albania

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- Heliosperma: helios = Sonne, spermum = Same
- oliverae: benannt nach
Olivera Glitic (1965–1999), serbische Botanikerin

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm, 
lockere Polster bildend, Stängel am Grund verholzt

Untere Brakteen breiter als die mittleren Stängelblätter, 
obere Brakteen elliptisch, spitz oder stumpf

Blüten weiß, stieltellerförmig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel
mit Nebenkrone, Platte der Kronblätter 3 - 4 mm lang, meist mit 2 deutlichen und 2 undeutlichen Zähnen

 

 

Kelch glockig, 5 - 7 mm lang, behaart, 10 +/- undeutliche Adern, mit 5 Zähnen


Kapsel 1 - 2 mm länger als der Kelch
Papillen auf dem Rücken der Samen 1/4 - 1/3 so lang wie der Samendurchmesser

 

Stängel und Blätter behaart, nicht drüsig
Mittlere Stängelblätter gegenständig, elliptisch, 10 - 20 mm lang, 3 - 7 mm breit

Grundständige sterile Triebe kurz, aufsteigend oder aufrecht, 

 

 

 

2     Untere Brakteen so breit wie die mittleren Stängelblätter, obere Brakteen +/- lanzettlich, spitz

Pflanze mit kurzen drüsigen und 1 mm langen drüsenlosen Haaren
> 3

 

Pflanze mit maximal 0,5 mm langen Drüsenhaaren
> 4

 

 

3       Pflanze mit kurzen drüsigen und 1 mm langen drüsenlosen Haaren


Heliosperma retzdorffianum K. Maly
(Retzdorffs Strahlensame)


Photo und copyright 

VI - IX, Felsen ( m)
              Jablanica, Herzegovina

Synonyme:
Retzdorffs Leimkraut, 
Silene retzdorffiana (K. Maly) Walters

English name:
Retzdorff's Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Croatia, Montenegro

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- Heliosperma: helios = Sonne, spermum = Same
- retzdorffianum: benannt nach
Willy Retzdorff (1856 - 1910), Kassenführer des Botanischen Vereins Brandenburg, Entdecker der Art

Heliosperma retzdorffianum wird beschrieben in der Publikation "Heliosperma (Silene) retzdorffianum" (1903) von K. Maly.

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm, 
lockere Polster bildend, Stängel am Grund verholzt

Untere Brakteen so breit wie die mittleren Stängelblätter, obere Brakteen +/- lanzettlich, spitz

 

Blüten weiß, stieltellerförmig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel
mit Nebenkrone, Platte der Kronblätter 3 - 4 mm lang, meist mit 2 deutlichen und 2 undeutlichen Zähnen

 

 

Kelch glockig, 7 - 10 mm lang, behaart, 10 +/- undeutliche Adern,
mit 5 Zähnen


Kapsel 0,5 mm länger als der Kelch
Papillen auf dem Rücken der Samen 1/10 - 1/5 so lang wie der Samendurchmesser

 

Stängel und Blätter mit kurzen drüsigen und 1 mm langen drüsenlosen Haaren
Mittlere Stängelblätter gegenständig, elliptisch, 10 - 30 mm lang, 2 - 7 mm breit

 

Grundständige sterile Triebe lang aufsteigend oder niederliegend, 


 

4        Pflanze mit maximal 0,5 mm langen Drüsenhaaren

Verbreitung: Kroatien, Montenegro
Sterile Triebe kurz oder fehlend
Blätter linealisch lanzettlich 4 - 10 mal so lang wie breit
> 5

 

Verbreitung: N- Mazedonien, Albanen
Sterile Triebe lang,
Blätter spatelig, 2 - 8 mal so lang wie breit
> 6

 

 

5       Verbreitung: Kroatien, Montenegro, Sterile Triebe kurz oder fehlend, Blätter linealisch lanzettlich 4 - 10 mal so lang wie breit


Heliosperma tommasinii (Vis.) Rchb.
(Tommasinis Strahlensame)


Photo und copyright 

VI - IX, Felsen ( m)
              

Synonyme:
Tommasini
s Leimkraut, 
Silene tommasinii Vis.

English name:
Tommasini's Catchfly

Weltweite Verbreitung:
Croatia, Montenegro

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- Heliosperma: helios = Sonne, spermum = Same
- tommasinii: benann nach Muzio Giuseppe Spirito de Tommasini (1794 - 1879), italienischer Politiker und Botaniker

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm, 
lockere Polster bildend, Stängel am Grund verholzt

Untere Brakteen so breit wie die mittleren Stängelblätter, obere Brakteen +/- lanzettlich, spitz

 

Blüten weiß, stieltellerförmig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel
mit Nebenkrone, Platte der Kronblätter 3 - 4 mm lang, meist mit 2 deutlichen und 2 undeutlichen Zähnen

 

 

Kelch glockig, 7 - 10 mm lang, behaart, 10 +/- undeutliche Adern,
mit 5 Zähnen


Kapsel 0,5 mm länger als der Kelch
Papillen auf dem Rücken der Samen 1/10 - 1/5 so lang wie der Samendurchmesser

 

Stängel und Blätter mit maximal 0,5 mm langen Drüsenhaaren
Mittlere Stängelblätter gegenständig, elliptisch, 4 - 10 mal so lang wie breit

 

Sterile Triebe kurz oder fehlend

 

 

6      Verbreitung: N- Mazedonien, Albanien, Sterile Triebe lang, Blätter spatelig, 2 - 8 mal so lang wie breit


Heliosperma nikolicii (A.Seliger & Wraber) Niketic & Stevan.
(Nikolics Strahlensame)


Photo und copyright 

VI - IX, Felsen
              

Synonyme:
Nikolics
Leimkraut, 
Silene retzdorffiana subsp. nikolicii A.Seliger & Wraber

English name:
Nikolic's Catchfly

Weltweite Verbreitung:
N- Macedonia, Albania

Etymologie:
- Silene: benannt nach der griechischen Sagengestalt Silen = Silenus (Mischwesen aus Pferd und Mensch, mythischer Adoptivvater und Gefährte von Bacchus)
- Heliosperma: helios = Sonne, spermum = Same
- nikolicii: wahrscheinlich benannt nach Toni Nikolic, Verfasser der Flora Croatia, Professor an der Universität Zagreb

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm, 
lockere Polster bildend, Stängel am Grund verholzt

Untere Brakteen so breit wie die mittleren Stängelblätter, obere Brakteen +/- lanzettlich, spitz

 

Blüten weiß, stieltellerförmig, 5 Kronblätter, 10 Staubblätter, 3 Griffel
mit Nebenkrone, Platte der Kronblätter 3 - 4 mm lang, meist mit 2 deutlichen und 2 undeutlichen Zähnen

 

 

Kelch glockig, 6 - 8 mm lang, behaart, 10 +/- undeutliche Adern,
mit 5 Zähnen


Kapsel 0,5 mm länger als der Kelch
Papillen auf dem Rücken der Samen 1/10 - 1/5 so lang wie der Samendurchmesser

 

Stängel und Blätter mit maximal 0,5 mm langen Drüsenhaaren

Mittlere Stängelblätter gegenständig, 
10 - 30 mm lang, 2 - 9 mm breit, spatelig, 2 - 8 mal so lang wie breit 

 

Sterile Triebe lang